Fahrlässige Tötung

Polizist nach tödlichem Unfall im Einsatz verurteilt

Hannover - Nach einem tödlichen Unfall mit seinem Streifenwagen hat ein Polizeibeamter vor dem Amtsgericht Hannover eine Geldstrafe erhalten. Der 54-Jährige sei wegen fahrlässiger Tötung zu 90 Tagessätzen à 85 Euro verurteilt worden, sagte Gerichtssprecher Jens Buck nach der Verhandlung am Freitag.

Der Mann hatte vor einem Jahr im Einsatz einen Bus überholt und war dabei mit einer 18 Jahre alten Rollerfahrerin zusammengestoßen. Die junge Pizzabotin starb kurz nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus.

Nach Überzeugung der Richter hatte der Polizist zwei Fehlentscheidungen getroffen: Zum einen überholte er den Bus an einer Stelle, an der er gar nicht hätte überholen dürfen ohne Blaulicht und Martinshorn. Zum anderen war er mit Tempo 65 zu schnell in der Stadt unterwegs. Die 18-Jährige hatte noch versucht, den Lenker rumzureißen, um nicht unter den Streifenwagen oder den Bus zu geraten.

Ihre Eltern hätten als Nebenkläger auch eine Geldstrafe gefordert, berichtete Buck. Sie wollten die genauen Umstände des Todes ihrer Tochter aufgeklärt wissen. „Es war ein intensiver und emotional schwieriger Prozess“, sagte der Gerichtssprecher.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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