15-Jähriger verklagt Mitschüler nach Stuhlwegziehen

Hannover  - Ein 15-Jähriger hat in Hannover einen Mitschüler auf die Zahlung von 1400 Euro Schmerzensgeld verklagt, weil dieser ihm kurz vor Unterrichtsbeginn den Stuhl weggezogen hat.

Der Neuntklässler fiel aufs Steißbein und schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf, teilte das Amtsgericht am Montag mit. Weil er vor Schmerzen nicht mehr aufstehen konnte und außerdem an der sogenannten Bluter-Krankheit leidet, kam der Schüler für drei Tage in eine Klinik. Da er über längere Zeit nur stehen oder liegen konnte, musste er auch einen geplanten Osterurlaub absagen. Der Fall wird Ende Juli verhandelt (Az: 465 C 15083/14). Eine Zivilklage auf Schmerzensgeld hat nach Schulunfällen laut der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn der Schüler vorsätzlich gehandelt hat. In der Regel springt die gesetzliche Unfallversicherung nach folgenschwerem Unfug in der Schule ein, um Schüler vor langwierigen finanziellen Folgen zu bewahren. dpa

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