Studie zu Online-Nutzung:

Nachholbedarf in Niedersachsen und Bremen

Bremen / Hannover - Den neuen Wohnsitz online anmelden oder im Internet das Fundbüro aufsuchen: Eine Studie hat untersucht, wie deutsche Städte im kommunalen E-Government aufgestellt sind. Niedersachsen und Bremen haben noch Nachholbedarf.

Das Internet als Instrument in der öffentlichen Verwaltung wird in den meisten Gemeinden Niedersachsens und in Bremen nicht ausreichend genutzt. Das hat eine am Mittwoch veröffentlichte bundesweite Untersuchung des Unternehmensberaters McKinsey ergeben. Hannover, Hildesheim und Bad Iburg landeten dabei im Mittelfeld, die übrigen 18 untersuchten niedersächsischen Kommunen - darunter Wolfsburg, Goslar oder Bissendorf - wurden als „Nachzügler“ eingestuft. Bremen schnitt im Vergleich mit den anderen Stadtstaaten Hamburg und Berlin am schlechtesten ab und wurde ebenfalls als „Nachzügler“ beurteilt.

Für die Studie wurde untersucht, inwieweit acht typische Vorgänge im Austausch zwischen Bürgern und Verwaltung online erledigt werden können. Dabei ging es unter anderem darum, einen neuen Wohnsitz anzumelden, einen Hund für die Steuer zu registrieren, eine Geburtsurkunde zu beantragen oder etwas im Fundbüro zu suchen. Die untersuchten Städte wurden dabei in „Vorreiter“, „Mittelfeld“ oder „Nachzügler“ eingeteilt - je nachdem wie viele der untersuchten Online-Vorgänge angeboten waren.

Untersucht wurden bundesweit 200 Städte und Gemeinden. Dabei wurden erhebliche Unterschiede in der Qualität der für die Bürger bereitgestellten Online-Angebote festgestellt. Das Ergebnis zeige, dass es beim sogenannten E-Government ein einheitliches und gemeinsames Vorgehen im Bund oder zumindest auf Landesebene geben müsse, erklärte McKinsey-Beraterin Katrin Suder.

Von den Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern erhielten Berlin, Hamburg, Nürnberg, Bonn und Düsseldorf die besten Noten. München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Hannover schnitten deutlich schwächer ab. Erheblicher Nachholbedarf wurde zudem unter anderem für Bremen, Duisburg, Magdeburg oder Potsdam festgestellt. Nach Flächenstaaten betrachtet, schnitten die Gemeinden im Saarland, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am besten ab. Schlusslichter sind Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. dpa

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