Tag des Waldes am Donnerstag

Bundesstiftung Umwelt: Naturnahe Wälder immens wichtig fürs Klima

Naturnahe Wälder haben im fortschreitenden Klimawandel eine immense Bedeutung. Darauf weißt Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hin - besonders wichtig ist die dort anzutreffende Artenvielfalt.

Osnabrück - Die DBU hat zum Tag des Waldes an diesem Donnerstag auf die Bedeutung naturnaher Wälder im fortschreitenden Klimawandel hingewiesen. Wenn heimische Mischwälder ohne Eingriffe des Menschen sich selbst überlassen blieben, biete das Totholz vielen Pflanzen-, Tier- und Pilzarten gute Lebensbedingungen, teilte die Stiftung am Mittwoch mit. Die Artenvielfalt sei für die Anpassung an klimabedingte Veränderungen enorm wichtig, sagte Werner Wahmhoff, Leiter des DBU Naturerbes, der gemeinnützigen Tochter DBU.

„Je höher die Artenvielfalt, desto höher die Chance, dass zumindest einige Tiere und Pflanzen mit sich verändernden Umweltbedingungen, wie etwa durch den Klimawandel, umgehen können“, betonte Wahmhoff. Naturnahe Wälder würden daher bei einem fortschreitenden Klimawandel immer wichtiger. Allerdings seien noch mehr als 95 Prozent der Waldfläche Deutschlands „aufgeräumte“ Wirtschaftswälder mit hohem Nadelholzanteil.

Militärisch genutzte Gebiete umfunktioniert

Die Naturerbe-Gesellschaft verwaltet nach eigenen Angaben für den Bund Wälder, Flüsse und Seen, Moore, Küsten und Gebirge, die sich zu wertvollen Lebensräumen für wildlebende Tiere und Pflanzen entwickelt haben. Viele dieser bislang 70.000 Hektar an Flächen wurden früher militärisch genutzt oder liegen entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Sie sollen sich naturnah weiterentwickeln dürfen.

Rund 53.800 Hektar der Naturerbe-Flächen sind Wälder. Ende 2018 entwickelten sich davon bereits 30 Prozent ohne menschliche Einflüsse. Damit flankiere die Stiftungstochter ein Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, erläuterte Wahmhoff. Danach sollen sich mindestens fünf Prozent der Wälder in Deutschland zukünftig natürlich entfalten.

Der Weg vom Wirtschaftswald zum naturnahen Idyll ist laut Wahmhoff jedoch lang und kann mehrere Jahrzehnte dauern. Die Naturerbe-Gesellschaft müsse mitunter nachhelfen, etwa indem sie Laubbäumen genügend Platz und Licht verschaffe. Die Laubmischwälder und die alten, lichten, über 100-jährigen Kiefernbestände würden unmittelbar einer freien Entwicklung überlassen.

epd

Rubriklistenbild: © dpa

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