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Orkan-Alarm im Norden: Sturm „Ylenia“ legt Bahnverkehr lahm – Flüge gestrichen

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Von: Fabian Raddatz, Johannes Nuß, Mark Stoffers

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Sturm „Ylenia“ wütet im Norden: Der Bahnverkehr wurde eingestellt, Flüge gestrichen. Vielerorts fällt der Schulunterricht aus. Der wichtigsten Entwicklungen im Überblick.

Update vom 17. Februar 2022, 14:30 Uhr: Im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn müssten Reisende noch länger mit Einschränkungen leben, teilte das Unternehmen mit. Im gesamten Norden gebe es weiterhin keine ICE- oder IC-Verbindungen. Erst südlich von Münster fahren Fernzüge. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, ist unklar. Eine Prognose sei derzeit schwierig.

Reisende warten am Morgen im Hauptbahnhof in Hannover.
Szenen vom Hauptbahnhof in Hannover. Reisende warten am Donnerstag auf Züge. © Moritz Frankenberg/dpa

Auf einzelnen Strecken habe man den Regionalverkehr aber wieder aufnehmen können, hieß es. So fährt die Linie RE1 zwischen Norddeich/Mole und Hannover wieder, jedoch nur zwischen Bremen und Hannover. Zwischen Bremerhaven/Lehe und Osnabrück verkehren Bahnen der Linie R9. Und auf der Linie R8 nur zwischen Bremen und Hannover.

Die Deutsche Bahn hat zwischen Bremen und Uelzen ein Bus-Ersatzverkehr eingerichtet. Das würde derzeit nicht auf jeder Strecke gelingen. Reisende sollten bei allen Verbindungen mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen.

Sturmtief „Ylenia“ legt Bahnverkehr im Norden lahm: Metronom, enno und erixx fahren nicht mehr

Die Züge von metronom, enno und erixx werden am Donnerstag nicht mehr fahren. Das teilte das Bahnunternehmen aus Uelzen nun in einer Pressemitteilung mit. Man wolle nun versuchen, ersatzweise eine Grundversorgung mit Bussen sicherzustellen. Reisenden wird empfohlen, sich vor Fahrtantritt auf der Metronom-App oder sich mittels App zu informieren. Auch die Nordwestbahn fährt nicht.

Die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH, die in Niedersachsen einige Bahnlinien des Regionalverkehrs betreibt, prüft derzeit eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs. Es werde weiterhin zu Einschränkungen kommen, ein Busersatzverkehr sei eingerichtet. Betroffen sind die Linien: RB 37 (Bremen Hbf–Soltau–Uelzen), RB 38 (Hannover Hbf–Soltau–Buchholz (Nordheide)Hamburg-Harburg), RB 77 (Hildesheim Hbf–Hameln–Löhne–Bünde) und RB 79 (Hildesheim–Bodenburg).

Orkan fegt über Norddeutschland: Die spektakulärsten Bilder

Update vom 17. Februar 2022, 13 Uhr: Stürme im Norden, das bedeutet auch immer spektakuläre Aufnahmen. Kreiszeitung.de hat die beeindruckendsten Bilder des Orkans zusammengestellt.

Update vom 17. Februar 2022, 12:45 Uhr: In der Stadt Bremen soll der Schulunterricht am Freitag, 18. Februar 2022, wieder stattfinden. Das berichtet das Regionalmagazin „buten un binnen“. Demnach gilt Präsenzunterricht.

Ob das auch für die Schüler in Niedersachsen gilt, ist derzeit noch unklar. In zahlreichen Landkreisen war der Unterricht am Donnerstag ausgefallen.

Orkan-Alarm in Niedersachsen und Bremen: Sturmtief „Zeynep“ soll noch heftiger werden

Update vom 17. Februar 2022, 12:30 Uhr: Nachdem Orkantief „Ylenia“ bis zum Donnerstagabend abgezogen sein soll, bleibt den Menschen in Niedersachsen und Bremen kaum Zeit zum Verschnaufen. „Es zieht noch ein Orkan auf“, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg am Donnerstag. Orkantief „Zeynep“ könnte demnach in Teilen noch stärkere Orkanböen bringen als „Ylenia“. Vor allem der Norden Deutschlands soll von dem neuen Sturm demnach betroffen sein.

