„Herwart“ sorgt für Chaos

Sturm stoppt Zugverkehr: Kaum Züge nach Bremen unterwegs

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Sturmtief „Herwart“ war auch in Wilhelmshaven zu spüren.

Hamburg/Hannover - Der Zugverkehr im Norden ist wegen des aktuellen Sturmtiefs am Sonntagmorgen am frühen Morgen zum Erliegen gekommen. Neben den Zügen der Deutschen Bahn betrifft das auch die Nordwestbahn und die Metronom Eisenbahngesellschaft. Erste Züge der Bahn und solche auf den Metronom-Strecken sind mittlerweile wieder in Betrieb.

Update Deutsche Bahn 13.30 Uhr:

Der Bahnhof Bremen Hbf ist derzeit teilweise gesperrt. Die Sperrung wird bis mindestens Betriebsschluss anhalten, teilte die Deutsche Bahn am Mittag mit. Das betrifft natürlich auch alle Fahrgäste, die mit dem Zug zum Weserstadion fahren wollen. Der Stand der Dinge rund um Bremen:

  • Hannover Hbf - Bremen Hbf - zur Zeit kein Zugverkehr
  • Bremen Hbf - Bremerhaven - Fahrgäste nutzen bitte die RS2 der NWB
  • Osnabrück Hbf - Bremen Hbf - zur Zeit kein Zugverkehr 
  • Oldenburg - Emden - Züge fahren vereinzelt und mit Verspätung

Originalmeldung:


Mittlerweile normalisiere sich die Situation auf einigen Strecken wieder, teilte die Bahn gegen 8.30 Uhr mit. Das Sturmtief „Herwart“ habe in der Region Nord jedoch zu zahlreichen Schäden - Bäume im Gleis und in der Oberleitung - geführt. Einzelne Strecken seien mittlerweile aber wieder befahrbar, andere könnten noch für längere Zeit gesperrt bleiben.

Im Harz-Weser-Netz werde der Verkehr wieder aufgenommen, heißt es im Lagebericht von 8.30 Uhr. Einige Streckenabschnitte müssten dort allerdings erst erkundet werden. Von Braunschweig aus gesperrt sind noch die Linien RB44 nach Lebenstedt, RB45 nach Schöppenstedt und RB46 Richtung Seesen.

Im RE-Kreuz rund um Bremen finden in den Abschnitten Norddeich - Emden und Oldenburg - Bremen ebenfalls eine Erkundungsfahrt statt. Sobald die Strecken für befahrbar erklärt werden, wird der Betrieb wieder aufgenommen. Bei der S-Bahn Hannover wurden einige Strecken bereits wieder frei gegeben.

Hochwasser am Weserstadion - Achtung bei der Anreise!

Hochwasser am Weserstadion
Sturmtief Herwart hat in Bremen die Weser über die Ufer treten lassen - auch ganz nah am Weserstadion. © Lenhart/DeichStube
Hochwasser am Weserstadion
Sturmtief Herwart hat in Bremen die Weser über die Ufer treten lassen - auch ganz nah am Weserstadion. © Lenhart/DeichStube
Hochwasser am Weserstadion
Sturmtief Herwart hat in Bremen die Weser über die Ufer treten lassen - auch ganz nah am Weserstadion. © Lenhart/DeichStube
Hochwasser am Weserstadion
Sturmtief Herwart hat in Bremen die Weser über die Ufer treten lassen - auch ganz nah am Weserstadion. © Lenhart/DeichStube
Hochwasser am Weserstadion
Sturmtief Herwart hat in Bremen die Weser über die Ufer treten lassen - auch ganz nah am Weserstadion. © Lenhart/DeichStube
Hochwasser am Weserstadion
Sturmtief Herwart hat in Bremen die Weser über die Ufer treten lassen - auch ganz nah am Weserstadion. © Lenhart/DeichStube
Hochwasser am Weserstadion
Sturmtief Herwart hat in Bremen die Weser über die Ufer treten lassen - auch ganz nah am Weserstadion. © Lenhart/DeichStube
Hochwasser am Weserstadion
Sturmtief Herwart hat in Bremen die Weser über die Ufer treten lassen - auch ganz nah am Weserstadion. © Lenhart/DeichStube

„In den übrigen Abschnitten wird DB Netz teilweise Hubschrauber zur Erkundung einsetzen. Je nach Ausgang der Erkundung wird auch hier der Betrieb schnellstmöglich wieder aufgenommen“, heißt es weiter

Es wird versucht, in den betroffenen Streckenabschnitten Busnotverkehr anzubieten. Auf Grund der Witterungslage und der großen Anzahl an gesperrten Strecken sind aber nur wenige Busse zu bekommen.

Fernverkehr vermutlich erst wieder am Nachmittag

„Vor dem Nachmittag werden im Fernverkehr voraussichtlich keine Züge fahren“, sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Danach sei weiterhin mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen. Reisende sollten sich auf bahn.de oder in den Reisezentren auf den Bahnhöfen informieren. Im Norden seien bereits einige Bäume auf Schienen und Oberleitungen gefallen, in einigen Regionen sei die Einstellung des Bahnverkehrs eine Vorsichtsmaßnahme. „Für Reisende ist es besser, am Bahnhof zu sein, als auf der Strecke von einem Baum gestoppt zu werden“, meinte der Bahnsprecher.

Im äußersten Norden gab es am Vormittag bereits leichte Zeichen der Entspannung. Im Regionalverkehr werden nach Bahnangaben Strecken nach und nach wieder freigegeben. „Der Sylt-Shuttle fährt wieder“, sagte der Sprecher. Aufgrund des Feiertags am Dienstag sind viele Urlauber unterwegs.

Bis zum Mittag berichteten die Einsatzkräfte zunächst von keinen Verletzten. Im Harz waren zahlreiche Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Im S-Bahn-Verkehr in Hamburg kam es zu Ausfällen und Verspätungen.

Metronom, Erixx, Enno und Nordwestbahn stehen still

Nicht unterwegs sind am Sonntagmorgen auch die Züge der Nordswestbahn - und zwar im Weser-Ems- und dem Regio-S-Bahn-Netz.

Auf den Strecken der Metronom Eisenbahngesellschaft sieht die Situation (Stand: 13 Uhr) folgendermaßen aus:

RE2 Uelzen-Hannover:

- Züge fahren wieder (in beide Richtungen)

- Es kommt noch zu Verspätungen

RB37 Uelzen – Bremen:

- Ab 14:00 kann die Teilstrecke Soltau bis Bremen – Mahndorf wieder gefahren werden.

- Hauptbahnhof Bremen ist nicht anfahrbar.

Soltau – Uelzen:

- Strecke gesperrt

- Prognose leider nicht möglich

RB38 Buchholz – Soltau - Hannover:

- Strecke gesperrt

- Prognose leider nicht möglich

RE10 Hannover – Bad Harzburg:

- Fahrten des erixx sind möglich, allerdings mit Verspätung

RB42 / RB43 Bad Harzburg – Braunschweig:

- Fahrten des erixx sind möglich, allerdings mit Verspätung

RB47 Braunschweig – Uelzen:

- Strecke gesperrt

- Prognose für die ersten Fahrten: 15:00

RB32 Dannenberg – Lüneburg:

- Strecke gesperrt

- Prognose leider nicht möglich

- Busnotverkehr ist eingerichtet

Die Bahngesellschaft rechnete damit, dass der Zugverkehr frühestens im Laufe des Nachmittags oder Abends wieder komplett aufgenommen werden könne.

kom/dpa

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