Angeklagter gesteht tödliche Bluttat in Helmstedt

Nach einem Streit soll ein 20-jähriger seine Freundin mit einer Flasche niedergeschlagen und mit mehreren Messerstichen in Oberkörper und Hals getötet haben.

Braunschweig - Es ist ein grausiger Fund. In einer Wohnung liegt eine erstochene Frau und ihr lebensgefährlich verletzter Freund. Was ist passiert? Der Prozess beginnt mit einem Geständnis.

Nach einem tödlichen Angriff auf eine junge Frau in Helmstedt hat der 20-jährige Lebensgefährte die Tat vor dem Landgericht Braunschweig gestanden. Er sei für den Tod seiner Freundin in deren Wohnung verantwortlich, ließ der Mann am Dienstag zu Prozessbeginn durch seine Anwältin mitteilen. Seine anfängliche Version von zwei Eindringlingen stimme nicht. Der Mann war Ende Oktober 2014 mit lebensgefährlichen Verletzungen neben seiner toten Freundin gefunden worden. Er soll sich selbst verstümmelt haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Wolfsburger vor, auf seine gleichaltrige Freundin losgegangen zu sein, weil sie nicht mit ihm wie geplant nach Köln gehen wollte. Stattdessen wollte die Frau, die zwei Kinder hat, laut Anklage zu ihrem Ex-Freund zurück. Es sei zu einem Streit gekommen, sagte Staatsanwalt Fabian Londa. „In deren Verlauf er ihr eine Wodkaflasche auf den Hinterkopf schlug.“ Dann soll der Angeklagte der Frau mit einem Messer in den Oberkörper und den Hals gestochen haben. Er habe einen Menschen getötet, „ohne ein Mörder zu sein“. Der 20-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt.

Der Mann rief nach der Tat selbst zwei Mal den Notruf an, wie ein im Gericht abgespielter Mitschnitt zeigte. Er gibt an, überfallen worden zu sein: „Das sind zwei Typen in meine Wohnung gekommen und haben meine Freundin abgestochen“, ist die schwache, keuchende Stimme des Angeklagten zu hören. Später sagt er: „Ich sterbe gleich.“ Kurze darauf öffneten Einsatzkräfte die Tür. Die Angaben des Mannes passten laut Staatsanwaltschaft nicht zu den späteren Ermittlungsergebnissen. dpa

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