Hannover unterbricht Maschseefest

Unwetter im Norden stört den Bahnverkehr und richtet Schäden an

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Durch den Starkregen sind auch Autos beschädigt worden.

Hannover - Gewitter und Starkwind sind am Donnerstag über Niedersachsen und Bremen gezogen. Während des Unwetters wurden einige Bäume entwurzelt und Autos beschädigt, teilte die Polizei mit. Menschen kamen nach ersten Angaben nicht zu Schaden.

Schon am Nachmittag wurden wegen drohender Unwetter alle Stände und Restaurants auf dem Maschseefest in Hannover geschlossen. Nach der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes seien teils heftige Gewitter und starker Regen und Hagel zu erwarten, teilte die Stadt Hannover mit. Das knapp dreiwöchige Stadtfest lockt täglich Zehntausende Besucher. Am Abend kündigte die Stadt auf ihrer Internetseite an, dass einige Stände auf dem Maschseefest ab 19.30 Uhr wieder öffnen sollen. 

Im Weserbergland wurden durch Starkregen und zum Teil orkanartige Böen einige Bäume entwurzelt. Von einem Baum auf einem öffentlichen Parkplatz in Holzminden brachen mehrere große Äste ab und beschädigten die darunter parkenden Autos teilweise schwer, wie die Polizei mitteilte. Die Einsatzkräfte räumten sie aus dem Weg. 

Auch im Kreis Osnabrück stürzten Bäume um und trafen auch parkende Autos. In Bremen hielt ein Gerüst dem starken Wind nicht ganz stand. In Hildesheim fielen der Polizei zufolge ein paar Verkehrsschilder auf Straßen. Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen nirgendwo verletzt. Andernorts fiel das Gewitter milder aus. „Bei uns ist das ein schöner warmer Landregen“, hieß es von der Polizei in Northeim/Osterode. 

Das Unwetter beeinträchtigte auch den Bahnverkehr in Niedersachsen und Bremen. So gab es am Donnerstagabend etwa Verzögerungen auf der Strecke von Berlin in Richtung Nordrhein-Westfalen. Ein Teilstück zwischen Wolfsburg und Hannover war vorübergehend gesperrt. Auch die ICE-Strecke zwischen Bremen und Osnabrück war abends gesperrt. 

Reisende sollten sich auf der Internetseite der Bahn über ihre Verbindung und mögliche Verspätungen informieren, riet ein Sprecher. Auch auf anderen Strecken im Land gab es Einschränkungen. Größere Unwetter-Folgen im Flugverkehr gab es an den Airports Bremen und Hannover bis zum Abend nicht. Lediglich ein paar einzelne Flüge landeten dort nicht. Ob das Gewitter dafür verantwortlich war, konnte nicht ermittelt werden, hieß es. 

Im Nordwesten von Deutschland bestand nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes ein geringes Tornado-Potenzial. Ein solches Ereignis war nach DWD-Angaben bis zum Abend in Niedersachsen und Bremen aber nicht eingetreten.

dpa

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