Tui verringert Quartalsverlust

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Der Tourismuskonzern Tui, der auch an der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd beteiligt ist, hat seine saisonal bedingten Verluste im ersten Geschäftsquartal verringert.

Hannover - Der Tourismuskonzern Tui hat seine saisonal bedingten Verluste im ersten Geschäftsquartal trotz der Flaute im Reisegeschäft verringert. Hauptgründe waren Kosteneinsparungen in der Verwaltung, eine Steuergutschrift und ein besseres Finanzergebnis.

Außerdem befindet sich die Tui-Beteiligung Hapag-Lloyd auf Erholungskurs. Unterm Strich stand im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember 2009 ein Konzernverlust von 165 Millionen Euro, nach minus 187 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das teilte die Tui in Hannover mit. Der Umsatz schrumpfte um 15 Prozent auf 2,95 Milliarden Euro.

Neben einer Steuergutschrift und der Kostensenkung in der Verwaltung profitierte der Konzern beim Ergebnis von seinen verringerten Schulden. Zudem konnte Tui bereits vorgenommene Abschreibungen auf Kredite an Hapag-Lloyd wieder rückgängig machen. An der Börse stieg die Tui-Aktie heute zwischenzeitlich um fast zehn Prozent. Am Nachmittag stand das Papier mit einem Plus von fast acht Prozent bei rund 7 Euro.

Bei der britischen Tochter Tui Travel, in welcher der Konzern sein Veranstaltergeschäft gebündelt hat, verdoppelte sich der Verlust wegen der Flaute im Reisegeschäft nahezu. Tui Travel gehört zu gut 54 Prozent dem Tui-Konzern. Die Hotels und das Kreuzfahrtgeschäft, die direkt zur Tui AG gehören, litten ebenfalls unter der Krise.

Reiseveranstalter schreiben im Winterhalbjahr typischerweise rote Zahlen. Die Gewinne werden vor allem im Sommer eingefahren. Dieses Mal schlug allerdings auch das verknappte Betten- und Flugangebot zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte die Krise das Reisegeschäft noch nicht voll erwischt, da die meisten Kunden ihren Winterurlaub bereits vor dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 gebucht hatten. In den vergangenen Wochen zogen die Buchungen laut Tui allerdings wieder an.

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd brachte dem Konzern unter dem Strich noch einen Verlust von 14 Millionen Euro ein. Gegenüber dem Vorquartal hat sich das Ergebnis aber deutlich verbessert. Der Umsatz schrumpfte um 28 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Reederei musste im vergangenen Jahr von Tui und dem Hamburger Eigentümerkonsortium Albert Ballin massiv gestützt werden. Zudem sagte der Staat eine Milliarden-Bürgschaft zu.

dpa

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