90 Prozent der Unglücke von Autofahrern und Fußgängern verursacht

Trotz sinkender Zahl von Bahnübergängen 20 Unfälle in Niedersachsen

Hannover/Bremen - Obwohl die Zahl der Bahnübergänge in Niedersachsen seit Jahren sinkt, kommt es weiterhin zu oft dramatischen Unfällen mit Toten und Verletzten.

Im vergangenen Jahr gab es 20 Zusammenstöße auf Überwegen, wie die Deutsche Bahn am Mittwoch mitteilte. Im Jahr davor kam es zu 23 Unfällen, 2014 zu 17.  In Bremen hingegen gab es im vergangenen Jahr wie auch 2014 keinerlei Unfälle an Bahnübergängen. 2015 kam es zu einem einzigen Unfall. Im vergangenen Jahr gab es in Niedersachsen noch 2134 Bahnübergänge, in Bremen waren es 22.

2.600 Bahnübergänge in Niedersachsen

Im Jahr 2007 gab es in Niedersachsen noch rund 2.600 Bahnübergänge. Die Zahl ist rückläufig, weil Übergänge an viel befahrenen Straßen durch Über- oder Unterführungen ersetzt werden oder wenig genutzte Überwege geschlossen wurden. Einzelne Strecken wurden auch stillgelegt. 2016 gab es bundesweit 140 Unfälle, 2002 waren es noch 294 Zusammenstöße. 

Mehr als 90 Prozent aller Unglücke an Bahnübergängen werden nach Angaben der Bahn von Autofahrern und Fußgängern aus Unachtsamkeit oder Unkenntnis selbst verursacht. Unabhängig von der Schuldfrage dauert es auch in Niedersachsen oft Jahre, bis unfallträchtige Bahnübergänge zusätzlich gesichert oder abgeschafft werden.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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