Ab dem Freitagnachmittag soll der Wind im Nordwesten erneut spürbar auffrischen und dann seinen Höhepunkt am Freitagabend und in der ersten Nachthälte zum Samstag erreichen. Insbesondere auf den Ostfriesischen Inseln und an exponierten Lagen seien dann extreme Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Stundenkilometern zu erwarten, sagte die DWD-Meteorologin.

Für das Binnenland rechnet der Wetterdienst erneut mit orkanartigen Böen und Orkanböen der Stärke 11 und 12. Entsprechende Unwetterwarnungen sollten im Lauf des Freitags veröffentlicht werden.

Die Polizei in Ostfriesland warnt mit Bild von umherfliegender vor dem Orkan

Update vom 17. Februar 2022, 10:00 Uhr: „Sturm ist, wenn die Schafe keine Locken mehr haben“, heißt es oft in Ostfriesland. Die Polizeiinspektion Emden/Leer hat auf Twitter eine Bildmontage von einer Kuh veröffentlicht, die über einen Deich und eine ostfriesische Landschaft hinwegfliegt. „Wir hebben een bietje Wind in Oostfreesland. Ji muten vörsichtig fahren un uppassen“, schrieben die Beamten dazu auf Plattdeutsch. Gemeint ist: Es stürmt in Ostfriesland und Autofahrerinnen und Autofahrer sollten vorsichtig fahren.

Eine Bildmontage, wo eine Kuh über den Deich fliegt.
Mit diesem Foto auf Twitter warnt die Polizei in Ostfriesland vor dem Orkan. © Polizeiinspektion Emden/Leer

Auf Nachfrage gab eine Polizeisprecherin aber Entwarnung: „Nein, umherfliegende Kühe hatten wir noch nicht.“ Auch Verletzte habe es infolge des Sturmes bislang nicht im Bereich der Polizeiinspektion gegeben. Mit dem Bild habe man lediglich die Kraft des Sturmes auf humorvolle Weise veranschaulichen wollen. Bis zum Donnerstagmorgen hatte die Polizei in Emden und Leer 31 Gefahrenstellen und fünf Verkehrsunfälle registriert – die Notfälle verliefen glimpflich.

Bundesamt gibt nächste Sturmflut-Warnung für die Nordsee-Küste heraus

Update vom 17. Februar 2022, 09:40 Uhr: Jetzt droht die nächste Sturmflut: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat für die deutsche Nordseeküste erneut vor der Gefahr einer Sturmflut am Donnerstagnachmittag gewarnt. An der ostfriesischen Küste wird das Hochwasser etwa 1 Meter höher als das mittlere Hochwasser ausfallen, wie das BSH am Donnerstagmorgen mitteilte.

An der nordfriesischen Küste und im Weser- und Elbegebiet wird das Hochwasser 1 bis 1,5 Meter höher sein als normal. Im Hamburger Elbegebiet erreicht das Hochwasser wohl Werte, die 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen. Die Sturmflutgefahr besteht bis etwa 17:20 Uhr.

Eine Sturmflut in Bremerhaven
Sturmflut-Alarm: In Bremerhaven hat Tief „Ylenia“ in der Nacht zu Donnerstag das Wasser über die Ufer treten lassen. © Jörn Hüneke

Für Freitagfrüh wird erneut eine Sturmflut erwartet, wie ein Sprecher sagte. Sturmfluten an sich seien durchaus normal, in der Häufigkeit wie im Moment jedoch schon ungewöhnlich, so der Sprecher weiter. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den vergangenen 20 Jahren so viele Sturmfluten hintereinander hatten.“ Seit dem 29. Januar hat das BSH bereits vor acht Sturmfluten gewarnt.

