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Zyklon-Alarm im Norden: „Zeynep“ rast heran – schwere Sturmfluten drohen

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Von: Johannes Nuß

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„Zeynep“ stürmt mit bis zu 180 km/h auf uns zu. Ab Freitagnacht wird es in Niedersachsen teils lebensbedrohlich. Es droht der heftigste Sturm seit 50 Jahren.

+++ Dieser News-Ticker ist beendet. Lesen Sie hier alle fortlaufenden Entwicklungen zum Sturm Zeynep +++

Update vom 18. Februar 2022, 12:00 Uhr: Der für die Nacht zu Samstag vorhergesagte Orkan erreicht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen Mitternacht die Nordseeküste. Dort werden demnach Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern erwartet. In der zweiten Nachthälfte trifft „Zeynep“ auf die Ostseeküste und lässt dann allmählich nach. „Damit ist die Unwettergefahr erst einmal gebannt“, sagte ein DWD-Meteorologe am Freitag in Offenbach.

Trotzdem bleibt es laut DWD aber mindestens bis zum Montag in Deutschland stürmisch. „Es kehrt einfach keine Ruhe ein“, sagte der Meteorologe. Zu dem stürmischen Wetter geselle sich ein ungemütlicher Mix aus Regen und Graupelschauern.

Wegen „Zeynep“: Bahn stellt Zugverkehr im Norden ein

Update vom 18. Februar 2022, 11:45 Uhr: Kaum begann sich der Bahnverkehr im Norden nach Orkan „Ylenia“ wieder zu normalisieren, wird er nun wieder eingestellt. Das kündigte nun die Deutsche Bahn an. Worauf sich Reisende heute und die kommenden Tage einstellen müssen, das lesen Sie hier: Bahn stellt Zugverkehr im Norden ein.

Feuerwehren in Ostfriesland warnen vor Aufenthalt im Freien

Update vom 18. Februar 2022, 10:45 Uhr: Die Feuerwehren in Ostfriesland empfehlen Bürgern dringend während des anstehenden Sturms möglichst in ihren Häusern zu bleiben. Zudem empfiehlt der Feuerwehrverband Ostfriesland einen Aufenthalt an der Nordsee zu meiden. Der Sturm hat darüber hinaus auch Einfluss auf den Schiffsverkehr.

Ein Aufenthalt im Freien berge in der Zeit des Orkans große Gefahren, teilte der Feuerwehrverband mit, etwa durch umfallende Bäume oder herabstürzende und umherfliegende Gegenstände. Die Feuerwehr rät deshalb davon ab, durch Wälder zu gehen.

Das Orkantief „Ylenia“ hat auf der ostfriesischen Insel Norderney für hohe Wellen gesorgt.
Nachdem Orkan „Ylenia“ in der Nacht zu Donnerstag den Norden Deutschlands kräftig durchgeblasen hat, marschiert Tief „Zeynep“ strammen Fußes auf uns zu und wird die Küstengebiete im Laufe des Freitags erreichen. © Volker Bartels/dpa

An der Nordsee bestehe darüber hinaus die Gefahr, von Wellen erfasst und ins Meer gezogen oder zu Sturz gebracht zu werden. Der Feuerwehrverband empfiehlt, Gegenstände an der freien Luft zu sichern. Zudem bittet der Verband um Geduld bei der Alarmierung der Rettungskräfte und fordert Bürger auf, Anweisungen der Feuerwehrleute Folge zu leisten.

Auf der Weser führen die Regenfälle des vergangenen sowie des anstehenden Unwetters zu erhöhten Pegelständen. Das führt zu Einschränkungen unter anderem im Fährverkehr. So muss beispielsweise die Weserfähre in Großenwieden im Landkreis Hameln-Pyrmont bis auf Weiteres ihren Betrieb einstellen, wie eine Landkreissprecherin mitteilte.

Orkan „Zeynep“ rast heran – Angst vor Sturmfluten wächst

Update vom 18. Februar 2022, 10:30 Uhr: Das Orkantief „Ylenia“ ist über Niedersachsen und Bremen hinweggefegt, da wird schon „Zeynep“ erwartet. Von Freitagnachmittag an soll der Wind im Nordwesten wieder deutlich zunehmen und seinen gefährlichen Höhepunkt am Abend und in der ersten Nachthälfte zum Samstag erreichen, hieß es beim Deutschen Wetterdienst (DWD).

