Rheinmetall im Fokus

Rüstungsgegner blockieren Munitionsfabrik in Lüneburger Heide

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Zahlreiche Rüstungsgegner blockieren Zufahrten von Rheinmetall in Unterlüß.

Unterlüß - Rüstungsgegner haben das Werk des Panzerbauers Rheinmetall in Unterlüß in der Lüneburger Heide blockiert. Der Protest der rund 40 Demonstranten verlaufe vollkommen friedlich, teilte die Polizei am Montag mit.

Mit Sitzblockaden an mehreren Zufahrten wollte das Jugendnetzwerk für politische Aktionen ein Zeichen gegen Waffenproduktion und Rüstungsexporte setzen. „Für unsere Aktion gegen Krieg und Militarismus haben wir den Ansatzpunkt Rheinmetall gewählt, weil das Unternehmen mit dafür verantwortlich ist, dass gewaltvolle Konflikte in aller Welt aufrecht erhalten werden und Fluchtursachen entstehen“, sagte die Sprecherin der Initiative, Fiona Rucke. 

Bereits auf der Rheinmetall-Hauptversammlung in der vergangenen Woche hatte der geplante Ausbau des Türkeigeschäfts für Proteste gesorgt. Der Konzern will türkische Leopard II-Panzer modernisieren.

Proteste bereits am Wochenende

Auch in Unterlüß hatte es am Wochenende schon Proteste gegeben, so am Sonntag einen Friedensgottesdienst und seit Freitag ein Camp von Rüstungsgegnern auf dem Dorfplatz. „Es gilt nach wie vor, dass mehr Waffen und Militär das Risiko von Konflikten stets erhöhen statt senken“, sagte Rucke.

„Wir als junge Menschen können daher nicht tatenlos zusehen, wenn vor unserer Haustür ohne Aufschrei Panzer sowie Munition und damit reine Tötungsmaschinen hergestellt werden.“ Das Jugendnetzwerk ist einer der Preisträger des Aachener Friedenspreises 2017.

dpa

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