Alle Nutzer seien gleich

Niedersachsens Tafel-Chef kritisiert Ausländer-Beschränkung in Essen

Bremerhaven - Der Chef der Tafeln in Bremen und Niedersachsen hat die Entscheidung seiner Essener Kollegen kritisiert, nur noch Deutsche neu für die Essensausgabe zu registrieren.

„Man diskriminiert ja eine Gruppe“, sagte Manfred Jabs am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Das widerspricht eigentlich den Grundsätzen der Tafeln. Da muss man andere Wege finden.“ 

Die Essener Tafel hatte mitgeteilt, nur noch Bedürftige mit deutschem Pass neu in ihre Kartei aufzunehmen. Der Anteil der Migranten sei zuletzt auf drei Viertel gestiegen sei, sagte der Vereinsvorsitzende Jörg Sartor zur Begründung.

Ältere Nutzer seien abgeschreckt worden

Gerade ältere Tafel-Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter hätten sich von den vielen fremdsprachigen jungen Männern in der Warteschlange abgeschreckt gefühlt, bei denen er teilweise auch „mangelnden Respekt gegenüber Frauen“ beobachtet habe. „Wir haben keine Tafeln in Niedersachsen und Bremen, die sagen: Wir geben nur an Deutsche aus“, sagte Jabs. 

Alle Kunden würden gleich behandelt. Die Tafeln bewahren Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilen sie an Bedürftige. Die Empfänger müssen Hartz IV, Grundsicherung oder Wohngeld beziehen und dies nachweisen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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