Blick auf den Strand und die Abbruchkante auf der Insel Wangerooge beim Durchgang des Sturmtiefs Ylenia.
Die Angst vor einer Sturmflut durch Orkan „Zeynep“ wächst – vor allem auf Wangerooge. Hier hatte bereits Sturmtief „Ylenia“ am Donnerstag stark gewütet. © Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa

Insbesondere auf den Ostfriesischen Inseln und an exponierten Lagen seien extreme Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Stundenkilometern zu erwarten, sagte eine DWD-Meteorologin. Für das Binnenland rechnet der Wetterdienst erneut mit orkanartigen Böen und Orkanböen der Stärke 11 und 12.

So ist besonders auf Wangerooge die Angst vor den Fluten groß. Wenn der Wasserpegel der Sturmflut auf etwa 2,25 Meter steigen sollte, würde das den Verlust des kompletten Hauptstrandes bedeuten. Die Fluttore sollten geschlossen werden, um eine Katastrophe zu verhindern. Aber auch im Weser- und Elbegebiet rechnet das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mit Sturmfluten.

Achtung Lebensgefahr! Wetter-Experte warnt vor Orkan „Zeynep“

Wetter-Experte Jan Schenk vom The Weather Channel warnt bei Focus Online vor Orkan „Zeynep“. Die Winde könnten in der Nacht 180 km/h über Wasser und 160 km/h an der Küste erreichen. Es bestehe Lebensgefahr, so Schenk. Er appelliert: „Bitte bleiben Sie ab heute Abend zu Hause.“

Er habe noch nie so hohe Windgeschwindigkeiten in der Nordsee gesehen, so Schenk: „Solche Windgeschwindigkeiten erwartet man bei Hurrikanen. Dieser Orkan ist außergewöhnlich stark und lebensgefährlich!“ Solche Windspitzen an der niedersächsischen Küste hätte es seit 1976 nicht mehr gegeben – seit fast einem halben Jahrhundert.

Update vom 17. Februar 2022, 17:20 Uhr: Hannover/Bremen/Hamburg – Orkan „Zenyep“ ist noch nicht ganz da, da überschlagen sich die Meldungen über die zu erwartenden Windgeschwindigkeiten: In der Nacht von Freitag auf Samstag könnte sich der Orkan sogar noch zu einem Bomben-Zyklon entwickeln.

Es deutet vieles darauf hin, dass sich ein sogenannter Shapiro-Keyser-Zyklon entwickelt. Das bedeutet, dass die Winde in der Spitze bis zu 160 Kilometer in der Stunde erreichen können. Über dem Wasser der Nordsee könnten es sogar bis zu 180 km/h werden. So heftig hat es in Norddeutschland seit 30 Jahren nicht gestürmt.

Zyklon-Alarm im Norden: „Zeynep“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern in der Stunde

Was ist ein „Bomben-Zyklon“?

Von „Bomben-Zyklon“ sprechen in Deutschland eigentlich nur die Medien. Meteorologen bezeichnen das Wetterphänomen, das vor allen Dingen in den kalten Jahreszeiten zwischen Oktober und März auftreten kann, als sogenannte „Bombogenese“. Damit klassifizieren Wetterforscher einen Sturm dann, wenn innerhalb von 24 Stunden der Luftdruck um mindestens 24 Hektopascal abfällt. Das geschieht beim Aufeinandertreffen von kalter arktischer und milder Luft aus den mittleren Breitengraden. Häufig tritt das Wetterphänomen mit Blizzard-Bedingungen, heftigen Winden und starken Niederschlagen auf. Dies wird in der Nacht von Freitag auf Samstag über der Nordsee der Fall sein. (jon)

Das wird aus dem Grund passieren, weil bei „Zeynep“ gleich mehrere verschiedene Faktoren zusammenspielen. Allein das macht den Sturm am Wochenende so gefährlich. Innerhalb von 15 Stunden wird den Vorhersagen zufolge der Kerndruck des Tiefs um fast 40 Hektopascal sinken, was „Zeynep“ explosionsartig in einen Bomben-Zyklon verwandeln wird.