Der nächste Sturm soll am Freitagnachmittag kommen

An der Nordseeküste spricht man von einer Sturmflut, wenn das Hochwasser mindestens 1,5 Meter höher als normal aufläuft. Von einer schweren oder sehr schweren Sturmflut wird erst ab Werten von 2,5 beziehungsweise 3,5 Meter gesprochen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt es am Donnerstag weiterhin verbreitet orkanartige Böen im Norden Deutschlands. Dabei können im Norden und im Osten Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde auftreten. Für Freitagnachmittag wird zudem die nächste Sturmlage erwartet. Dabei konnten zunächst auch Orkanböen nicht ausgeschlossen werden. Details seien allerdings noch sehr unsicher.

Sturm „Ylenia“ legt Bahnverkehr lahm – Flüge gestrichen

Update vom 17. Februar 2022, 09:20 Uhr: Das Sturmtief über Deutschland beeinträchtigt am Donnerstagmorgen auch den Flugverkehr. Die Lufthansa hat bislang vorsorglich 20 Flüge gestrichen, wie das Unternehmen in der Nacht auf Anfrage mitteilte. Fluggästen wird empfohlen, sich auf der Website der Fluggesellschaft über den Status ihres Fluges zu informieren.

Eine Eurowings-Maschine steht am Hamburger Flughafen.
Am Hamburger Flughafen fallen am Donnerstag Flüge aus: Verbindungen nach München, Frankfurt, Kopenhafen, Zürich und Istanbul sind betroffen. (Archivbild) © Jonas Walzberg/dpa

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt sind nach Betreiberangaben Verbindungen mit Berlin, Hamburg und München betroffen. Über die 20 bereits angekündigten Flüge hinaus will Lufthansa im Tagesverlauf zunächst keine weiteren Verbindungen streichen. Dies sei noch immer Stand der Dinge, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstagmorgen mit.

Auch am Hamburger Flughafen fallen am Donnerstag rund ein Dutzend Flüge aus. Betroffen sind die Linien nach München, Frankfurt, Kopenhafen, Zürich und Istanbul, teilte der Airport mit. 24hamburg.de informiert über die wichtigsten Ereignisse zum Sturm in Hamburg*.

Sturmtief „Ylenia“ fegt über Norddeutschland: Bis zu 156 Stundenkilometer im Harz gemessen

Update vom 17. Februar 2022, 09:15 Uhr: Sturmtief „Ylenia“ fegt mit wahnsinnigen Geschwindigkeiten über den Norden Deutschlands: Auf dem dem Brocken im Harz sind in der Nacht in der Spitze Windgeschwindigkeiten von bis zu 156 Stundenkilometern gemessen worden. Der Wert sei kurz nach Mitternacht aufgezeichnet worden, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Er wies darauf hin, dass die Zahlen noch vorläufig seien und noch um einige Stundenkilometer korrigiert werden könnten.

In vielen Regionen im Nordwesten wurden den Angaben zufolge orkanartige Böen der Stärke 11 registriert – etwa in Bückeburg im Landkreis Schaumburg (115 km/h), in Bremen (112 km/h) und in Cuxhaven (108 km/h).

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach hatte für Mittwochabend bis Donnerstagabend Unwetterwarnungen hauptsächlich für die nördliche Hälfte des Landes herausgegeben.

Update vom 17. Februar 2022, 09:10 Uhr: „Ylenia“ ist der bislang heftigste Sturm des Jahres. Die schweren Orkanböen von bis zu 120 Stundenkilometern schmeißen auch Lkws und Bäume um. Feuerwehr und Polizei sind im Dauerstress. In unserem Einsatz-Ticker zum Orkan-Alarm in Niedersachsen informieren wir über die wichtigsten Ereignisse.

Sturm „Ylenia“ legt Bahnverkehr im Norden lahm

Update vom 17. Februar 2022, 06:50 Uhr: Der Zugverkehr ist in Niedersachsen durch das anhaltende Sturmtief stark beeinträchtigt. Bis auf Weiteres fallen die Nahverkehrszüge von Enno, Metronom und Erixx aus, wie es am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung hieß. Die Strecken seien aus Sicherheitsgründen gesperrt worden.

