Deutscher Wetterdienst warnt

Sturmwarnung Niedersachsen: „Ignatz“ wütet – Bremer Freimarkt verspätet offen

„Ignatz“ wirbelt den Norden durch: Der Bahnverkehr ist beeinträchtigt und in Bremen darf der Freimarkt wieder stattfinden. Die aktuelle Sturm-Entwicklung im News-Ticker.

++ Update vom 21. Oktober, 17:00 Uhr: In Hamburg wurde der Fischmarkt überschwemmt, der Pegel der Elbe ist weiter steigend.  Der deutsche Wetterdienst hat bereits eine Sturmflutwarnung herausgegeben. 24hamburg.de berichtet über Sturm Ignatz in Hamburg*.

++ Update vom 21. Oktober, 15:00 Uhr: Der Bremer Freimarkt öffnet wieder. Nach einer Neubewertung der Wetterlage habe man sich entschieden, dass die Veranstaltung wieder stattfinden darf, heißt es aus dem Wirtschaftsressort. Auch der kleine Freimarkt auf dem Marktplatz ist ab sofort wieder geöffnet.

Ereignis:Bremer Freimarkt 2021
Ort:Bürgerweide
Datum:Fr., 15. Okt. 2021 – So., 31. Okt. 2021
Erster datierter Freimarkt:1035

++ Update vom 21. Oktober, 15:00 Uhr: Der erste Herbststurm bereitet den Feuerwehren in Niedersachsen vor allem Einsätze wegen umgekippter Bäume. In Wolfsburg stürzte wegen des Sturms ein Baum auf zwei geparkte Autos, wie die Polizei mitteilte. Eine 20 Jahre alte Autofahrerin hatte dabei den Beamten zufolge großes Glück. Der Baum verfehlte demnach die Frau nur um wenige Zentimeter, als diese gerade aus ihrem Auto stieg. Ein Ast traf die Frau aber am Kopf – sie kam in eine Klinik.

Auch in und um Göttingen, Hannover und Oldenburg waren Feuerwehren wegen des Sturmtiefs im Einsatz. Bei fast allen Einsätzen gehe es darum, Bäume von den Straßen zu räumen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Göttingen. Dort wurden in Stadt und Kreis bis zum Mittag 56 Sturm-Einsätze registriert. Die Regionalleitstelle Hannover meldete bis zum Vormittag in der gesamten Region Hannover 25 sturmbedingte Einsätze.

Unwetterwarnung durch „Ignatz“: Bahnverkehr beeinträchtigt

++ Update vom 21. Oktober, 13:50 Uhr: Trotz teils schwerer Sturmböen ist es im regionalen Bahnverkehr bis zum Donnerstagmittag nach Angaben der Deutschen Bahn nur vereinzelt zu Einschränkungen gekommen. „Bis auf einige Ausnahmen läuft es“, sagte eine Bahnsprecherin.

Vereinzelt komme es zudem zu Verspätungen auf Strecken bei Northeim und Richtung Küste, sagte die Bahnsprecherin. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt etwa im Internet über ihre Verbindungen informieren. Die Bahngesellschaft Erixx meldete im Harz und in der Heide auf einigen Linien Störungen durch Äste und Bäume in den Gleisen.

Sturm „Ignatz“ zieht über Deutschland. Gegen Abend soll sich die Wetterlage wieder beruhigen, sagen Meteorologen.

In Folge des Sturms kommt es laut der Bahnsprecherin auch in Niedersachsen im Fernverkehr zu Zugausfällen. Grund ist demnach, dass die Bahn den Fernverkehr nach Sturmschäden in Nordrhein-Westfalen zwischenzeitlich einstellte. Züge, die etwa aus NRW über Hannover nach Berlin verkehren, fahren daher nicht, sagte die Sprecherin.

An der Küste lief der Fährverkehr weitgehend uneingeschränkt. Einzelne Fährverbindungen fielen wegen erwarteter höherer Wasserstände am Mittag aus - etwa zwischen Wangerooge und Harlesiel sowie zwischen Langeoog und Bensersiel, wie die Fährgesellschaften mitteilten. Zu den Inseln Norderney und Juist fielen die kleineren Schnellfähren aus.

