Sumte und die Flüchtlinge - wie geht es weiter?

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Der Ortsvorsteher Christian Fabel (CDU, stehend) stellt am 28. Oktobet in Neuhaus während einer Bürgerversammlung zur geplanten Flüchtlingsunterbringung in der Ortschaft Sumte Fragen.

Sumte/Neuhaus - Doch keine 1000: Im niedersächsischen Dörfchen Sumte sollen zunächst nun 500 Flüchtlinge untergebracht werden. Später könnte die Belegung nach aktueller Planung auf bis zu 750 steigen.

Das teilte ein Vertreter des Innenministeriums am Mittwochabend auf einer Bürgerversammlung in Neuhaus mit. Ursprünglich war die Unterbringung von bis zu 1000 Flüchtlingen in einer Anlage mit leerstehenden Bürohäusern erwogen worden. Das hatte in dem Ort mit nur 102 Einwohnern im Landkreis Lüneburg für erhebliche Unruhe und mediales Interesse über Deutschlands Grenzen hinaus gesorgt. So soll es weitergehen:

Ankunft: Die ersten Flüchtlinge sollen bereits am Montag eintreffen. Die Vorbereitungen in dem ehemaligen Bürodorf laufen auf Hochtouren. Betreiber wird der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Trägerschaft liegt beim Land. Wann genau die Busse kommen werden, ist nach Angaben des ASB vom Donnerstag noch völlig offen, möglicherweise erst spät am Abend. Die Unterkunft soll nach derzeitiger Planung befristet nur für ein Jahr genutzt werden.

Sicherheit: In Sumte waren nach Bekanntwerden der Planungen Mitte Oktober erhebliche Bedenken laut geworden. Die nur vier Polizisten in der Gemeinde Amt Neuhaus reichten nicht aus, um notfalls einzuschreiten, hieß es. Auf dem Gelände soll nun ein Sicherheitsdienst permanent vor Ort sein, hieß es dazu vom Innenministerium. Über eine ständige Polizeipräsenz, wie in Sumte gewünscht, ist noch nicht endgültig entschieden, hieß es am Donnerstag bei der Polizei in Lüneburg. Die Straßenbeleuchtung soll künftig auch nachts brennen, defekte Lampen werden derzeit ersetzt.

Infrastruktur: Sumte hat keinen Laden und keine Kneipe. Der nächste Discounter liegt im gut vier Kilometer entfernten Neuhaus, der Bus dahin fährt nur selten. In der Notunterkunft soll deshalb ein kleiner Laden eingerichtet werden, der die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge befriedigen soll. Alkohol soll es dort nicht geben, hieß es. Shuttle-Busse von der Unterkunft sollen die Anbindung an die Orte im Umland verbessern. Ortsvorsteher Christian Fabel (CDU) setzt sich zudem für bessere Internetverbindungen ein.

Freizeit: Eine Wiese neben der Anlage soll als Sportplatz für die Flüchtlinge hergerichtet werden.

dpa

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