Ein Mann steht im Hauptbahnhof vor der Anzeigetafel, auf der Verspätungen und Zugausfälle angezeigt werden
Sturmtief „Ylenia“ sorgt für Verspätungen und Ausfälle im Zugverkehr. (Symbolbild) © Jonas Güttler/dpa

Auch die Nordwestbahn teilte am frühen Morgen mit, ihren gesamten Zugverkehr aufgrund der Wetterlage bis auf Weiteres eingestellt zu haben. Der Zugverkehr werde laut Mitteilung voraussichtlich gegen Mittag wieder aufgenommen. Wie die Deutsche Bahn am Donnerstagmorgen mitteilte, können in Niedersachsen aufgrund der Sturmschäden südlich von Hamburg keine Züge fahren. In der Nordhälfte Deutschlands sollen voraussichtlich bis in die Mittagsstunden keine Züge des Fernverkehrs fahren. 

Sturmtief „Ylenia“ wütet im Norden: Fernverkehr in mehreren Bundesländern eingestellt

Die Deutsche Bahn hat wegen des Sturms den Fernverkehr in mehreren Bundesländern eingestellt. In Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg verkehren keine Züge des Fernverkehrs, wie das Unternehmen am Donnerstagmorgen mitteilte. Auswirkungen gebe es auch in anderen Bundesländern.

Orkan-Alarm in Niedersachsen: Bahnunternehmen rechnen mit massiven Ausfällen und Verspätungen

Update vom 16. Februar 2022, 20:15 Uhr: Wegen des Orkantiefs geht die Bahngesellschaft Metronom ab der Nacht zum Donnerstag von Behinderungen in ihrem Bahnbetrieb aus. Bis voraussichtlich in den Samstag hinein sei mit starken Einschränkungen, Verspätungen und Zugausfällen auf den Linien von Metronom, Enno und Erixx zu rechnen, teilte die Bahngesellschaft am Mittwoch mit. Bereits am Mittwochabend ab 20.00 Uhr sollten Züge nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit fahren. Nach Mitternacht werde der Betrieb voraussichtlich über die Nacht ganz eingestellt, hieß es. Fahrgäste sollten sich darauf einstellen.

Laut Metronom besteht die Gefahr, dass umstürzende Bäume den Schienenverkehr lahmlegen. „Die Drosselung der Geschwindigkeit ist eine Vorsichtsmaßnahme, um Kollisionen möglichst zu vermeiden oder im Ernstfall zumindest deren Folgen abzumindern“, sagte die Sprecherin von Metronom und Errix, Miriam Fehsenfeld.

Auch die Deutsche Bahn kündigte auf ihrer Website an, dass der Orkan am Donnerstag Folgen für den Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen haben könnte. Es könne zu Verspätungen und Zugausfällen kommen, hieß es im Zusammenhang mit dem Orkan-Alarm in Niedersachsen.

Unwetter-Warnung: Erhöhtes Tornado-Risiko im Norden

Update vom 16. Februar 2022, 18:15 Uhr: In Sachen Orkan-Alarm wird es ernst im Norden: Die Landkreise reagieren und nun herrscht in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine erhöhte Tornado-Gefahr in Norddeutschland.

Kurz vor Mitternacht zieht von der Nordsee die Kaltfont von Sturm Ylenia über den Norden. Diese Kaltfront ist aber von den starken Höhenwinden bereits stark deformiert. Schauer, zum Teil heftiger Platzregen und auch kurze Gewitter können laut Wettervorhersage aufkommen. An der Kaltfront können Windspitzen bis zu 120 km/h im Orkanbereich auftreten, denn der Höhenwind kann möglicherweise bis zum Boden durchschlagen.

Im Norden, aber besonders zwischen Hamburg und Berlin, wurde ein erhöhtes Tornado-Risiko ausgerufen. Zwischen 23:00 und 4:00 Uhr ist es unter Umständen möglich, dass sich an einem Gewitter ein Tornado bilden könnte. Das muss nicht passieren, denn Tornados in der Nacht, und übrigens auch zu dieser Jahreszeit, sind sehr selten. Doch die hohen Scherwinde und die möglichen Gewitter könnten einen Tornado auslösen. Die Tornado-Gefahr ist auf jeden Fall erhöht.

