Über 90 Prozent bereits belegt

Sommerferien an der Nordsee: Wo es noch freie Unterkünfte gibt

Touristen an der Nordsee.
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An der Nordseeküste wird es dieses Jahr einen regelrechten Besucheransturm geben.

Viele sehnen sich nach Entspannung, Meer und Weite. Ein Urlaub an der Nordsee liegt in den Sommerferien für viele nah. Doch wo ist noch ein Plätzchen frei?

Hannover – Wandern in den Alpen, Sonnenbaden an der Nordsee oder doch ein Städte-Trip? Die Sommerferien stehen vor der Tür, und in vielen Bundesländern werden die Corona-Regeln gelockert. Doch manche Einschränkungen bleiben.

Bundesland:Schleswig-Holstein
Sieben-Tage-Inzidenz am 23. Juni: 4,4
neue Fälle:11
genesen (gesamt): 61.900

„Die Menschen haben Sehnsucht nach Weite und Meer, sie wollen durchatmen und entspannen“, weiß Sonja Janßen, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Nordsee. Weil die Lage im Ausland unsicherer sei, greifen viele auf einen heimischen Urlaub zurück. Das macht sich auch an der Belegung der Unterkünfte bemerkbar: „Wir gehen fast an die Vollauslastung. Über 90 Prozent der Unterkünfte sind bereits belegt.“

Einfach loszufahren und auf gut Glück eine Unterkunft suchen - davon rät die Tourismusexpertin ab. Eine Unterkunft sollte vorher fix sein. Auf Buchungsplattformen wie www.die-nordsee.de und www.ostfriesland.de gebe es noch vereinzelte freie Ferienwohnungen und Pensionen.

Auch müssen sich Urlauberinnen und Urlauber auf mehr Verkehr einstellen: In den kommenden Wochen ist auf niedersächsischen Autobahnen mit Staus zu rechnen.

Experten-Tipp: Im Landesinneren in Küstennähe schauen

Aufmerksam macht Janßen auch auf Regionen, die so manche Urlauberinnen und Urlauber nicht auf dem Schirm haben. „Nicht jeder muss ja direkt eine Ferienwohnung am Meer haben. Auch versteckte Orte im Hinterland nahe der Küste haben ihren Reiz.“

So nennt sie etwa Hohenkirchen, ein Ortsteil der Gemeinde Wangerland und den Sander See im Landkreis Friesland. Auch Bad Zwischenahn und Westerstede im Landkreis Ammerland und das Timmeler Meer in Ostfriesland seien eine Reise wert. Trotz der vielen Menschen, ist Entspannung in den Augen von Sonja Janßen trotzdem garantiert: „Wir haben kilometerlange Küstenlinien, da fallen die vielen Menschen gar nicht auf.“

Es gibt noch freie Betten in allen Kategorien, aber man muss schon genauer suchen.

Oliver Knagge, stellvertretender Geschäftsführer der Ostfriesland Tourismus GmbH

„Seit den ersten Lockerungen kommen auch wieder Buchungen rein, worüber wir natürlich sehr erfreut sind“, sagt Oliver Knagge, stellvertretender Geschäftsführer der Ostfriesland Tourismus GmbH. Da viele Urlauber ihre Buchung um ein Jahr verschoben haben, sind die Unterkünfte gut ausgelastet. „Es gibt noch freie Betten in allen Kategorien, aber man muss schon genauer suchen.“

In diesem Fall seien die lokalen Tourist-Informationen eine Hilfe. Auch Knagge weiß: Je weiter weg von der direkten Küstenlinie, umso einfacher ist es, noch eine Unterkunft zu finden. Zum Ende der Saison sei die Suche auch etwas leichter. „Auch im September ist das Wetter in Ostfriesland noch sehr gut“, sagt Knagge.

Schleswig-Holstein: In diesen Regionen gibt es noch Unterkünfte

Die Unterkünfte längs der schleswig-holsteinischen Nordseeküste sind ähnlich gut ausgelastet, besonders beliebte Hotspots sind bereits ausgebucht. „Auf den nordfriesischen Inseln, in Büsum und Sankt-Peter-Ording, gibt es noch wenige Restkapazitäten“, verrät Manuela Schütze, Pressesprecherin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein. Auch sie rät: „Wer hier Urlaub machen will, dem empfehlen wir nicht nur an der direkten Küstenlage zu suchen, sondern auch ins Landesinnere zu schauen. Es lohnt sich, das Land zwischen den Küsten zu entdecken.“

Die Buchungslage sei im Sommer in Schleswig-Holstein aber nichts Besonderes. „Die Beherbergungsbetriebe und Orte sind auf die ankommenden Gäste sehr gut vorbereitet“, sagt Schütze.

Wer noch keine Unterkunft hat, sollte nicht ins Blaue losfahren. Besser sei es, sich vorher das Ziel zu überlegen. „Die örtlichen Touristiker helfen gern weiter, geben gegebenenfalls auch Tipps, wo man es noch versuchen könnte“, rät die Pressesprecherin.

Als Geheimtipp nennt sie die Region Holstein Elbe & Auenland, die sich von Marne bis kurz vor Bad Segeberg erstreckt und im Süden bis an die Elbe reicht. Sie vereint Elbmarschen, Auenland, Nordseeküste und malerische Moor-, Wald- und Heidelandschaften in sich.

Auch die Städtchen längs der Nordseeküste oder im schleswig-holsteinischen Süden längs der Elbe seien eine gute Alternative. „Hier sind meist noch Kapazitäten vorhanden und sie sind eine gute Basis für viele Ausflüge“, meint Schütze.

Wo es noch freie Ferienwohnungen und Hotels an der Ostsee* aussieht lesen Sie hier.

Von Fanø über Amrum, Norderney und Borkum bis Texel: Die Inseln des Wattenmeers sind jede auf ihre ganz eigene Weise schön. Eine kleine Entscheidungshilfe für den Nordsee-Urlaub. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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