Zwei neue Fälle

Trotz Festnahmen kein Ende: Betrüger geben sich als Polizisten aus

Hannover/Bremen - Obwohl am Dienstag in Niedersachsen und Bremen eine Bande falscher Polizisten ausgehoben wurde, gehen die Betrügereien durch angebliche Beamte weiter.

Die Polizei teilte am Mittwoch mit, dass am Dienstag erneut zwei ältere Menschen Opfer der Masche wurden, mit der Kriminelle in den vergangenen Jahren bereits viele Millionen Euro erbeutet haben. In Hannover büßte ein älterer Rentner 34.000 Euro ein. In Bremen wurde eine 92-Jährige um Schmuck und Bargeld in nicht genannter Höhe gebracht. 

Ein Anrufer, der sich als Polizist ausgab, hatte der 92-Jährigen erzählt, der Polizei sei bekannt geworden, dass sie ausgeraubt werden solle. Zur Sicherheit solle sie Geld und Wertsachen in einen Beutel packen und vor dem Haus verstecken, was die Frau auch tat. Dem Rentner aus Hannover wurde am Telefon weisgemacht, festgenommene Kriminelle hätten eine Liste besessen, auf der auch sein Name verzeichnet sei. Weil eine Bankmitarbeiterin in den „Fall“ verwickelt sie, solle er sein Geld abheben und einem Polizisten übergeben. Ein angeblicher Beamter holte bald darauf 34.000 Euro ab. 

Die Polizei hatte am Dienstagmorgen in Hameln, Bad Münder und Bremen eine überregional agierende Bande falscher Polizisten ausgehoben. Drei von elf Beschuldigten wurden in Untersuchungshaft genommen. Sie sollen zur mittleren Führungsebene einer straff organisierten Bande gehören, deren Hinterleute nach Einschätzung der Ermittler in der Türkei sitzen. Die Bande soll in Niedersachsen und anderen Bundesländern im großen Stil Bargeld und Wertgegenstände erbeutet haben. 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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