Schulausfall in Niedersachsen: Orkan-Alarm – viele Landkreise reagieren auf Sturm-Warnung

In folgenden Landkreisen und Städten in Niedersachsen kommt es am Donnerstag, 17. Februar 2022, zum Schulausfall. Kein Unterricht findet damit an allgemein- und berufsbildenden Schulen statt:

Landkreis Ammerland

Landkreis Aurich

Landkreis Cloppenburg

Landkreis Cuxhaven

Landkreis Diepholz

Landkreis Emsland

Landkreis Friesland

Landkreis Gifhorn

Landkreis Göttingen

Landkreis Goslar

Landkreis Grafschaft Bentheim

Landkreis Hameln-Pyrmont

Landkreis Harburg

Landkreis Heidekreis

Landkreis Helmstedt

Landkreis Hildesheim

Landkreis Holzminden

Landkreis Leer

Landkreis Northeim

Landkreis Osnabrück

Landkreis Oldenburg

Landkreis Peine

Landkreis Rotenburg

Landkreis Schaumburg

Landkreis Stade

Landkreis Uelzen

Landkreis Vechta

Landkreis Wesermarsch

Landkreis Wittmund

Landkreis Wolfenbüttel

Region Hannover

Stadt Braunschweig

Stadt Delmenhorst

Stadt Emden

Stadt Hannover

Stadt Oldenburg

Stadt Osnabrück

Stadt Salzgitter

Stadt Wolfenbüttel

Stadt Wolfsburg

In Wilhelmshaven bleiben am Donnerstag, 17. Februar 2022, zumindest die allgemeinbildenden Schulen geschlossen. Nicht von der Schließung betroffen ist die BBS Wilhelmshaven, die Schule wechselt für Donnerstag in den Distanzunterricht.

Update vom 16. Februar 2022, 16:15 Uhr: Hannover – Wegen der Unwetterwarnung für die nächsten Tage kann es kurzfristig zu Schulausfällen kommen, wenn die Sicherheit des Schulweges und die Schülerbeförderung nicht mehr sicher gewährleistet werden können. Das gab das niedersächsische Kultusministerium in Hannover am Mittwochnachmittag bekannt.

Orkan-Alarm in Niedersachsen: Meteorologen warnen vor Orkan-Böen umherfliegenden Gegenständen und umstürzenden Bäumen

Laut den Meteorologen besteht Gefahr etwa durch umherfliegende Gegenstände und umstürzende Bäume. Es könne zu Schäden an Gebäuden kommen und Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr geben. Die Feuerwehren in Ostfriesland riefen insbesondere Küstenbewohner dazu auf, Gartenmöbel und Mülltonnen zu sichern - und auch Baugerüste und Werbeschilder sollten auf sicheren Halt überprüft werden. Die Hamburger Feuerwehr empfahl Warn-Apps zu nutzen, mit denen man gut über die Unwetter informiert sei.

Orkan in Norddeutschland: Experten warnen vor Sturmfluten an der Nordseeküste sowie an Elbe und Weser

An der Nordseeküste erwarten Experten Sturmfluten. Nach Angaben des BSH in Hamburg wird das Hochwasser in der Nacht zum Donnerstag an der ostfriesischen Küste 0,75 bis 1 Meter höher als das mittlere Hochwasser auflaufen. An der nordfriesischen Küste und im Weser- und Elbegebiet soll das Hochwasser 1 bis 1,5 Meter höher ausfallen als normal. Im Hamburger Elbegebiet erreicht das Hochwasser Werte*, die 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser liegen. An der Nordseeküste spricht man von einer Sturmflut, wenn das Hochwasser mindestens 1,5 Meter höher als normal aufläuft.

Orkan-Alarm an der Nordseeküste: Wegen Sturmwarnung sagen Fährbetriebe den Fährverkehr zu Inseln und Halligen ab

Angesichts der Sturmwarnung sagten viele Fährbetriebe an der Nordseeküste den Fährverkehr für Donnerstag ab. Etwa kündigte die Wyker Dampfschiffs-Reederei an, dass es am Donnerstag keine Fahrten zwischen Schlüttsiel und den Halligen gibt. Auch die Reederei Norden-Frisia gab an, den Fährverkehr zu den Ostfriesischen Inseln Juist und Norderney am Donnerstag einzustellen. Bei den Fähren nach Baltrum, Langeoog und Wangerooge kommt es ebenfalls zu Ausfällen. Die Fähren zwischen Cuxhaven und Helgoland fahren am Donnerstag ebenfalls nicht, wie die Reederei Cassen-Eils mitteilte.