Doch es spielen noch weitere Faktoren mit hinein, die „Zeynep“ so gefährlich machen. Noch ist die Kaltfront verdächtig schwach. Mit Blick auf eine aufziehende Warmfront, die zudem noch extrem wetter aktiv ist, könnte sich so ein Shapiro-Keyser-Zyklon entwickeln. Das bringt einen sogenannten String-Jet mit sich, der im Orkankern auftreten kann. Dabei kann der Jet aus bis zu zehn Kilometern Höhe vollständig bis zum Boden durchschlagen. Unter normalen Wetterbedingungen ist dies normalerweise ausgeschlossen. (jon/dpa)

Orkan-Alarm in Norddeutschland: mit „Zeynep“ ist der nächste heftige Sturm im Anmarsch

Erstmeldung vom 17. Februar 2022, 16:32 Uhr: Hannover/Bremen/Hamburg – Der Wind dreht kräftig auf in Norddeutschland: Die Bilanz zu Orkan „Ylenia“ konnte noch überhaupt nicht richtig gezogen werden in Niedersachsen, Bremen und Hamburg, da steht mit „Zeynep“ schon der nächste Wintersturm auf der Matte. Die Feuerwehren im Land waren die ganze Nacht zum Donnerstag, 17. Februar 2022, im Dauereinsatz, am Morgen stellte schließlich die Bahn den Verkehr in Norddeutschland ein, ein Mann wurde in seinem Fahrzeug auf einer Landstraße von einem umfallenden Baum erschlagen. Allein im Oldenburger Land rückten die Einsatzkräfte mehr als 430 Mal aus.

Und mit Tief „Zeynep“ wird das kommende Wochenende nicht viel ruhiger, warnt der Deutsche Wetterdienst bereits jetzt. Die Einsatzkräfte können nur kurz durchatmen – mit „Zeynep“ ist der nächste heftige Wintersturm im Anmarsch. „Es zieht noch ein Orkan auf“, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg am Donnerstag. „Zeynep“ könnte in Teilen noch stärkere Orkanböen bringen. Vor allem der Norden Deutschlands mit Hamburg, Bremen und Niedersachsen soll von dem neuen Sturm betroffen sein.

Ab dem Freitagnachmittag wird der Wind im Nordwesten erneut spürbar auffrischen und seinen Höhepunkt am Abend und in der ersten Nachthälfte zum Samstag erreichen. Insbesondere auf den Ostfriesischen Inseln und auf exponierten Lagen seien extreme Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde zu erwarten, sagte eine DWD-Meteorologin. Für das Binnenland rechnet der Wetterdienst erneut mit orkanartigen Böen und Orkanböen der Stärke 11 und 12.

Sturm „Zeynep“ rast über Niedersachsen hinweg: Städte und Kreise entscheiden über Unterrichtsausfall

Schülerinnen und Schüler mussten bereits am Donnerstag wegen des Orkantiefs in vielen Teilen Niedersachsens nicht in die Schule gehen. Der Präsenzunterricht fiel an vielen allgemein- und berufsbildenden Schulen aus. Auch die Schulbeförderung wurde witterungsbedingt vielerorts ausgesetzt. Die Entscheidung, ob Unterricht möglich ist oder nicht, treffen die Kreise und kreisfreien Städte, wie das Kultusministerium mitteilte. Unter anderem hatte der Landkreis Rotenburg die Schule ausfallen lassen.

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Auch am Donnerstagnachmittag werden weitere Sturmböen zwischen 75 km/h und 95 km/h (Windstärke neun bis zehn) aus westlichen Richtungen erwartet. In Schauernähe und an den Küsten können einzelne schwere Sturmböen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Ab dem frühen Donnerstagabend lässt dann der Wind zunächst langsam nach, es sind aber immer noch Böen zwischen 50 und 70 km/h, teilweise auch bis zu 80 km/h möglich.

Orkan „Zeynep“ trifft auf Norddeutschland: Orkanböen zwischen 100 und 120 Kilometer pro Stunde möglich

In der Nacht zu Freitag wird der Wind zunächst abflauen, bevor gegen Mittag schließlich Orkan „Zeynep“ auf die nördlichen Küstenregionen Deutschlands treffen und für erste schwere Sturmböen sorgen wird. Freitagabend und in der Nacht zum Samstag wird der Höhepunkt des Unwetters erwartet. Dann sind Orkanböen zwischen 100 und 120 Kilometer pro Stunde möglich, warnt der DWD.

Am Samstag zeigt sich das Wetter schließlich wechselnd bewölkt. Von Ostfriesland bis hin ins Wendland kann es immer wieder einzelne Schauer geben, an der See einzelne Gewitter. In höheren Lagen werden Schneeschauer erwartet, die Höchsttemperaturen werden bei um acht Grad Celsius erwartet. Anfang des Tages werden noch Sturmböen aus westlicher Richtung erwartet, die am Abend stärker werden können – dann aber aus südwestlicher Richtung.

In der Nacht zum Sonntag ist der Himmel bedeckt und es regnet im gesamten Nordwesten. Im Oberharz bei 0 Grad Schnee, sonst Tiefstwerte um 3 Grad. Mäßiger bis frischer südwestlicher Wind, teilweise stürmische Böen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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