Oldenburger Land besonders beliebt

Neuer Tourismusrekord in Niedersachsen

Hannover - Die Tourismusbranche in Deutschland boomt. Auch in Niedersachsen wurde im vergangenen Jahr ein neuer Rekord bei den Übernachtungszahlen verbucht.

Sie stiegen zwar um 1,3 Prozent auf 40,4 Millionen, waren aber zu wenig, um mit dem Bundestrend von 3 Prozent Wachstum mitzuhalten. Das geht aus dem Tourismusbarometer des Sparkassenverbandes Niedersachsen hervor, das am Mittwoch in Hannover vorgestellt wurde. Verbandspräsident Thomas Mang äußerte sich dabei durchaus kritisch zur Zukunft der Branche in Niedersachsen. „Die Lorbeeren von gestern können morgen schon vertrocknet sein - wenn wir sie nicht wässern.“ Es gebe derzeit nicht nur einen Mangel an Investitionen, sondern auch an Ideen und Innovationen, sagte Mang. Dabei wird auch im Jahr 2015 in Deutschland erneut ein Wachstum von drei bis vier Prozent erwartet.

„Aber warum schafft es Niedersachsen nicht, mit diesen Zahlen Schritt zu halten?“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr, Manfred Zeiner. Er führte das Tourismusbarometer im zwölften Jahr in Niedersachsen durch. „Da muss mehr kommen.“ Es gebe zu wenig zündende Ideen wie die „WattWelten“ auf Norderney oder den Baumwipfelpfad in Bad Harzburg, mit denen man auch den Anteil an ausländischen Gästen in Niedersachsen wieder erhöhen könnte. Dieser sei mittlerweile nur noch halb so hoch wie in Deutschland (17,8 Prozent). „Aber die Vorschläge müssen schon aus der Branche selbst kommen“, forderte Zeiner. Wenn investiert werde, dann vornehmlich in Substanzerhaltung, nicht aber in neue Konzepte und Kapazitätserweiterungen. Dazu gehöre auch, dem Fachkräftemangel durch eine Steigerung der Standort-Lebensqualität entgegenzuwirken. Investitionen seien der Schlüssel für die touristische Entwicklung in Niedersachsen und würden auch gefördert - wenn ein innovatives Konzept dahinter stehe. „Denn Innovationen sind der Schlüssel für die touristische Entwicklung in Niedersachsen“, sagte Mang. „Positive Beispiele sind Kombinationsprodukte aus Gesundheit oder Kultur mit dem Tourismus“, sagte Mang.

Im Bereich der Freizeitwirtschaft mit Burgen, Schlössern, Tierparks und Zoos liegen die Zahlen mit 3,2 Prozent Wachstum im Soll. Zugpferde in Niedersachsen im vergangenen Jahr waren das Oldenburger Land mit einem Zuwachs bei den Übernachtungen von 6,9 Prozent und Ostfriesland (ohne die Inseln) mit einem Plus von 5,6 Prozent. Die Nordseeküste erreichte zusätzliche 3 Prozent und erfuhr mit 218 000 Übernachtungen den absolut größten Zuwachs, gefolgt von der Lüneburger Heide (+93 000). Einzig die Grafschaft Bentheim, das Emsland und das Osnabrücker Land (-1,4 Prozent) und das Braunschweiger Land (-1,2 Prozent) verzeichneten leichte Einbußen. „In Niedersachsen gibt es keine Looser-Region“, betonte Zeiner. Auch der Harz als einstiges Sorgenkind weise mittlerweile eine solide Wachstumsrate von einem Prozent auf. dpa

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