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Ungeimpfter Arzt leitet Gesundheitsamt in Niedersachsen

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Von: Fabian Raddatz

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Ein Oberkörper mit weißem Kittel und Stethoskop.
Ein ungeimpfter Arzt hat die Leitung eines Gesundheitsamts in Niedersachsen übernommen. (Symbolbild) © pixabay/orzalaga

Arzt und ungeimpft: Clemens Hanne leitet ein Gesundheitsamt in Niedersachsen. Den derzeitigen Corona-Impfstoffen vertraue er nicht, sagt er.

Lüchow-Dannenberg – Ein Impfgegner sei er nicht, betont Clemens Hanne. Der Mediziner leitet seit Anfang des Jahres das Gesundheitsamt im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Geimpft ist er nicht. Aus rein persönlichen Gründen habe er sich gegen eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff entschieden, sagte Hanne der „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ (EJZ).

Deutscher Landkreis:Lüchow-Dannenberg
Bevölkerung:48.424 (2019)
Landrätin:Dagmar Schulz (parteilos)
Hauptstadt:Lüchow

Die Technologie sei neu und die Zulassung schneller als gewöhnlich erfolgt. Impfungen seien „ein großer Segen für die Menschheit und eine der größten Errungenschaften der Medizin“, so Hanne in der EJZ. Gegen einen sogenannten Totimpfstoff habe er nichts einzuwenden, sagt er. Ein solches Vakzin des US-Herstellers Novavax soll voraussichtlich ab Ende Februar in Deutschland erhältlich sein.

Ungeimpfter Arzt leitet Gesundheitsamt in Niedersachsen: Landrätin sieht kein Problem

Dass der Leiter des Gesundheitsamts ungeimpft sei, hält Lüchow-Dannenbergs Landrätin Dagmar Schulze für kein Problem. Über Hanne seien bislang keine impfkritischen Äußerungen oder Beschwerden von Mitarbeitern bekannt, sagte Schulze in der „EJZ“.

Sie weiß nicht, ob Hanne im Amt bleibt, wenn die Impfpflicht im Gesundheitswesen greift. Laut „EJZ“ ist der Arzt zu Jahresbeginn aus dem Ruhestand zurückgekehrt. Die Leitung des Gesundheitsamts habe er übernommen, um eine neue leitende Amtsärztin drei Jahre lang auszubilden. Sie soll danach Hannes Posten übernehmen.

Neuer Gesundheitsamt-Leiter ist nicht geimpft: Ermittlungen gegen Ärzte aus Niedersachsen

Wegen der Verbreitung von Corona-Falschinformationen und Ausstellen falscher Atteste laufen derzeit Ermittlungen gegen etwa 50 Ärzt aus Niedersachsen.

So sorgte etwa der Fall einer Ärztin aus Duderstadt im Landkreis Göttingen für Aufsehen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Frau wegen des Verdachts auf Ausstellung falscher Corona-Atteste in mehreren Fällen. Die Ärztin soll Kindern zudem bescheinigt haben, dass sie von sämtlichen von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen freizustellen seien.

Ein Arzt aus Niedersachsen musste hingegen unter Polizeischutz gestellt werden, weil er Todesdrohungen von Impfgegnern erhielt. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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