Aus Rache

SUV-Raser wird geblitzt – und klaut dreist Blitzer: vor Augen des Beamten

Ein SUV-Fahrer wird bei einer Geschwindigkeitskontrolle geblitzt. Kurz darauf klaut der Mercedes-Fahrer dem Mitarbeiter dreist das Blitzgerät und fährt davon.

Struppen – Der rote Blitz von einem mobilen Geschwindigkeitsmesser löst selten Begeisterung aus. Rasern wird in den meisten Fällen „nur“ ein Bußgeld verhängt – so wäre wohl auch ein rasender Mercedes-SUV-Fahrer davongekommen. Aber er sorgte selbst für eine heikle und auch komische Wendung der Geschichte: Nachdem er aufgrund zu hoher Geschwindigkeit geblitzt wurde, machte er direkt kehrt und sackte den mobilen Blitzer ein. Das Ganze vor den Augen des verdatterten Mitarbeiters des Landratsamtes, der für die Radar-Falle verantwortlich war. Versuche, SUV-Fahrer aufzuhalten, waren vergeblich.

SUV-Raser geblitzt – Fahrer kehrt direkt um und klaut das Blitzgerät

Eigentlich sollte es ein normaler Arbeitstag für einen Mitarbeiter des Landratsamtes in Struppen werden, an dem er wie gewöhnlich die Geschwindigkeitsmessungen durchführen würde. Es wurde dann allerdings ziemlich ungewöhnlich. Im Auftrag des Landesratsamtes stellte der gute Mann in einer 30er-Zone einen mobilen Blitzer auf. Dann überwachte er die Messungen aus der näheren Umgebung. Doch während der Mitarbeiter seinen Geschwindigkeitskontrollen nachging, raste ein SUV-Fahrer an ihm vorbei – viel zu schnell und wurde folglich geblitzt.

Ein mobiler Blitzer stößt selten auf Begeisterung bei Autofahrer, denn die Fotos können ziemlich teuer werden.

Die Reaktion von dem SUV-Raser darauf, hat es in sich. Dass er geblitzt wurde, ließ ihm wohl keine Ruhe: Anstatt weiterzufahren, kehrte er wieder um. Der Mitarbeiter beobachtete, wie der SUV-Fahrer an der Radarfalle vorbeifuhr, um Gerät und Stelle zu begutachten. Das machte er nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals.

SUV-Raser rächt sich fürs Blitzen: Er klaut Radarfalle vor Augen des Blitzer-Verantwortlichens

Nach mehrmaligen Drehen hielt der Fahrer schließlich an, stieg aus und marschierte schnurstracks auf den Blitzer zu. Dann ging alles ganz schnell: Der Fahrer steckte einfach das 5.000 Euro teure Blitzgerät ein und verstaute es samt Akku im Kofferraum von seinem Mercedes-Benz. Der Mitarbeiter war völlig verdattert und versuchte noch, den SUV-Fahrer aufzuhalten – doch vergebens. Der Raser verriegelte die Tür, ignorierte die Aufforderungen vom Mitarbeiter und fuhr einfach davon.

SUV-Fahrer klaut nach Blitzen Radarfalle – Ermittlungen laufen

Mit der dreisten Aktion des Mercedes-SUV-Fahrers brockte der sich nur selber ein noch größeres Problem ein, als einfach nur geblitzt worden zu sein. Das Blitzerfoto samt Kennzeichen wurde bereits geschossen und digital gespeichert. Schnell konnte der Täter ausfindig gemacht werden. Die Polizei suchte den Mann kurz nach der Tat in seiner Wohnung auf und konfrontierte ihn mit seinem Vergehen. Den mobilen Blitzer beschlagnahmten die Beamten direkt. Gegen den 52 jährigen SUV-Fahrer wird nun wegen Diebstahls ermittelt. Wäre er doch bloß von Anfang an einfach langsamer gefahren. Autofahrer sind nicht die einzigen, die auf ihre Geschwindigkeit achten müssen: auch E-Biker sollen bei zu schnellem Tempo durch Blitzer gebremst werden.

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Autofahrer und Raser machen häufiger Schlagzeilen in den Medien

In den Medien haben auch einige andere Autofahrer Aufsehen erregt: Ein Unbekannter beging Fahrerflucht, nachdem er einfach drei Katzenbabys aus dem Auto geworfen hatte. Das Ganze hat zum Glück ein Happy End: Ein Polizist erbarmte sich und adoptierte eines der Kätzchen nach der Rettung. Auch Rache ansich ist ein gängiges Motiv für die absurdesten Verkehrstaten: Ein Verkäufer bretterte in den Laden von seinem ehemaligen Chef, weil er gekündigt wurde. Aus demselben Grund fuhr ein Ex-Angestellter den Firmenwagen von seinem Chef zu Schrott. Rachsüchtige Personen sollten sich vielleicht lieber fern von Autos halten.

Hoffentlich gehen demnächst nicht auch noch Toyota-Kunden an die Decke, denn Toyota blockiert einfach Autoschlüssel, wenn Kunden ihr Service-Abo nicht zahlen. Ärger ist wohl schon vorprogrammiert – Rachetaten per Auto bleiben aber zumindest den betroffenen Toyota-Kunden verwehrt, deren Auto ist sicher verschlossen. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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