Leichtsinn mit dem Leben bezahlt

Tödlicher Unfall am Bahnübergang: Nordwestbahn erfasst Mann in Vechta

Rettungswagen stehen in Vechta neben der Bahnstrecke. Auf den Gleisen steht ein Zug.
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An einem unbeschrankten Bahnübergang in Vechta ist ein 29-Jähriger von einem Zug erfasst und getötet worden (Archivbild).

Ein 29-Jähriger missachtet in Vechta Lichtsignale und überquert mit seinem Fahrrad einen Bahnübergang. Ein Zug versuchte zu bremsen, doch erfasst den Radfahrer.

Vechta – Das Licht am unberschrankten Bahnübergang an der Oldenburger Straße in Vechta gibt ein klares Signal: Rot. Stehen bleiben ist angesagt. Doch ein 29-jähriger Mann macht genau das am Donnerstag, 1. Juli, gegen 13:20 Uhr nicht.

Stadt in Niedersachsen:Vechta
Landkreis:Vechta
Bevölkerung:30.998 (Stand: 31. Dezember 2008)
Bürgermeister:Kristian Kater (SPD)

Sondern das Gegenteil: Er versucht mit seinem Fahrrad den Bahnübergang zu überqueren. Es ist sein Todesurteil. Genau in dem Moment, wo der Mann den Übergang überqueren will, fährt die Nordwestbahn auf dieser Strecke an diesem Bahnübergang durch. Sie erwischt den Mann. Der 29-Jährige ist sofort tot.

Tödlicher Unfall in Vechta: Zugführer versucht Notbremsung einzuleiten – er kann den Zusammenprall nicht mehr verhindern

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, versucht der 44 Jahre alte Zugführer noch eine Notbremsung, als er den Mann auf dem Gleis entdeckt. Zu spät. Auch das vorherige Hupen, um vor dem herannahenden Zug zu warnen, hilft nichts. Der 29-Jährige kann den Bahnübergang nicht mehr rechtzeitig verlassen. Sowohl der Zugführer als auch die etwa 19 Fahrgäste, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Nordwestbahn befinden, werden bei dem schrecklichen Unfall in Vechta nicht verletzt.

Laut Mitteilung der Polizei-Inspektion Cloppenburg/Vechta soll der 29-Jährige, der in Vechta wohnt, mit seinem Fahrrad den Radweg entlang der Oldenburger Straße stadtauswärts unterwegs gewesen sein. Am Bahnübergang missachtet er das Rotlicht. Nach Aussagen von Zeugen waren die Schranken auf der Oldenburger Straße bereits geschlossen, als sich der Fahrradfahrer dem Bahnübergang näherte. Der Radweg ist unbeschrankt.

Tödlicher Unfall in Vechta: Kriseninterventions-Team im Einsatz – Fahrgäste der Nordwestbahn werden am Bahnhof betreut

Nach dem Unfall wurden die Fahrgäste aus dem Zug begleitet und zum nahegelegenen Bahnhof gebracht. Neben der Polizei sowie Feuerwehr- und Rettungskräften waren auch Mitarbeiter vom Kriseninterventions-Team im Einsatz. Die Oldenburger Straße musste für den Zeitraum der Unfallaufnahme gesperrt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unglücksursache aufgenommen.

Im September 2019 wurde in Vechta an einem unbeschrankten Bahnübergang bei einem Unfall ein Mann getötet, als die Nordwestbahn mit einem Auto kollidierte. Im Januar 2020 erfasste ebenfalls in Vechta ein Zug einen 81-Jährigen an einem Bahnübergang und tötete ihn. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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