Urlaub während Corona-Pandemie

Urlaub 2022 trotz Omikron: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Urlaubsländern

Zahlreiche Fluggäste warten im Flughafen Hannover-Langenhagen.
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Wer Urlaub in 2022 verbringen will, der muss sich an viele Corona-Regeln halten. (Archivbild)

Viele haben in den vergangenen zwei Jahren auf Urlaub aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet, wollen aber jetzt wieder los. Was jetzt im Urlaub 2022 wo gilt.

Hannover – Die Weihnachtsferien in Niedersachsen sind noch nicht richtig vorbei, da stehen schon die Winterferien vor der Tür und auch die Osterferien sind nicht mehr in allzu weiter ferne. Viele haben in der Vergangenheit auf Urlaub verzichtet und weil die Corona-Pandemie die Welt weiterhin fest im Griff hat, fragen sich etliche Urlaubswillige: Lohnt sich Urlaub 2022 überhaupt?

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus schießen seit ein paar Tagen in Deutschland wieder drastisch in die Höhe und auch die Omikron-Variante des Virus macht nicht nur den Menschen in Deutschland zu schaffen. Denn inzwischen gilt nahezu jedes zweite Land auf der Welt als Hochrisikogebiet, darunter auch Luxemburg, Schweden und Israel. Am Sonntag, 9. Januar 2022, kamen 40 weitere Länder hinzu. Inzwischen sind es mehr als 100 Länder.

Urlaub 2022 trotz Omikron und Corona: RKI stuft 40 weitere Länder als Hochrisikogebiete ein

Die neuen Einstufungen für 40 Länder als Hochrisikogebiete hatte das Robert Koch-Institut bereits am Freitag mitgeteilt. Wer aus einem solchen Gebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Neben Luxemburg sind nun unter anderem auch Schweden, Australien, Argentinien, die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Winterurlaubsziel Dubai, Israel und Kenia auf der Risikoliste. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Hochrisikogebiete auf einen Schlag auf mehr als 100 Länder. Das bedeutet, dass etwa jedes zweite Land weltweit wieder Hochrisikogebiet ist. Von den Nachbarländern Deutschlands ist nur noch Österreich kein Hochrisikogebiet*.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Urlaub 2022 trotz Omikron und Corona: Kuba verschärft die Einreiseregeln auf 1G

Ein beliebtes Urlaubsland bei deutschen Touristen* hat im Laufe der vergangenen Woche seine Einreisebestimmung fast bis aufs äußerste verschärft. Dabei handelt es sich um das sozialistische Kuba. Dort wurde die sogenannte 1G-Regel eingeführt, sodass seit Mitte vergangener Woche Einreisende eine vollständige Impfung sowie einen negativen PCR-Test nachweisen müssen. Beides darf bei Reiseantritt nicht älter als 72 Stunden sein. Außerdem sollen bei Ankunft auf Kuba stichprobenartige PCR-Tests bei Reisenden aus Hochrisikogebieten gemacht werden.

Wer aus Südafrika oder einem von sieben weiteren Ländern im Süden Afrikas in Kuba einreist, muss zusätzlich acht Tage lang auf eigene Kosten in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel in Quarantäne. Im südlichen Afrika wurde die Omikron-Variante, bei der sich mögliche Symptome auch an Haut oder Nägeln ablesen lassen, zuerst entdeckt. Ungeimpfte Kubaner, die auch in dem Inselstaat wohnen, müssen sich bei der Einreise einem PCR-Test unterziehen und ebenfalls acht Tage auf eigene Kosten in einem Quarantäne-Hotel verbringen.

Nachdem die täglichen Corona-Fallzahlen auf Kuba im vergangenen Sommer ihren Höchststand erreicht hatten, sanken sie zuletzt wieder. Im November nahm das Robert Koch-Institut den sozialistischen Karibikstaat von der Liste der Hochrisikogebiete. Insgesamt hat Kuba in der Pandemie bisher gut 968.000 Infektionsfälle und 8324 Todesopfer verzeichnet.

Urlaub 2022 in Österreich: Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte

Doch auch andere Länder legen Touristen und Besuchern strenge Corona-Regeln beim Urlaub 2022 auf. Für Ungeimpfte gelten in Österreich beispielsweise weiterhin Ausgangsbeschränkungen über den gesamten Tag. Wer in einem Hotel nächtigen oder in einem Restaurant essen möchte, darf dies nur nach der bekannten 2G-Regel (Geimpft oder Genesen) tun. Gaststätten zum Après-Ski bleiben nach den Erfahrungen in Ischgl* weiterhin geschlossen.

