1. Startseite
  2. Lokales
  3. Niedersachsen

Bundeswehr-Flieger landet mit Ukraine-Verletzten in Niedersachsen

Erstellt:

Von: Fabian Raddatz

Kommentare

Ein A310 MedEvac der deutschen Luftwaffe steht neben Krankenwagen auf dem Rollfeld des Hannover Flughafen.
Rettungskräfte nehmen die Verletzten am Flughafen in Empfang. © Ole Spata/dpa

Am Mittwochabend landete ein Airbus A310 der Luftwaffe auf dem Flughafen in Hannover. An Bord: 14 schwerstverletzte Kriegsopfer aus der Ukraine.

Hannover – Die Luftwaffe bringt weitere kriegsverletzte Ukrainer zur Behandlung nach Deutschland. Dazu startete am Mittwoch, 20. April 2022, ein Evakuierungsflug von Köln zum Flughafen der polnischen Stadt Rzeszow und landete am späten Nachmittag in Hannover.

Der Flug sei Amtshilfe für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), teilte der Sanitätsdienst der Bundeswehr mit. Mit dem Spezialflugzeug A310 MedEvac wurden – wie schon Anfang vergangener Woche – Kinder und Erwachsene ausgeflogen, um in Deutschland schwerste Verletzungen besser medizinisch versorgen zu können.

Bundeswehr-Flieger landet mit Ukraine-Verletzten in Niedersachsen: „Möglichst bald wieder gesund werden“

Der A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Luftwaffe. Verletzte werden in der Luft von Sanitätssoldaten weiterbehandelt. In der Vergangenheit waren auch verwundete ukrainische Soldaten nach Deutschland gebracht worden. Außerdem gab es zivile Hilfstransporte. Die Stadt Rzeszow liegt rund 90 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und ist ein wichtiges Drehkreuz für die Unterstützung der Ukraine.

14 Patientinnen und Patienten werden nun in Niedersachsen behandelt. „Die ankommenden Frauen, Männer und Kinder können hier umgehend und weit weg von den Kriegshandlungen medizinisch weiterversorgt werden. Ich hoffe, dass sie möglichst bald wieder gesund werden“, sagte der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Die Hilfsbereitschaft unter der deutschen Bevölkerung sei herausragend. „Den Menschen, die durch den Krieg teils über Nacht fast alles verloren haben und jetzt hier in Niedersachsen ankommen, können wir so zumindest die dringlichste Hilfe zukommen lassen. Der Schmerz aufgrund des weiterhin andauernden Krieges in der Ukraine kann damit allenfalls gelindert werden.“

So viele starben bislang im Ukraine-Krieg

In dem Konflikt sind nach Schätzungen der UN bislang rund 2000 Zivilisten getötet worden, darunter mindestens 170 Kinder (Stand: 18. April 2022). Derzeit droht Russland unter Wladimir Putin mit der „Vernichtung“ aller.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am 12. März vor Vertretern der Presse von 1300 toten ukrainischen Soldaten. Russland habe bis zum 13. April bislang 19.800 Soldaten verloren, so das ukrainische Militär.

Russland selbst behauptete bislang nur einmal am 2. März, es seien rund 500 eigene Soldaten gefallen. Die Zahlen aus den Vereinigten Staaten liegen zwischen den Angaben aus Kiew und Moskau. Der US-Nachrichtendienstes DIA gibt die Zahl toter russischer Soldaten mit 2000 bis 4000 an (Stand: 9. März). Das sei jedoch eine vage Schätzung. (Mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare