Unwettergefahr im Norden

Auf Hitze folgen Gewitter 

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Nach der anhaltenden Hitze der vergangenen Tage, soll es am Samstag eine kleine Abkühlung geben. Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor schwerem Gewitter in der Region.

Heute greifen Tiefausläufer auf Niedersachsen und Bremen über. Vom Mittag bis zum Abend Unwettergefahr durch schwere Gewitter, insbesondere durch heftigen Starkregen, aber auch Hagel sowie schwere Sturmböen.

Dazu schreibt der Deutsche Wetterdienst auf seiner Internetseite: Ab den Mittagsstunden ist das Potenzial für verbreitet auftretende unwetterartige Gewitter erhöht. Dabei besteht die Gefahr von

heftigem Starkregen

mit Mengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb von einer Stunde, zudem kann es zu Sturmböen (Bft 9) oder schweren Sturmböen (Bft 10) kommen, vereinzelt sind auch Böen der Stärke 11 nicht ausgeschlossen. Örtlich ist auch Hagelschlag (Korngröße um 3 cm) wahrscheinlich. Im Laufe des Abends ziehen die Gewitter ostwärts ab. 

Was bedeuten die Unwetterwarnstufen des Deutschen Wetterdienstes?

Blitze, Hagel, Starkregen - Unwetter haben in den vergangenen Tagen vielerorts Schäden angerichtet. Über solche Wetterlagen informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) regelmäßig und gibt im Ernstfall auch amtliche Unwetterwarnungen heraus. Doch wo genau der Blitz einschlägt oder Hagelkörner herunterkommen, ist für Meteorologen fast unmöglich weit im Voraus zu wissen. Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst vergleicht das mit dem Wasserkochen: "Man weiß, dass das Wasser heiß wird. Wo die erste Blase aufsteigt, kann man allerdings nicht sagen."

Mehrmals in der Stunde aktualisiert der DWD daher seine Karte zu Wetter- und Unwetterwarnungen. Neben der "Vorabinformation Unwetter" gibt es vier Warnstufen zu unterscheiden.

VORABINFORMATION UNWETTER: Vorabinformationen gibt der DWD heraus, wenn eine Region generell mit Unwettern rechnen muss. "Das kann man als eine Art Vorwarnung begreifen", sagte Ruppert. Die Krux sei, dass sich zu diesem Zeitpunkt Gewitter noch nicht räumlich und zeitlich eingrenzen ließen, teilte der Meteorologe mit. Einige vorgewarnte Gebiete könnten also auch trocken bleiben. Die Vorwarnung gilt für eine Zeit von zwei bis drei Stunden im Voraus.

WARNSTUFE 1 (gelb): Ab Warnstufe 1 können Meteorologen das Gewittergebiet räumlich und zeitlich besser eingrenzen. Auf der Karte werden Gebiete gelb markiert, in denen man mit Gewittern und Windböen rechnen muss. Die ersten beiden Stufen zählen noch zu den Wetterwarnungen. Ab Stufe 3 spricht der DWD von Unwetterwarnungen.

WARNSTUFE 2 (orange): In die zweite Stufe fallen alle Wetterlagen mit starkem Gewitter, Windböen, Starkregen und Dauerregen.

WARNSTUFE 3 (rot): Stufe rot ist erreicht, "wenn wir davon ausgehen, dass golfballgroßer Hagel oder Regen von über 25 Milliliter pro Stunde fallen", sagte Ruppert. Der DWD empfiehlt ab dieser Stufe, Aufenthalte im Freien zu meiden.

WARNSTUFE 4 (violett): Die letzte Warnstufe beschreibt Unwetter, durch die lebensbedrohliche Situationen und große Schäden entstehen können. Diese Zellen können sich sehr schnell entwickeln.

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