Möglichst aus der Region

Weihnachten: Der Trend geht zum Zweitbaum

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Die Weihnachtsbaum-Preise bleiben weitgehend stabil

Für die großen Plantagenbesitzer ist das Geschäft rund um den Weihnachtsbaum fast schon gelaufen. Bei den Händlern in den Städten dagegen fängt der Verkauf traditionell Anfang Dezember an. Der Trend geht zum Zweitbaum - und zur Preisstabilität.

Gut eine Woche vor Beginn der Adventszeit kommt frohe Kunde zum Fest: Die Weihnachtsbaum-Preise bleiben weitgehend stabil. „Für eine durchschnittlich große Nordmanntanne von guter Qualität sind etwa 30 Euro zu zahlen“, erklärte Bernd Oelkers, der Vorsitzende des Verbandes der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Niedersachsen, Hamburg und Bremen. „Das ist der Preis eines großen Blumenstraußes - teuer wird der Baum eigentlich erst durch den Schmuck“, sagte Gabi von der Brelie vom Landvolk Niedersachsen. Sie hat eine neue Entwicklung ausgemacht: „Der Trend geht zum Zweitbaum, der steht dann oft auf der Terrasse.“

Die Nordmanntanne bleibt aber des Deutschen liebster Weihnachtsbaum: in 75 Prozent der deutschen Wohnungen stehen nach Erkenntnissen des Landbauernverbands zu den Feiertagen die hochwertigen Tannenbäume mit den weichen Nadeln in der guten Stube. Die 3000 deutschen Besitzer von Weihnachtsbaumplantagen haben daher ihre Flächen zu 80 Prozent mit Nordmanntannen bepflanzt - der Rest entfällt auf Fichten. Vor allem Blaufichten sind begehrt. Sie kosten wegen des knappen Angebots allerdings mit Preisen zwischen 10 und 15 Euro pro laufenden Meter etwas mehr als im Vorjahr; die sonstigen Fichten bleiben dagegen weiter bei Preisen zwischen fünf bis sieben Euro pro laufenden Meter.

Nach den Erfahrungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen achten die Verbraucher zunehmend auf Bäume, die in der Region gewachsen sind und damit keine langen Transportwege hinter sich haben. Jeder Baum muss im Schnitt sieben bis zehn Jahre wachsen, bis er eine Weihnachtsstube schmücken kann. In dieser Zeit binden die Bäume auf einem Hektar 95 bis 145 Tonnen Kohlendioxid.

Für die großen Plantagenbesitzer ist das Geschäft schon weitgehend gelaufen - für die Händler in den Städten fängt es Anfang Dezember an. Insgesamt 85 Prozent der bundesweit 24 Millionen Bäume in Häusern und Wohnungen sowie der vier Millionen bei Firmen und Geschäften stammen aus heimischem Anbau. In Niedersachsen wachsen die künftigen Weihnachtsbäume auf einer Fläche von rund 4000 Hektar, bundesweit sind es etwa 25 000 Hektar. Die wichtigsten Anbauflächen liegen nach den Angaben in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und dem Sauerland.

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