Viele Unfälle in Bremen

Eisregen, Frost und Glatteis im Nordwesten

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Eisregen führt zu zahlreichen Unfällen

Bremen/Hannover - "Vorsicht Glatteis!" - diese Warnung galt im Norden Deutschlands für alle Autofahrer und Fußgänger. Straßen wurden teils zu Rutschbahnen. Schneefans hatten Grund zur Freude: "Ski und Rodel gut" hieß im Harz.

Eisregen und gefrierende Nässe haben im Nordwesten Niedersachsens und in Bremen am Samstag vielerorts zu spiegelglatten Straßen und Bürgersteigen geführt. Der Deutsche Wetterdienst gab für weite Teile Norddeutschlands eine Unwetterwarnung heraus. In Bremen gab es eine Reihe von Glatteisunfällen - meist blieb es bei Blechschaden.

Am frühen Morgen setzte in vielen Regionen Sprühregen ein, der auf tiefgefrorenen Boden traf und so die Fahrbahnen vereiste. Streudienste waren flächendeckend im Einsatz. In Bremen kam es trotzdem laut Polizei zwischen 9 Uhr und 15 Uhr zu 70 Verkehrsunfällen, von denen die meisten durch Glatteis verursacht wurden. Bei drei Unfällen gab es Leichtverletzte.

Zu einem wetterbedingten Unfall kam es auch auf der A30 bei Bad Bentheim zwei Kilometer vor der deutsch-niederländischen Grenze. Eine Lkw-Fahrerin wollte zwei Räumfahrzeuge überholen, die ihr laut Polizei offenbar zu langsam fuhren. Auf der schneebedeckten Überholspur kam sie mit ihrem leeren Sattelschlepper ins Schleudern und kollidierte mit der Leitplanke. Schaden: Etwa 50 000 Euro.

Im Bahnverkehr gab es in Niedersachsen nach Angaben der Deutschen Bahn keine Beeinträchtigungen. Wegen Eisregens und schlechter Sicht mussten dagegen die Inselflieger, die von Norddeich und Harle Passagiere vom Festland auf die ostfriesischen Inseln bringen, den Betrieb vorübergehend einstellen.

Brocken lockt mit 35 Zentimeter Schnee: Neuschnee erwartet

In weißer Pracht präsentierte sich der Brocken im Harz, der mit einer 35 Zentimeter hohen Schneedecke Ausflügler und Winterwanderer lockte. "Es ist bei schönstem Wetter wunderbar winterlich", sagte Wetterbeobachter Marc Kinkeldey auf dem Brockenplateau in 1141 Metern Höhe. Seinen Angaben zufolge bleiben Dauerfrost und Schneedecke auch in den kommenden Tagen erhalten - zumindest garantiert oberhalb von 600 Metern. "Wir erwarten bis Montag sogar noch etwas Neuschnee", sagte er.

Laut Harzer Tourismusverband sind 31 von 52 Pisten geöffnet und 303 von 708 Loipenkilometer gespurt. Von den vorhandenen Rodelbahnen seien 22 von 35 präpariert und ausgedehnte Winterwanderungen in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge auf 193 von 321 Kilometern möglich.

Dass Glatteis auch zu gefährlichem Leichtsinn verführen kann, zeigte ein Unfall in Braunlage im Harz, bei dem zwei junge Frauen verletzt wurden. Eine Gruppe Autofahrer übte dort am Freitagabend auf einem Parkplatz bei minus 15 Grad das Schleudern auf der spiegelglatten Fläche, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Ein 20-Jähriger setzte seinen Wagen schließlich gegen einen Schneehaufen. In dessen Auto fuhr ein 21-Jähriger mit seinem Fahrzeug hinein. Beide Frauen saßen jeweils auf dem Beifahrersitz.

dpa

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