Staatsanwaltschaft geht Anfangsverdacht nach

Lehrer soll Schülern anzügliche Nachrichten geschickt haben

Bad Salzdetfurth - Ein Lehrer soll Schülern der Integrierten Gesamtschule Bad Salzdetfurth Nachrichten mit sexuellen Anspielungen aufs Handy geschickt haben.

„Es besteht ein Anfangsverdacht wegen der Verbreitung pornografischer Schriften oder wegen Beleidigung“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, am Freitag.

Die Behörde hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien die Nachrichten an Jungen im Alter über 14 Jahren adressiert worden. Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs stehe nicht im Raum.

Nach einem Zeitungsbericht war ursprünglich ein Zeltlager mit dem Lehrer für die achte Klasse geplant. Dies sei zunächst abgesagt worden, jetzt hätten aber Eltern die Leitung übernommen. Der Landesschulbehörde ist der Fall bekannt. „Grundsätzlich nehmen wir solche Vorfälle, wenn sie uns gemeldet werden, sehr ernst und klären zunächst den Sachverhalt“, sagte Sprecherin Bianca Schöneich.

Ihr zufolge werden je nach Schwere des Falles personalrechtliche Maßnahmen ergriffen wie zum Beispiel eine Versetzung. Bei gravierenden Fällen kämen eine Abmahnung oder Kündigung beziehungsweise die Einleitung eines Disziplinarverfahrens in Betracht.

dpa

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