Orkan-Warnung im Harz: Lebensgefahr durch abbrechende Äste, umstürzende Bäume und vereiste Wege

Der Nationalpark Harz warnte in einer Mitteilung davor, bei Sturm Wälder zu betreten. Es bestehe Lebensgefahr durch abbrechende Äste, umstürzende Bäume und vereiste Wege.

Sturmwarnung in Wilhelmshaven: Friesendamm wegen Orkan-Alarm gesperrt

In Wilhelmshaven wurde wegen der Sturmwarnung der sogenannte Friesendamm für die kommenden Tage gesperrt. Die Stadt Emden kündigte wegen der Sturmwarnung Einschränkungen bei der Müllabfuhr an.

DWD-Meteorologe über Orkan-Alarm im Norden: „So einen Sturm hatten wir nun aber lange Zeit nicht.“

DWD-Meteorologe Peters sagte, in diesem Winter habe es bereits mehrere kräftigere Stürme gegeben. „So einen Sturm hatten wir nun aber lange Zeit nicht.“ Am Donnerstagabend sei der Spuk vorerst vorbei - doch bereits ab Freitagabend soll ein neues Unwetter mit teils Orkanböen aufziehen. Die genaue Stärke und die Zugrichtung seien aber noch nicht absehbar, sagte Peters am Mittwoch.

Orkan-Alarm in Norddeutschland: In Niedersachsen kann die Schule ausfallen

Die jeweiligen Landkreise sind für die Schülerbeförderung zuständig und treffen in der Regel erst am frühen Morgen des jeweiligen Schultages die Entscheidung, ob Unterricht stattfinden kann oder nicht. Genaue Informationen werden dann umgehend über die bekannten regionalen Rundfunksender zusammen mit den Verkehrshinweisen nach den Nachrichten bekannt gegeben. Manche Landkreise stellen diese Hinweise auf ihrer Homepage ein oder bieten einen Service per SMS-Benachrichtigung.

Eine weitere Informationsquelle bietet das Internet: Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen informiert aktuell und zuverlässig unter der Adresse www.vmz-niedersachsen.de. Bis jetzt steht fest, dass in Emden und in den Landkreisen Osnabrück, Goslar und Holzminden die Schule ausfallen wird. Im Land Bremen bleiben am Donnerstag sämtliche Schulen geschlossen, eine Betreuung ist jedoch in jedem Falle sichergestellt, heißt es aus dem Bildungsressort. (jon)

Wetter in Bremen, Niedersachsen und Hamburg: Windgeschwindigkeiten zwischen 110 und bis zu 140 km/h

Erstmeldung vom 15. Februar 2022, 18:30 Uhr: Emden/Hamburg – Sturmtief Nadia ist gerade erst abgezogen in Niedersachsen, da kündigt sich zur Wochenmitte in Niedersachsen, Bremen und Hamburg mit Tief Vera bereits der nächste Orkan an. Mit Windstärke 12 wird der Orkan laut Meteorologen ab der Nacht zum Donnerstag, 17. Februar 2022, über Norddeutschland hinwegziehen. Besonders die Küste, die Inseln und das Bergland im Harz werde das Unwetter mit Orkanstärke treffen, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg am Dienstagmittag. Noch am Wochenende hatte traumhaftes Wetter tausende Ausflügler in den Harz*.

Dort seien Windgeschwindigkeiten zwischen 110 und bis zu 140 Kilometer pro Stunde möglich. Bereits am Mittwochabend, 16. Februar 2022, soll der Wind aus Westen spürbar auffrischen. „In der Nacht werden die Windgeschwindigkeiten dann rapide zunehmen“, sagte die Meteorologin. Es sei von einer Unwetterlage auszugehen. Amtliche Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes sollten am Mittwoch folgen.

