Übernahme und Entlassung: Wirbel um Metronom

Die Eisenbahngesellschaft Metronom hat ihre beiden Geschäftsführer entlassen

Uelzen - Wirbel um die Eisenbahngesellschaft Metronom in Uelzen: Der Mehrheitseigner der niedersächsischen Privatbahn - die britische Arriva - wird aller Voraussicht nach von der Deutschen Bahn übernommen.

Zeitgleich teilte Metronom am Donnerstag die Entlassung seiner beiden Geschäftsführer mit. Einen Zusammenhang gibt es aber wohl nicht. Mit der Geschäftsführung ist vorläufig das Vorstandsmitglied Wolfgang Birlin beauftragt.

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Deutsche Bahn: Arriva stimmt Übernahme zu

Die sofortige Abberufung des Führungsduos Henning Weize und Carsten Hein sei am Mittwoch den Verwaltungsmitarbeitern mitgeteilt worden, sagte am Donnerstag Unternehmenssprecherin Tatjana Festerling. Sie bestätigte damit einen Bericht der Lüneburger „Landeszeitung“. Zu den Gründen der Entscheidung wollte sich die Eisenbahngesellschaft am Donnerstag nicht äußern.

Aus Mitarbeiterkreisen hieß es, Anlass sei eine Kündigung des IT-Vertrags mit der Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE), die für das IT-Netz der Metronom-Gesellschaft zuständig war. Mit der IT habe es seit längerem massive Schwierigkeiten gegeben. Die OHE ist Gesellschafter der Metronom Eisenbahngesellschaft und gehört zum Großteil der britischen Nahverkehrsgesellschaft Arriva, die am Donnerstag einem Übernahmeangebot der Deutschen Bahn zustimmte.

Er gehe aber davon aus, dass die Bahn die Arriva-Beteiligungen in Deutschland aus Wettbewerbsgründen wieder abgeben müsse, sagte Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube am Donnerstag. Arriva ist in zwölf europäischen Ländern aktiv. In Deutschland macht das britische Unternehmen der Deutschen Bahn im Regionalverkehr Konkurrenz - unter anderem in Niedersachsen mit der Metronom-Gesellschaft.

Ein möglicher Grund für die Entlassung liegt auch in der Höhe der Löhne für Metronom-Mitarbeiter. Diese sollen dem Gesellschafter Benex (Hamburger Hochbahn) ein Dorn im Auge gewesen sein. Auf keinen Fall aber habe die Entlassung kriminelle Hintergründe, sei den Mitarbeitern von der Leitung mitgeteilt worden.

Für die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) kam die Entscheidung „völlig überraschend“. „Wir bedauern das Ausscheiden der beiden Geschäftsführer“, sagte Sprecherin Kerstin Heinemann. Der Erfolg des Unternehmens sei untrennbar mit ihnen verbunden. Die LNVG hoffe, dass die Entscheidung keinen Einfluss auf die laufenden Projekte habe. Metronom fährt Regionalzüge zwischen Göttingen, Hamburg und Cuxhaven.

dpa

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