Darüber hinaus hat Österreich die Einreisebestimmungen verschärft, sodass vollständig Geimpfte oder Genesene einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test vorlegen müssen. Alternativ reicht auch eine Drittimpfung, die sogenannte Booster-Impfung. Wer aus Österreich zurück nach Deutschland reist, benötigt aktuell keinen PCR-Test und auch keine digitale Reiseanmeldung., da Österreich aktuell kein Hochrisikogebiet ist.

Urlaub 2022 in Italien: Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich einen negativen Corona-Test vorlegen

In Italien gelten verschärfte Einreisebestimmungen für den Urlaub 2022: Auch geimpfte und genesene Personen benötigen dort zusätzlich einen negativen Corona-Test. Für Ungeimpfte wird es in Italien hart: Sie müssen trotz Test für fünf Tage in Quarantäne.

In den Skigebieten mit offenen Ski- und Sessellifts können Liftkarten gekauft werden, ohne einen Test vorzulegen. An den anderen Seilbahnen gilt die 3G-Regel, sodass alle Personen ab dem 12. Lebensjahren eine Impfung, Genesung oder ein Test nachweisen müssen. Zusätzlich gilt ein Sicherheitsabstand und eine Maskenpflicht ab 6 Jahren, in den Skihütten wird nach der 2G-Regel verfahren.

Urlaub 2022 auf den Kanaren: Digitales Gesundheitsformular muss vor Einreise ausgefüllt werden

Doch auch ein Trip in wärmere Gefilde ist trotz Corona möglich, wenn auch etwas aufwendig. Beliebt sind im Frühjahr in Deutschland vor allen Dingen die Kanaren für den Urlaub 2022, wo sozusagen der ewige Frühling gastiert. Urlaub auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura oder Lanzarote ist also weiterhin möglich.

Allerdings muss beachtet werden, dass ein digitales Gesundheitsformular ausgefüllt werden muss. Ähnlich wie die digitale Reiseanmeldung, die Einreisende aus Hochrisikogebieten auch in Deutschland* vorlegen müssen. Mit diesem Gesundheitsformular wird für die Einreise auf den Kanaren ein QR-Code erstellt, der bei der Ankunft vorgelegt werden muss. In Unterkünften hingegen gibt es keinerlei Beschränkungen.

Weitere Einschränkungen auf den kanarischen Inseln ist etwa das Alkoholverbot auf der Straße. Dieser darf dort nicht verzehrt werden, auch gibt es ab 22:00 Uhr am Abend ein Verkaufsverbot für Alkohol im Einzelhandel. Auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura gilt zudem momentan die Alarmstufe rot. Das bedeutet, dass sich im öffentlichen und im privaten Raum maximal sechs Personen treffen dürfen, die nicht in einem Haushalt leben. Dies gilt auch für Strände. In Restaurants, Cafés, Bars und Nachtclubs gilt die 3G-Regel.

Stornierung im Urlaub 2022: Verbraucherzentralen raten zur Pauschalreise – Reiserücktrittsversicherung abschließen

Doch, was passiert, wenn es eine Reisewarnung gibt oder etwa eine Corona-Infektion vor dem Urlaub 2022 zuschlägt? Die Verbraucherzentralen in Deutschland raten wegen der momentanen Situation explizit zu Pauschalreisen*. Dies aus dem Grund, weil diese Reisen häufig besser abgesichert sind und einfacher storniert werden können.

So werben derzeit fast alle Reiseanbieter mit gesonderten Stornierungsmöglichkeiten, einfach um das Geschäft am Laufen zu halten. Bei diesen sogenannten „Flextarifen“* kann sogar kurz vor Urlaubsantritt noch von der Reise zurückgetreten werden. Doch auch hier empfiehlt sich wie immer der Blick ins Kleingedruckte. Dort finden sich alle Bedingungen, an die eine Stornierung des Urlaubs 2022 geknüpft ist.

Aber auch eine Reiserücktrittsversicherung ist in jedem Falle empfehlenswert. Oft sind diese bereits dabei, falls eine Reise mit einer Kreditkarte gebucht wird. Ansonsten sind diese Versicherungen bei vielen Anbietern für etwa 10 Euro jährlich erhältlich. Im Falle eines positiven Corona-Tests sind diese Versicherungen bares Geld wert. Doch auch hier heißt es wie bei allen Versicherung: Ein Blick ins Kleingedruckte kann Ärger vermeiden. * kreiszeitung.de, hna.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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