++ Update vom 21. Oktober, 13:00 Uhr: Eine 22 Jahre alte Autofahrerin ist mit ihrem Wagen bei stürmischem Wetter auf der Autobahn 31 nahe Wietmarschen (Landkreis Grafschaft Bentheim) verunglückt. Eine Polizeisprecherin sagte am Donnerstag, die Frau habe angegeben, ihr Wagen sei am Donnerstagmorgen von einer Windböe erfasst worden.

Daraufhin verlor die Fahrerin die Kontrolle und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Wagen überschlug sich und blieb auf der Fahrerseite liegen. Feuerwehrkräfte mussten die Frau aus dem Wrack befreien. Sie kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Bremer Freimarkt aufgrund von Sturmwarnung geschlossen

++ Update vom 21. Oktober, 12:30 Uhr: Der Bremer Freimarkt bleibt vorerst geschlossen. Das gab der Senat am Donnerstagvormittag bekannt. Eigentlich sollte die Veranstaltung ab 13 Uhr öffnen. Doch aufgrund einer amtlichen Warnung des Deutschen Wetterdienstes habe man davon abgesehen, heißt es in einer Senats-Mitteilung. Nun wolle man beraten, wann der Freimarkt wieder öffnen könne.

Ignatz: Der erste Herbststurm rast über Deutschland.

++ Update vom 21. Oktober, 12:00 Uhr: Der erste kräftigere Herbststurm hat Niedersachsen und Bremen mit teils schweren Sturmböen erreicht. Vor allem im Harz seien bereits reihenweise Bäume umgeknickt, einige fielen auf Straßen, sagte Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz am Donnerstagvormittag. „Jetzt in den Wald zu gehen, ist absolut unverantwortlich. Auch wenn der Sturm abgeflaut ist, dann können Bäume noch jederzeit umfallen“, warnte Knolle. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es zunächst nicht.

Gebirge in Deutschland:Harz
Höhe:1.141 m
Fläche:2.226 km²
Höchstpunkt:Brocken

++ Update vom 21. Oktober, 11:00 Uhr: „Ignatz“ schlägt zu: Es gibt erste Berichte über Behinderungen im Bahnverkehr. Bäume sind auf Oberleitungen gefallen. Mehrere Linien sind betroffen, teilte die Bahn mit – unter anderem der Regionalexpress von Hannover nach Bremerhaven und von Hannover nach Norddeich. Störungen bei den S-Bahnlinien rund um Hannover. Auch auf der Strecke Hamburg nach Kiel und Flensburg gab es Probleme.

Sturmwarnung in Niedersachsen: Zoo in Osnabrück geschlossen

++ Update vom 21. Oktober, 09:40 Uhr: Wegen des Sturmtiefs „Ignatz“ bleibt der Zoo in Osnabrück am Donnerstag geschlossen. Da der Deutsche Wetterdienst Sturmböen von bis zu 110 Kilometern in der Stunde voraussage, wolle der Zoo weder die Gesundheit von Besuchern noch von Tieren gefährden, teilte das Unternehmen mit. Die Tiere sollen nach Möglichkeit in den Stallungen bleiben. Am Freitag werde voraussichtlich wieder geöffnet.

++ Update vom 21. Oktober, 06:04 Uhr: Am frühen Donnerstagmorgen ist Sturmtief „Ignatz“ auf Deutschland getroffen. Mit sich brachte der erste Herbststurm der Saison vielerorts heftige Böen, aber auch Gewitter und Regen. Im Laufe des Donnerstags rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einem Streifen über die Mitte bis in den Osten und Nordosten Deutschlands mit schweren Sturmböen und teilweise orkanartigen Böen von bis zu 105 Kilometern pro Stunde. Im Bergland könne es sogar Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern geben.

