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Corona an Bord: „Mein Schiff 1“ bricht Kreuzfahrt ab – Heimfahrt per Taxi

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Von: Andree Wächter

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Corona bestimmt nach wie vor den Urlaub und Reisen. Positiv Getestete sorgen für einen weiteren Abbruch einer Kreuzfahrt ab Bremerhaven.

Bremerhaven - Lange Gesichter bei den Passagieren der „Mein Schiff 1“. Nach der „Mein Schiff 4“ im Dezember musste die aktuelle Kreuzfahrt wegen zahlreicher Corona-Infektionen abgebrochen werden. Das Schiff „Mein Schiff 1“ kehrte in der letzten Februarwoche nach Bremerhaven zurück. Laut buten un binnen waren rund 1450 Gäste an Bord. Die „Mein Schiff 1“ von TUI Cruises befand sich auf einer Langzeitkreuzfahrt von Bremerhaven in die Karibik und zurück. Die Infizierten mussten per Infektionsschutztransport nach Hause gebracht werden. Anfang des Jahres erwischte es auch die MS Amera.

TUIursprünglich für Touristik Union International
Kreuzfahrtschiffe18
Flugzeuge150
Mitarbeiterüber 71.000 alles Stand 2019

Kreuzfahrt der „Mein Schiff 1“ stoppt wegen Corona – Infektionen an Bord

Laut dem Internetportal „Schiffe und Kreuzfahrten“ konnten auf Gran Canaria, aufgrund von Coronafällen unter den Mitarbeitern, nur einen technischen Stopp eingelegt werden, aber keine Landgänge. Dort sollen auch Mitarbeiter ausgetauscht (Vertragsende/Vertragsbeginn) worden sein. Weiterhin sollen dort infizierten Personen, Anzahl unbekannt, ausgeschifft und in einem entsprechenden Quarantäne-Hotel untergebracht worden sein. 

Laut dem Bremer Gesundheitsressort waren während der Reise seit dem 19. Januar 88 Gäste und 115 Besatzungsmitglieder positiv getestet und ausgeschifft worden. Sechs positive Gäste und 53 Crew-Mitglieder konnten demnach nicht ausgeschifft werden und sind an Bord geblieben. Anfang des Jahres kündigte TUI schärfere Impfregeln an. Allerdings griff diese Regel erst seit dem 23. Februar.

Corona auf Kreuzfahrtschiff: Schnelltest vor Ankunft

Nach einer vom Gesundheitsressort vor der Ankunft angeordneten, professionellen Schnelltestung konnten negativ Getestete das Schiff laut Ressort ohne Einschränkungen verlassen. Für alle anderen wird die Weiterreise mit dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ mit den jeweiligen Gesundheitsämtern abgestimmt, sagte ein Sprecher. Sie können demnach mit Infektionsschutztransporten nach Hause gebracht werden. Hinter dem sperrigen Wort Infektionsschutztransporte verbirgt sich die Heimreise ohne Kontakt zu anderen Personen. Dies kann auf diverse Arten erfolgen, wie das Hafengesundheitsamt Bremerhaven kreiszeitung.de mitteilte.

Das Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 1 der TUI Cruises musste die Langzeitreise wegen Corona abbrechen.
Das Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 1 der TUI Cruises musste die Langzeitreise wegen Corona abbrechen. © Petra Nowack/Imago

Infektionsschutztransporte wegen Corona an Bord der „Mein Schiff 1“ – Infizierte dürfen direkt nach Hause fahren

Sollte der infizierte Passagier sein Auto am Hafen geparkt haben, darf er auf direktem Weg nach Hause fahren. Er bekommt von den zuständigen Ärzten eine Anleitung zum richtigen Verhalten. Ebenfalls gehört ein Lunchpaket dazu. So soll verhindert werden, dass bei einer längeren Autofahrt ein Rasthof angesteuert werden muss.

Alternativ wird der Passagier per Taxi auf dem direkten Weg nach Hause gebracht. Die Fahrt gilt dann erst einmal deutschlandweit. Je nach Ausstattung des Taxis können weitere Schutzmaßnahmen angeordnet werden. Dazu gehören beispielsweise das Tragen von Schutzanzügen. Ist der Fahrer vom Gast komplett getrennt, wird meist auf weitere Schutzmaßnahmen verzichtet.

Corona auf „Mein Schiff 1“ – Passagiere werden beim zuständigen Gesundheitsamt angekündigt

Egal, wie man nach Hause kommt. Die in dem Bundesland gültigen Verfahrensschritte bei einer Coronainfektion sind einzuhalten. Von Bremerhaven aus erfolgt eine Ankündigung beim für den Passagier zuständigen Gesundheitsamt. Die Meldung muss der Infizierte zeitnah übernehmen und die weiteren Schritte wie eine mögliche Quarantäne oder Freitesten klären.

Bleibt die Frage: Wer zahlt das Taxi? Dies ist in den entsprechenden Konzepten der Reedereien geregelt. Jeder Kreuzfahrtanbieter muss abgestimmte Pläne vorlegen, wie mit Corona infizierte Passagiere von Bord gebracht werden und wer für die Kosten aufkommt. Dies kann für jeden Hafen anderes gereglt sein. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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