Galopprennen in Langenhagen

Tragisch: Rennpferd muss nach Verletzung sofort getötet werden – PETA sauer

Tragischer Vorfall bei Hannover: Ein Pferd ist bei einem Galopprennen getötet worden. Tierschützer fordern Konsequenzen.

Langenhagen – In Langenhagen bei Hannover fand am Sonntag, 21. Juni 2021, ein Galopprennen statt, bei dem sich eine Stute schwer verletzte. Das Pferd musste noch auf der Rennbahn eingeschläfert werden.

StadtLangenhagen
Fläche71,99 km²
Region Hannover
Vorwahl0511

Es war das dritte Pferderennen nach der langen Corona-Pause auf der Galopprennbahn „Neue Bult“ in Langehangen, wo im Gegensatz zur PBremer Galopprennbahn Pferderennen stattfinden. 500 Zuschauer durften dabei sein und wurden zwangsläufig Zeuge des traurigen Zwischenfalls.

Stute Naori noch auf der Rennbahn in Langenhagen eingeschläfert

Auf Videoaufnahmen vom ersten Galopprennen in Langenhagen ist zu sehen, wie die Stute Naori taumelt und immer wieder mit einem ihrer Vorderbeine einknickt. Das Pferd hat offenbar eine Fraktur am Fesselbein erlitten. Aufgrund der schweren Verletzung ist Naori noch auf der Rennbahn eingeschläfert worden, berichtet die taz.

Doch nicht alle Zuschauer des Galopprennens wussten direkt, was los ist. Das Rennen wurde zwar via Livestream übertragen, doch der tragische Vorfall blieb unkommentiert. Die Tierrechtsorganisation PETA, der auch die Umstände beim Duhner Wattrennen ein Dorn im Auge sind, kritisiert dies scharf: „Der Unfall wird den Zuschauer:innen verschwiegen, als hätte Naori nicht am Rennen teilgenommen“, so der Verein.

Ein Pferd ist bei einem Galopprennen getötet worden. Tierschützer fordern Konsequenzen.

PETA macht auf tragische Rennpferd-Situation aufmerksam

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Rennpferd getötet werden musste. Von 2015 bis zum Sommer 2019 wurden laut PETA allein bei Galopprennen mindestens 50 Pferde noch auf den Rennbahnen getötet. Die Dunkelziffer liege nach Schätzungen der Organisation wesentlich höher, weil „Ausfälle“ während des Trainings bei der Ermittlung der Todesfälle nicht berücksichtigt wurden.

PETA nutzte den Anlass, um erneut auf die Situation im Pferdesport und eine Petition aufmerksam zu machen, die sich für das Verbot von Pferderennen einsetzt. Bislang hat die Organisation über 13.500 Unterschriften gesammelt.

Viele Rennpferde erleiden Beinbrüche

Häufigste Todesursachen bei Rennpferden sind Beinbrüche, zu den Stresssymptomen gehören aber auch Magengeschwüre, Lungenblutungen und Aortenrisse. Aber nicht allen Rennpferden geht es schlecht: Ein Gestüt im Landkreis Oldenburg zeigt, wie Rennpferde aufwachsen.

Dennoch gilt der Pferderennsport bislang nicht als Tierquälerei. Die Rennklubs verweisen laut taz gern auf das Tierzuchtgesetz, nach dem die Rennen als „obligatorische Leistungsprüfung“ gelten und quasi im staatlichen Auftrag stattfinden. In Niedersachsen kommt es immer wieder zu sadistischen Taten von Pferderippern. PETA fordert daher ein bundesweites Register für Pferderipper. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Malte Christians/dpa

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