Sturmtief „Ignatz“ fegt über Norddeutschland hinweg: Bäume ausgerissen – Mann von Ast getroffen

Den Lagezentren der Polizei lagen zunächst keine größeren Schadensmeldungen vor; vereinzelt habe der Wind Bäume ausgerissen, Schlimmeres sei jedoch nicht passiert, hieß es etwa aus Thüringen und Baden-Württemberg. Im niedersächsischen Delmenhorst war am Mittwochabend ein Mann von einem herabstürzenden Ast getroffen, aber nur leicht verletzt worden, wie die Polizei mitteilte.

Die Deutsche Bahn warnte vor möglichen Zugausfällen oder Verspätungen wegen des Sturms. Allerdings lagen am Morgen noch keine Meldungen über tatsächliche Störungen im Bahnverkehr vor. In der Nordhälfte Deutschlands warnte der Wetterdienst vor ostwärts ziehenden Gewittern, bei denen orkanartige Böen mit bis zu 105 Kilometern pro Stunde wehen könnten. „Kurzlebige Tornados“ seien dabei nicht ausgeschlossen, hieß es.

In Wilhelmshaven sorgte Ignatz teilweise für leichte Überschwemmungen. Das ganz große Chaos blieb aber bis jetzt aus.

Im Laufe des Nachmittags lässt der Wind den DWD-Angaben zufolge von Westen her wieder nach. Es wird insgesamt kühler. Am Donnerstag liegen die Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad, im Westen und Norden zwischen 12 und 15 Grad.

Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst für Deutschland

++ Update vom 21. Oktober, 01:30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt in einer aktualisierten Meldung vor extremen Orkanböen auf dem Brocken, sowie in den Hochlagen verbreitet teils schweren Sturmböen. Außerdem soll es Dauerregen im Schwarzwald geben.

++ Update vom 20. Oktober, 22 Uhr: Spätestens morgen früh müssen Reisende und Verkehrsteilnehmer mit Einschränkungen im Bahn- und Straßenverkehr rechnen, sagte ein Wetterexperte gegenüber der Bild. „Ignatz“ kann auch den Flugverkehr durchwirbeln und am Donnerstag für Behinderungen sorgen, etwa auf den Flughäfen in Bremen und Hannover.

++ Update vom 20. Oktober, 21 Uhr: Experten zufolge besteht Sturm „Ignatz“ aus zwei Wind-Wellen, die beide am Donnerstag über Deutschland hereinbrechen. Die erste Welle fegt mit kräftigen Sturmwinden und Regen über die Republik. Stärker wird die zweite Welle. Von Westen her wird es voraussichtlich das Gebiet von Saarbrücken bis Karlsruhe erfassen und  bis Frankfurt am Main und Stuttgart reichen.

Flughafen in Deutschland:Flughafen Bremen
Terminals:2
Adresse:Flughafenallee 20, 28199 Bremen
Passagiere:594.680 (2020)

++ Update vom 20. Oktober, 20 Uhr: Erst am Samstag wird der Sturm wohl gänzlich abgezogen sein. Es soll wechselnd bewölkt und meist trocken werden, mit Höchstwerten zwischen 10 und 13 Grad. In der Nacht zu Sonntag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit Nebel. Es kann zu Bodenfrost kommen.

Sturmfluten drohen: Unwetterwarnung für die Nordseeküste

++ Update vom 20. Oktober, 19 Uhr: Sturmgefahr an der Küste: Weil „Ignatz“ auch noch am Freitag wütet, kann es an der Nordseeküste zu mehreren Sturmfluten kommen. Strände und Vorländer könnten überschwemmt werden, warnt der Sturmflutwarndienst des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Im Süden Deutschlands soll es hingegen aufklaren, bei 15 Grad und viel Sonne.

++ Update vom 20. Oktober, 18 Uhr: Meteorologen erwarten am Donnerstagmorgen. 21. Oktober 2021, eine Regenfront, die bis Mitteldeutschland zieht. Gegen 6 Uhr wird das Hauptwindfeld im Westen erwartet. Von dort an wird „Ignatz“ wohl weiter an Fahrt aufnehmen, um über Deutschland zu fegen.

