Tourismusbranche in Niedersachsen zufrieden mit Auslastung

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Die Luftaufnahme zeigt die Insel Baltrum.

Hannover - Die kleine Insel Baltrum kann den stärksten Zuwachs verzeichnen: An der Küste, auf den Inseln und im Harz ist die Tourismusbranche in Niedersachsen mit 2015 zufrieden. Neue Erlebnisangebote und ein umweltfreundlicher Ausbau des Tourismus machen sich bezahlt.

Die niedersächsische Tourismusbranche hat für das vergangene Jahr eine positive Bilanz gezogen. An der Nordseeküste und auf den ostfriesischen Inseln habe es gute bis sehr gute Zuwachsraten bei Gäste- und Übernachtungszahlen gegeben, sagte die Sprecherin der Nordsee GmbH, Katja Benke. Auffällig seien die stetig steigenden Zahlen von Gästen aus der Schweiz und aus Süddeutschland.

Dafür seien vor allem das gute Wetter und das Veranstaltungsangebot verantwortlich gewesen. Auch neue Erlebnisangebote oder Investitionen in einen umweltfreundlichen Ausbau des Tourismus machten sich bezahlt.

So ging im Juni 2015 die erste Fähre unter deutscher Flagge mit dem umweltfreundlichen Antrieb für Flüssigerdgas LNG an den Start - die MS „Ostfriesland“ fährt von Emden nach Borkum. Auch zwischen Cuxhaven und Helgoland pendelt seit Dezember ein neues Schiff mit LNG-Antrieb. „Damit nehmen wir in Sachen Nachhaltigkeit eine Spitzenposition in ganz Europa ein“, sagte die Pressesprecherin der AG Ems, Corina Habben.

Auf Langeoog entstand ein neues Vogelwärterhaus, auf Wangerooge wurde das Nationalparkhaus nach einem Umbau wiedereröffnet. Auf der Halbinsel Butjadingen gibt es einen neuen Naturerlebnispfad, auf dem Besucher die Entstehung einer neuen Salzwiese und den ständigen Wechsel von Ebbe und Flut miterleben können.

Nach den bislang vorliegenden Zahlen verzeichnete Baltrum die stärksten Wachstumsraten bei den Gästezahlen. Zwölf Prozent mehr Menschen kamen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014auf die kleine Insel. Auch das Wangerland rechnet mit einem neuen Gästerekord. „Die Zwei-Millionen-Marke bei den Gästeübernachtungen schaffen wir sicherlich“, sagt Friedo Gerdes von der Wangerland Touristik.

Wachstumsraten bei den Gästezahlen melden auch Norderney mit drei Prozent und Bremerhaven mit vier Prozent. Bremerhaven ist vor allem wegen der „Sail“ attraktiv, viele Gäste kommen auch aus den USA. „Das liegt an unserem Auswandererhaus“, erklärte der Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, Raymond Kiesbye. In dem Museum werden Lebensgeschichten von Auswanderern und Flüchtlingen gesammelt, etwa von denen, die von Bremerhaven aus im 19. Jahrhundert nach Amerika auswanderten.

Auch im Harz zeigte sich die Tourismusbranche zufrieden. Bis zum August gab es einen Zuwachs von zwei Prozent bei den Übernachtungen, teilte die Sprecherin des Harzer Tourismusverbands, Christin Faust, mit. Der niedersächsische Harz profitierte sogar mit einer Steigerung von 3,6 Prozent von der guten Wintersaison.

Auch die Auslastung für den Herbst, die Weihnachtszeit und für Silvester wird nach ersten Schätzungen positiv ausfallen. Obwohl es wie2014 kaum Schnee gab, habe sich dies nicht negativ auf die Buchungslage ausgewirkt.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehörten die Harzer Schmalspurbahnen, das Erzbergwerk Rammelsberg, der Wurmberg mit seinem Skigebiet, das Bodetal mit dem Hexentanzplatz und die Altstädte von Goslar, Wernigerode und Quedlinburg. Auch der im Mai eröffnete Baumwipfelpfad in Bad Harzburg erwies sich als Besuchermagnet, bis Jahresende zählte er mehr als 190000 Besucher.

dpa

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