60 Platzverweise in Hannover

Kundgebungen von Kurden und Türken weitgehend friedlich

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Wie hier in Hamburg wurde auch in Hannover und Bremen demonstriert. Die Polizei war unterwegs um Ausschreitungen zu verhindern.

Hannover/Bremen - Hunderte Türken und Kurden haben in Hannover und Bremen bei jeweiligen Kundgebungen nach Polizei-Angaben überwiegend friedlich demonstriert. Insgesamt versammelten sich mehr als 1200 Demonstranten, teilten die Beamten am Sonntag mit.

Am Rande der Kundgebungen kam es vereinzelt zu tätlichen Angriffen und Provokationen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Steinewerfer fest. Zwei Menschen seien zuvor von Steinen getroffen und verletzt worden. Zwölf Kurden kamen in Gewahrsam. 40 Kurden und 20 Türken erhielten Platzverweise, um gewalttätige Zusammenstöße zu verhindern.

In Hannover wurden ursprünglich bis zu 2000 Türken am Steintorplatz erwartet. Nur etwa 400 kamen mit roten Landesflaggen und zogen in einem "Friedensmarsch für die Türkei" um den Platz und durch zwei weitere Straßen. Zu der Aktion hatte die Initiative "Neues Türkisches Komitee Deutschland" aufgerufen.

Auf dem Bahnhofsplatz fand gleichzeitig eine Gegendemonstration von ebenfalls etwa 400 Kurden statt. Sie trugen Fahnen mit dem Gesicht des in der Türkei inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan. Durch die beiden Standorte trafen die beiden Gruppen nicht aufeinander. Die Polizei war mit zahlreichen Beamten im Einsatz, um ein Zusammentreffen zu verhindern.

In Bremen versammelten sich etwa 450 Türken auf dem Marktplatz. Eine Gegendemonstration gab es dort nicht.

dpa

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