Untwetterwarnung in Niedersachsen: Wälder nicht betreten

++ Update vom 20. Oktober, 17 Uhr: Welche Kraft „Ignatz“ hat, wurde am Mittwochmorgen auf dem Brocken deutlich. Dort haute es mehrere Menschen von den Füßen, berichten Medien. Bereits ab Windgeschwindigkeiten von 120 km/h fällt es Menschen schwer, sich auf den Beinen zu halten. In den Hochlagen im Harz sind am frühen Donnerstagmorgen sogar bis zu 160 km/h möglich.

Spaziergänger stehen am Mittwoch am Nordsee-Ufer. Am Freitag kann es hier zu Sturmfluten kommen.

++ Update vom 20. Oktober, 16:30 Uhr: Experten warnen davor, am Mittwochabend Wälder zu betreten. Es bestehe die Gefahr, dass Bäume umknicken und Äste runterfallen. Lastwagen-Fahrer sollten es vermeiden, über Brücken zu fahren. Heftige Seitenwinde können auch tonnenschwere Fahrzeuge umwerfen.

Unwetterwarnung: Orkan-Alarm an den Küsten

++ Update vom 20. Oktober, 15:00 Uhr: Experten rechnen am Donnerstag mit heftigem Wind in ganz Deutschland. Teilweise kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Auch der Landesforstbetrieb stelle sich auf Schäden in den Wäldern ein und werde die Entwicklung genau beobachten, sagte ein Sprecher. 

++ Update vom 20. Oktober, 14:00 Uhr: Wie der DWD in seiner aktuellen Warnkarte verdeutlicht, gilt für einzelne Landkreise aktuell bereits die Stufe drei vor Unwettern. Die Menschen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg müssen am Donnerstag mit schweren Sturmböen rechnen. An den Küsten seien vereinzelt orkanartige Böen nicht ausgeschlossen, sagte die Meteorologin Julia Schmidt vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

++ Update vom 20. Oktober, 13:00 Uhr: „Wer Donnerstag die Möglichkeit hat, im Home-Office zu arbeiten, sollte das nutzen“, rät die Ines von Hollen, Meteorologin beim DWD in Essen am Mittwoch. „Wer raus muss, sollte auf sich aufpassen.“ Bäume, die noch Laub trügen, könnten entwurzelt werden, lose Dachziegel umherfliegen oder nicht ausreichend gesicherte Baugerüste zur Gefahr werden, warnte von Hollen.

++ Update vom 20. Oktober, 12:00 Uhr: Das heftige Sturmfeld befinde sich noch westlich von Schottland, nähere sich aber mit bemerkenswerter Geschwindigkeit, erklärte der Wetterexperte am Mittwochvormittag. Bis zum Donnerstagmittag dürfte es sich flächendeckend im Bundesland bemerkbar machen. Dann sei auch mit dem Höhepunkt zu rechnen. Der Freimarkt in Bremen öffnet am Mittwoch ganz normal, am Nachmittag soll sich aber noch ein Krisenstab treffen.

Erster Herbststurm im Anzug - Orkanartige Böen an der Nordsee möglich

++ Update vom 20. Oktober, 11:00 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat inzwischen eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen herausgegeben. Windgeschwindigkeiten bis zu 90 Kilometern pro Stunde werden am Donnerstag flächendeckend auftreten. Hinzu kämen laut DWD-Sprecher vereinzelte heftige Schauer und Gewitter. Regional könnten Windgeschwindigkeiten jenseits von 100 Kilometern pro Stunde auftreten.

Die heftigsten Winde dürften laut DWD am Brocken im Harz zu spüren sein. Der Höhepunkt dürfte dort gegen Mittag mit Windgeschwindigkeiten um die 150 km/h erreicht werden. Entsprechend sprach der DWD für Lagen über 1000 Metern eine Unwetterwarnung vor extremen Orkanböen aus.