Eine Frau steht am Strand und beobachtet die aufgebrachte Nordsee.
Ab Donnerstag wird es in Norddeutschland mit Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h ungemütlich. (Archivbild) © Volker Bartels/dpa

Das Sturmfeld trifft auch das niedersächsische Binnenland. Dort seien schwere Sturmböen und teils auch orkanartige Böen möglich, mit Windgeschwindigkeiten zwischen 90 und 110 Stundenkilometern, sagte die DWD-Meteorologin. Das entspricht der Windstärke 10 bis 11.

Wetter in Bremen, Niedersachsen und Hamburg: Fährverkehr wegen Sturmwarnung Donnerstag eingestellt

An der niedersächsischen Küste erwarten Experten des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Norden Sturmfluten. Nach Prognosen des Sturmflutwarndienstes der Behörde vom Dienstagmittag soll das Mittagshochwasser am Donnerstagmittag vor Norderney, in Emden und Bremerhaven um eineinviertel Meter höher auflaufen als normal. Strände, Vorländer und auch Hafenflächen könnten dann überflutet werden, hieß es. Auch das Hochwasser in der Nacht zum Freitag dürfte höher ausfallen – die Experten rechnen dann mit etwa einem Meter mehr als normal.

Angesichts der Sturmwarnung informierten Fährbetriebe an der Küste bereits am Dienstag vorab Reisende von und zu den Ostfriesischen Inseln über Ausfälle im Fährverkehr. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit“ komme es ganztägig am Donnerstag und am Freitag ab dem späten Nachmittag zu Verzögerungen und Ausfällen bei den Inselfähren für Juist und Norderney, teilte etwa die Reederei Norden-Frisia auf ihrer Website mit.

Wetter in Bremen, Niedersachsen und Hamburg: Wer zahlt bei Sturmschäden?

Die Bahn, die die Fähren nach Wangerooge betreibt, kündigte an, den Fährverkehr wegen der Sturmwarnung am Donnerstag einzustellen. Auch die Reederei Baltrum-Linie und die Inselgemeinde Langeoog sagten alle Abfahrten für ihre Fähren am Donnerstag ab.

Orkan-Alarm in Niedersachsen und Bremen: Feuerwehr in Bremen stockt Personal auf

In Bremen bereiten sich die Feuerwehr auf zahlreiche Einsätze ab Mittwochabend vor: Das werde mehr als „ein büschen Wind“, teilten die Retter auf Twitter mit. Es seien im Land mehr Kräfte im Einsatz als sonst, sagt Michael Richartz, Sprecher der Bremer Feuerwehr. „Wir haben auch das Personal in der Leitstelle verstärkt, um die zusätzlichen Notrufe von Bürgern aufzunehmen.“ Er rät den Bürgern, Gartenmöbel zu sichern und sich nicht unnötig im Freien – und insbesondere nicht unter Bäumen aufzuhalten.

Dasselbe empfiehlt auch der Bremer Bürgerpark-Chef Tim Großmann. Immer wieder begäben sich Menschen leichtsinnig in Gefahr, etwa wenn sie zum Joggen oder Spaziergang mit dem Hund in den Park gehen – trotz amtlicher Sturm- und Orkanwarnung. Großmann befürchtet, dass auch dieses Mal wieder einige durch abbrechende Äste oder umstürzende Bäume ihr Leben riskieren werden.

Orkan-Gefahr in Bremen: So schlimm wird es

Während es Bremerhaven an der Küste voraussichtlich viel schwerer treffen wird – hier drohen am Donnerstag Orkanböen von bis zu 130 km/h und Sturmfluten – rasen mehrere schwere Sturmböen von bis zu 100 km/h und in schneller Abfolge über die Hansestadt. Der erste Sturm wird von Mittwochabend bis Donnerstagabend andauern und kräftige Schauer und Gewitter mit sich bringen.

Laut den Meteorologen besteht Gefahr etwa durch umherfliegende Gegenstände und umstürzende Bäume. Es könne zu Schäden an Gebäuden kommen und Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr geben. Zudem seien am Freitagabend Überschwemmungen möglich. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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