Forscher entwickeln Technik

Forscher entwickeln Superbatterie für E-Autos: mehr Reichweite dank Zucker

Ist Zucker das neue Wundermittel für lange Reichweiten von Elektroautos? Die Ergebnisse eines australischen Forscherteams scheinen vielversprechend zu sein.

Perth – Für manche Autofahrerinnen und Autofahrer ist die Reichweite von Elektroautos noch ein Totschlagargument, um sich gegen einen Kauf zu entscheiden. Und ganz weit hergeholt scheinen die Sorgen nicht zu sein, besonders im Winter bei Kälte sind Elektroauto-Batterien schwächer. Zudem ergab ein Ecotest des ADAC nun, dass Elektroautos beim Laden ordentlich Strom verschwenden. Doch nun könnte eine neue Innovation dafür sorgen, dass Elektroautos bald verlässlich länger unterwegs sein könnten.

LandAustralien
Einwohner25,69 Millionen
Fläche7.692.000 km²
Bevölkerung25,69 Millionen

Super-Akku für Elektroautos: Forscher setzen auf Lithium-Schwefel

Einem Forschungsteam aus Australien könnte es nämlich nun gelungen sein, einen stärkeren Akku mit leicht verfügbaren und unproblematischeren Rohstoffen zu entwickeln als bisher. Das Zauberwort heißt: Lithium-Schwefel-Akkus. Denn damit könne man bis zu fünfmal höhere Akku-Kapazitäten erzeugen. Zudem seien sie weniger brandgefährdet als die Lithium-Ionen-Akkus, auch wenn Forscherinnen und Forscher kürzlich erst eine Anti-Kurzschluss-Schicht für Elektroautos entwickeln, die Lithium-Ionen-Akkus sicherer machen sollen.

Zucker ist eine wichtige Komponente von neuen leistungsfähigeren Akkus, die die Reichweite von E-Autos erhöhen sollen. (kreiszeitung.de-Montage)

Doch bisher ist die Lebensdauer von Akkus noch oft recht gering. Sowohl Reichweite als auch Haltbarkeit der Akkus könnten dabei verbessert werden, denn eigentlich haben Lithium-Schwefel-Akkus einen entscheidenden Nachteil: Normalerweise würden sie nicht viele Ladezyklen überleben. Denn die Elektroden im Ladeprozess würden den Akku schnell abnutzen lassen. Doch das australische Forschungsteam habe nun einen Weg gefunden, um den Verschleiß deutlich zu entschleunigen.

Zucker als Bindemittel für Elektroauto-Akkus: 1000 Ladezyklen im Labor

Das Team nutzte Zucker als Bindemittel für die Akkus. Das würde die Verunreinigung der Batterie deutlich mindern, was den Verschleiß geringer werden lasse. Dadurch habe die Batterie über 1000 Ladezyklen im Labor durchmachen können. Der Vorteil: Zucker als Bindemittel sei wesentlich nachhaltiger als bisherige Bindemittel. Die Testergebnisse wurden in der Wissenschaftspublikation Nature Communications veröffentlicht. Doch ob die Technik serienreif ist, müssen viele weitere Tests erst bestätigen.

Für Elektrofahrerinnen und Fahrer könnte ein neuer Akku viele Probleme lösen. Denn immer noch klagen viele Besitzerinnen und Besitzer über Ladesäulenmangel in deutschen Innenstädten. Zudem wird der Strom immer teurer. Ein Beispiel aus den USA zeigt auch, dass Elektroauto-Laden bei Hitze ein echtes Problem werden kann. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa/imago

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Leben auf dem Kreuzfahrtschiff MV Narrative statt im Penthouse

Leben auf dem Kreuzfahrtschiff MV Narrative statt im Penthouse

Leben auf dem Kreuzfahrtschiff MV Narrative statt im Penthouse
Corona-Verordnung in Niedersachsen: Neue Corona-Regeln ab Februar durchgesickert

Corona-Verordnung in Niedersachsen: Neue Corona-Regeln ab Februar durchgesickert

Corona-Verordnung in Niedersachsen: Neue Corona-Regeln ab Februar durchgesickert
Novavax in Niedersachsen: 180.000 Dosen erwartet – wer darauf zugreifen darf

Novavax in Niedersachsen: 180.000 Dosen erwartet – wer darauf zugreifen darf

Novavax in Niedersachsen: 180.000 Dosen erwartet – wer darauf zugreifen darf
Booster-Impfung: Nebenwirkungen nach Auffrischungsimpfung gegen Corona

Booster-Impfung: Nebenwirkungen nach Auffrischungsimpfung gegen Corona

Booster-Impfung: Nebenwirkungen nach Auffrischungsimpfung gegen Corona

Kommentare