„Full Self-Driving“-Funktion macht Probleme

Tesla-E-Auto hält Mond für eine Ampel – und bremst automatisch

Weil ein E-Auto von Tesla den Mond für eine Ampel hält, bremst es ab. Ein Twitter-Video dazu geht viral, der technische Hintergrund ist allerdings ernst.

Palo Alto, Kalifornien – Eine sogenannte „FSD“-Funktion („Full Self-Driving“) soll den Straßenverkehr erleichtern: Elektroauto-Modelle der Marke Tesla werben damit, Ampeln sowie Verkehrszeichen früh erkennen zu können – und entsprechend zu reagieren. Sicherlich ein nützliches Tool, das, wie unter anderem focus.de berichtet, scheinbar noch ausbaufähig ist. So brachte die E-Auto-Technik bereits eine skurrile Szene ans Tageslicht. Ein Elektroauto hielt wegen der FSD-Funkltion den Mond für eine Ampel – und bremste darum ab.

Autohersteller:Tesla, Inc.
Gründung:1. Juli 2003, San Carlos, Kalifornien, Vereinigte Staaten
CEO:Elon Musk (Okt. 2008–)
Umsatz:31,54 Milliarden USD (Dezember 2020)

Elektroauto von Tesla hält Mond für Ampel – und bremst mitten auf der Straße ab

Bei Elektroautos spalten sich die Meinungen. Einerseits erfreuen sich viele der klimafreundlichen Alternative zum Verbrenner. Andererseits schreckt etwa der Mangel an Ladestation Verbraucherinnen und Verbraucher ab. Dass wegen Brandgefahr außerdem die ersten Elektro-Busse aus dem Verkehr gezogen wurden und darum auch einige E-Autos nur noch mit einem 15-Meter-Abstand parken dürfen*, beeinflusst das Negativ-Image. Nun stellt eine weitere Kuriosität die „ausgereifte“ Technologie der E-Autos ein weiteres Mal infrage.

„Das Auto denkt, dass der Mond eine gelbe Ampel ist“

Tesla-Fahrer, der kuriosen Vorfall filmte

Ein Twitter-Video hat eine bizarre Szene festgehalten: „Das Auto denkt, dass der Mond eine gelbe Ampel ist und wollte deswegen abbremsen“, sagt Tesla-Besitzer Jordan Nelson. Dass nicht wenige Menschen noch immer skeptisch gegenüber Elektroautos sind, wurde erst vor Kurzem deutlich. Nachdem Meldungen herumgegangen waren, dass es für E-Autos häufig zu wenig Lademöglichkeiten gibt, wurde die Kritik ein weiteres Mal laut.

Eine Userin schrieb: „Die Vorfreude war riesig, endlich umweltfreundlich mit dem Auto unterwegs zu sein. Aber über das Aufladen habe ich mir vorher eindeutig zu wenig Gedanken gemacht, fühlt sich an öffentlichen Orten an wie Glücksspiel.“ Der Mond-Vorfall aus Amerika könnte nun ein weiteres Mal Öl in das Feuer gießen.

Probleme beim Elektroauto: „Jedes Mal, wenn die Ampel auf dem Bildschirm erschien, hat das Auto gezögert“. (Symbolbild)

Elektroautos von Tesla werben mit autonomem Fahren: System noch längst nicht ausgereift

„Jeden Monat gibt es ein neues Beispiel, das zeigt, dass das Autopilot-System nicht voll entwickelt und im Alltag nicht sicher ist“, heißt es nun also in einem Twitter-Kommentar. Als das Tesla-Elektroauto den Mond, der schon bald die Erde mit Wasser versorgen könnte*, wahrgenommen hatte, reagierte das E-Auto zwar nicht mit einem abrupten Bremsen, dennoch hätte „man es schon im Auto gemerkt“, bestätigte Nelson bei Twitter. „Jedes Mal, wenn die „Ampel“ auf dem Bildschirm erschien, hat das Auto gezögert“.

Abseits vom Streitthema Elektroauto stellen sich Twitter-User darüber hinaus ganz andere Fragen. Etwa: „Wie entscheiden wir, ob autonomes Fahren gut genug ist?“ Ist es vertretbar letztendlich sein eigenes Leben in die Hände der Technik zu legen? Eher nicht, das zeigt auch der Fall eines Tesla-Fahrers, der blind dem Navi folgte – bis er im Sylter Strand feststeckte*. Zwar wirbt Tesla mit der Möglichkeit autonomes Fahren, doch bereits auf ihrer Website stellen die Entwicklerinnen und Entwickler klar, was damit gemeint ist: das Erkennen von Verkehrszeichen und Hilfe beim Spurenwechsel.

„Die gegenwärtigen Autopilot-Funktionen verlangen aktive Überwachung durch den Fahrer – ein autonomer Betrieb des Fahrzeugs ist damit nicht möglich“. Auch wenn Tesla-CEO Elon Musk für die Zukunft etwas anderes anstrebt, ist es sicherlich eine begrüßenswerte Entscheidung, sich nicht alles von Technologien abnehmen zu lassen. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Julian Stratenschulte und IMAGO/McPHOTO

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