Sommerferien beginnen

Nächstes Tief angekündigt – kräftiges Unwetter auch im Norden erwartet

Ab Samstag drohen in Deutschland erneut schwere Gewitter und Starkregen. Auch Niedersachsen und Bremen sind betroffen. Die Wetteraussichten.

Hannover – Am Wochenende drohen wieder schwere Unwetter in Deutschland. Der Blick auf die Wettervorhersage dürfte sich in den vergangenen Tagen durch die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bei einigen verändert haben. Eins vorweg: Land unter ist im Norden nicht zu erwarten. Dennoch müssen sich die Menschen in Niedersachsen und Bremen zu Beginn der Sommerferien am 22. Juli für mehrere Tage auf viel Regen einstellen.

Donnerstag, 22. Juli 14 bis 25 Grad
Freitag, 23. Juli15 bis 25 Grad
Samstag, 24. Juli14 bis 29 Grad
Sonntag, 25. Juli17 bis 27 Grad

Zunächst bleibt es erstmal trocken. Zwar kann es örtlich bereits zu kleinen Regenschauern kommen, insgesamt ist der Donnerstag aber ein Mix aus Sonne und Wolken bei Temperaturen bis 22 Grad in Bremen und bis zu 25 Grad in Göttingen. Zur Nordsee hin können zwar dichte Wolkendecken entstehen, starker Regen bleibt jedoch vorerst aus. In der Nacht fallen die Temperaturen auf 9 bis 16 Grad. Der Freitag ähnelt seinem Vortag und bringt Wolken und Sonne im Wechsel bei Höchsttemperaturen bis zu 25 Grad.

Starke Unwetter im Norden erwartet

Doch das Wochenende bringt in der ersten Woche der Sommerferien neben einem möglichen Stau-Chaos auch starke Unwetter über Niedersachsen und Bremen. Am Samstag ist es laut Deutschem Wetterdienst am Vormittag zunächst noch sonnig, bis es zum Mittag hin umschlägt. Besonders zwischen Emsland und Weserbergland entstehen Regenschauer und teils kräftige Gewitter. Auch im restlichen Niedersachsen ist damit zu rechnen. Abseits der Gewitterwolken bleibt schwacher bis mäßiger Wind. Trotz des Regens wird es sommerlich warm: Bis zu 29 Grad sind am Samstag bei schweren Unwettern möglich.

Den Norden erwarten starke Regenfälle und Gewitter am Wochenende.

Am Sonntag verschärft sich das Unwetter erneut. Dann sollen am Nachmittag schwere Unwetter über ganz Niedersachsen ziehen. Die warmen Sommer-Temperaturen bleiben dennoch. Bei schwüler Luft kratzt das Wetter am Sonntag wieder an der 30-Grad-Marke.

Erneute Unwetter in Hochwasser-Gebieten

In anderen Teilen Deutschland drohen erneut starke Unwetter, auch in den Gebieten, die gerade erst von der teils tödlichen Flut betroffen waren. Am Samstag und Sonntag soll sich wieder eine unbeständige und schwülwarme Wetterlage in Deutschland einstellen. Das Tief aus Westen bringe erneut kühle Luftmassen und die treffen auf vorhandene schwüle und feuchte Bereiche. Die Folge sind neue Schauer, Gewitter und Unwetter, die auch die Hochwasser-Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bedrohen könnten. Lokal sei Starkregen mit 20 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter möglich, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Auch in den von der Katastrophe betroffenen Gebieten droht erneut starker Regen.

„Wir erwarten zwar keine flächendeckenden Niederschläge wie vergangenen Mittwoch und Donnerstag, allerdings kann es hier und da regional ordentlich starke Gewitter geben“, erklärt Jung. Punktuell sei Starkregen möglich und der berge laut dem Wetter-Experten die Gefahr lokaler Sturzfluten.

Starkregen: Süd-Westen Deutschlands bedroht

Vor allem in den Flutgebieten sei dieses Wetter nicht ungefährlich. Denn in den Regionen ist das Erdreich noch extrem aufgeweicht und aufgewühlt. „Das kann leicht neue Erdrutsche auslösen, aber auch kurzzeitig ansteigende Flusspegel. Diese Lage gilt es genau im Auge zu behalten“, warnt Jung.

Bisher ist vor allem der Westen und Südwesten von Deutschland von den neuen Unwettern bedroht. Lokal bilden sich in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland aber auch Hessen und Baden-Württemberg neue Schauer und teils kräftige Gewitter. Welche Regionen das ungemütliche Wetter genau trifft, bleibt abzuwarten.

Wetter verhindert bessere Erdbeerernte

Starkregen, Hagel, Fröste und Schimmel haben in dieser Saison eine bessere Erdbeerernte verhindert. Die Experten rechnen in diesem Jahr mit einem durchschnittlichen Hektarertrag von 85 Dezitonnen im Freilandanbau, wie das Statistikamt Nord am Donnerstag berichtete. Dies läge weit unter dem sechsjährigen Mittelwert von 117 Dezitonnen. Im Anbau unter Folientunneln bedeuteten knapp 160 Dezitonnen je Hektar ein Minus von 13 Prozent zum endgültigen Ergebnis der Vorjahreserhebung. Die voraussichtliche gesamte Erntemenge wird auf 6500 Tonnen geschätzt.

Das Wetter hat eine bessere Erdbeerernte verhindert.

Die Erdbeeren-Freilandfläche beträgt in diesem Jahr 851 Hektar. Davon entfielen 621 Hektar auf ertragsfähige Pflanzen. Unter Folientunneln wurden Erdbeeren auf 78 Hektar angebaut.

Besser fiel die Spargelernte aus, die witterungsbedingt ebenfalls verspätet begann. Den Durchschnittsertrag gab das Statistikamt mit knapp 50 Dezitonnen je Hektar an. Dies liefe auf eine Erntemenge von 1940 Tonnen hinaus und damit auf ein Plus von gut 19 Prozent zum vorjährigen Endergebnis. 2020 waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie stärker als in diesem Jahr. So fehlten mehr Erntehelfer aus dem Ausland. Die Anbaufläche betrug in diesem Jahr 479 Hektar, von denen auf 392 Hektar ertragsfähige Pflanzen standen. Zunächst wurden nach dem kalten und nassen April und Mai nur geringe Mengen geerntet, dann wurden aber gute bis sehr gute Erträge erzielt.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Arne Dedert

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