Sturm fegt mit bis zu 150 km/h über Deutschland

Ursprungsmeldung vom 20. Oktober, 8 Uhr: Norden – Die Tage werden kürzer, das Wetter ungemütlicher und nun droht der erste richtige Herbststurm der Saison: Die ersten Auswirkungen von „Ignatz“ werden für den Donnerstagmittag an der niedersächsischen Küste erwartet. Nach Informationen des Sturmflutwarndienstes des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWNK) könnte es beim Mittagshochwasser am Donnerstag und beim Hochwasser in der Nacht zum Freitag zu einer leichten Sturmflut kommen.

Erwartet wird jeweils eine Flut, die etwa einen Meter höher aufläuft als das mittlere Tidehochwasser und damit Strände sowie Vorländer überfluten könnte. Bereits vor wenigen Wochen gab es schon eine Sturmflutwarnung für den norddeutschen Raum. Damals überschwemmte das Wasser unter anderem den Fischmarkt in Hamburg.

Landesbetrieb:Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Gründung:1. Januar 2005
Hauptsitz:Norden, Niedersachsen
Bedienstete:1400

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, kann der Wind bereits am Mittwoch von Südwesten zunehmen. Später werden dann stürmische Böen aus westlicher und nordwestlicher Richtung erwartet.

Ungemütlich wird es an der Nordseeküste und auf den Inseln: So sollen der Vorhersage nach schwere Sturmböen der Stärke 10 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde die Regionen treffen. Aber nicht nur an der Nordsee wird es stürmisch: In den Hochlagen des Harzes werden auch orkanartige Böen erwartet. Im vergangenen März wurden ebenfalls Sturmböen mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde gemessen. Damals musste in Bremen eine Bahnstrecke gesperrt werden.

Herbststurm „Ignatz“: Leichte Sturmfluten in Niedersachsen keine Seltenheit

Leichte Sturmfluten seien in der Herbstzeit und Winterzeit nichts Ungewöhnliches, betonte NLWKN-Sprecher Carsten Lippe gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Entlang der Küste seien Tourismus- und Kurbetriebe sowie der Küstenschutz auf die Sturmflutsaison eingestellt.

Zwischen September und April können leichte Sturmfluten statistisch bis zu zehnmal auftreten. Aus diesem Grund werden ab September bereits Strandkörbe in die Winterlager geräumt. Dass es in Norddeutschland häufiger mal stürmt, dürfte jedem bekannt sein. Nach den Flutkatastrophen des vergangenen Sommers stellt sich aber die Frage, wie es um den Überschwemmungsschutz in der Region steht.

Ignatz: der erste Herbststurm wird in Niedersachsen erwartet. (Symbolbild)

Sturmfluten treffen immer wieder die deutsche Nordseeküste. Der NLWKN berichtet auf seiner Website von zwei schweren Ereignissen in den vergangenen 20 Jahren: In der Nacht zum 6. Dezember im Jahr 2013 traf die Küste eine der schwersten Sturmfluten der vergangenen 100 Jahre. Teilweise wurden die normalen Hochwasserstände um drei Meter überboten. Die Folgen waren verheerend: Auf den Inseln kam es zu erheblichen Dünenabbrüchen, Sperrwerke mussten geschlossen werden.

Sturmflut in Niedersachsen: Küste wurde 2006 schwer getroffen

Auch die Sturmflut vom 1. November 2006 zählt zu den schwersten Fluten der vergangenen Jahre. Damals wurden ebenfalls Pegelstände erreicht, die etwa drei Meter über dem normalen Hochwasser lagen. Neben diversen Dünenabbrüchen waren besonders die Emsmündung und die Jade betroffen. Um das Hinterland zu schützen, mussten Sperrwerke geschlossen werden.

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In Ostfriesland sehen sich die Feuerwehren für den ersten Herbststurm gut gerüstet: „Unsere Kettensägen sind immer geschärft“, sagte Sprecher Manuel Goldenstein mit Blick auf mögliche Sturmeinsätze zur Deutschen Presse-Agentur. Die Wehren seien gut aufgestellt. Um möglichst unbeschadet Herbststürme zu überstehen, empfiehlt Goldenstein, Haus und Garten sturmsicher zu machen. So sollen etwa Gartenmöbel gesichert und Pavillons abgebaut werden. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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