Frau wollte Senior noch warnen

Tödlicher Unfall auf Bahnübergang: Zug erfasst 81-Jährigen 

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Zahlreiche Einsatzkräfte waren am Unfallort.

Ein Zug hat in Vechta einen 81-Jährigen erfasst, der mit seinem Fahrrad den Bahnübergang überqueren wollte. Der Senior starb noch am Unfallort.

  • Senior stirbt nach Kollision mit Zug am Bahnübergang in Vechta
  • Er wollte mit seinem Rad den unbeschrankten Radweg passieren
  • Zugführer und Fahrgäste standen unter Schock

Vechta - Zu dem tödlichen Unfall kam es am Dienstag gegen 18.40 am Bahnübergang der Oldenburger Straße in Vechta. Laut Polizeiangaben wollte der 81-jährige Mann aus Vechta mit seinem Fahrrad den Bahnübergang aus Richtung Innenstadt überqueren. 

Bahnübergang Vechta: Radweg ist unbeschrankt

Als sich der Mann dem Bahnübergang auf dem Radweg näherte, waren die Halbschranken auf der Oldenburger Straße laut Zeugenaussagen bereits geschlossen, der Radweg ist jedoch unbeschrankt. 

Auf der anderen Seite der Bahngleise wartete eine Frau auf dem Radweg, die von ihrem Rad abgestiegen war, da sich die Nordwestbahn aus Richtung Delmenhorst bereits näherte. Die Frau hatte noch versucht, den 81-Jährigen vor dem heranfahrenden Zug zu warnen. Der Senior fuhr jedoch unvermittelt auf seinem Fahrrad weiter. Beim Passieren der Gleise wurde er von der Nordwestbahn erfasst und dabei tödlich verletzt

Zugunfall in Vechta: Fahrgäste unter Schock

In der Nordwestbahn befanden sich rund 20 Fahrgäste. Der 44-jährige Zugführer leitete kurz vor der Kollision noch eine Gefahrenbremsung ein, konnte den Zusammenprall zwischen dem Rad und der Nordwestbahn jedoch nicht mehr verhindern. Der Zugführer erlitt einen Schock und wurde nach dem Unfall ärztlich betreut. Auch die Bahnreisenden standen zum Teil unter Schock und wurden ebenfalls ärztlich betreut. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Vechta begleiteten die Reisenden aus dem Zug. 

Unfall in Vechta: Oldenburger Straße voll gesperrt

Es wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet, der die Fahrgäste zum Ziel brachte. Neben Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr war auch das Kriseninterventionsteam der Malteser im Einsatz, das sich um die Unfallbeteiligten und die schockierten Fahrgäste kümmerte. Die Oldenburger Straße musste für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen für rund drei Stunden voll gesperrt werden, eine Umleitung wurde eingerichtet

Nicht der erste schwere Zugunfall in Vechta

In Vechta ist es bereits mehrfach zu teilweise tödlichen Unfällen am Bahnübergang gekommen. Im April 2015 wurde ein Ehepaar lebensgefährlich verletzt. Im Juli 2016 ist ein Auto in einen Zug gerast. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Ein Autofahrer ist im September 2019 gestorben, nachdem eine Regionalbahn mit seinem Wagen kollidiert war.

Die Bahn hatte angekündigt, die Zahl der Unfälle an Übergängen weiter senken zu wollen.

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