Gericht wartete auf Gutachten

Nach Unfalltod des Fußball-Profis Malanda: Prozesstermin im Juli

Minden - 18 Monate nach dem Unfalltod des Wolfsburger Fußballprofis Junior Malanda verhandelt das Amtsgericht Minden am 4. Juli gegen den Unglücksfahrer.

Das erklärte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat den zum Unfallzeitpunkt 20-jährigen belgischen Fußballer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er soll auf der Autobahn A2 bei Porta Westfalica bei Nässe und einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Stundenkilometern deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein.

Sein Freund Malanda saß unangeschnallt auf der Rückbank und war bei dem Unfall am 10. Januar 2015 aus dem Auto geschleudert worden. Der Prozess hatte sich immer wieder verzögert. Das Amtsgerichts Minden hatte monatelang auf ein medizinisch-technisches Gutachten gewartet. Darin geht es um die Frage, ob Malanda überlebt hätte, wenn er angeschnallt gewesen wäre.

Damit wollen die Richter klären, inwieweit der beschuldigte Fahrer tatsächlich seine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Dieses Gutachten liegt jetzt vor.

dpa

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