Mehr Ganztagsangebote

Niedersachsen muss laut Studie Betreuung für Grundschüler verbessern

Grundschüler gehen morgens auf den Schulhof, vorbei an einem Schild mit der Aufschrift „Tschüss Mama und Papa! Ab hier schaffe ich es alleine.“.
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Eine Studie zeigt: Auch in Niedersachsen vielen viele Betreuungsplätze an den Grundschulen.

Die kommenden Jahre könnten für Niedersachsen teuer werden: Eine Studie zeigt, dass der Bedarf an Ganztagsbetreuungsplätzen steigt. Und dafür braucht es Personal.

Hannover – Nicht nur die Coronapandemie führt dazu, dass das Land Niedersachsen an Schulen investieren muss. Künftig könnte noch ein weiterer großer Posten auf der Rechnung hinzukommen: Einer Studie zufolge müssen bis zum Schuljahr 2029/2030 zwischen 1800 und 3800 neue Vollzeitstellen geschaffen werden, um den Bedarf an Plätzen in der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder abdecken zu können. Die notwendigen Investitionskosten könnten nach Erkenntnissen des Deutschen Jugendinstituts in München und der TU Dortmund auf bis zu 494 Millionen Euro steigen.

Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Hauptstadt:Hannover
Ministerpräsident:Stephan Weil (SPD)

Studienergebnis: Niedersachsen muss mehr Betreuungsplätze für Grundschüler schaffen

Grundlage für diese Zahlen sind laut der Deutschen Presse-Agentur steigende Schülerzahlen. Demnach besuchten im Jahr 2019 ungefähr 283.000 Kinder Niedersachsens Grundschulen, 2029 wird ihre Zahl auf etwas mehr als 310.000 ansteigen. Für sie müssen landesweit zwischen 46.700 und 65.800 neue Betreuungsplätze geschaffen werden – abhängig davon, wie viele Eltern einen Ganztagsplatz in Anspruch nehmen. Aktuell liegt der Anteil der Eltern, die das Angebot für ihren Nachwuchs nutzen, bei 51 Prozent.

Da ab 2026 der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz an Grundschulen deutschlandweit nach und nach eingeführt wird, wird der Bedarf voraussichtlich zunehmen. Dieser Anspruch geht auf einen Beschluss des Bundestags und des Bundesrats zurück, der im September beschlossen wurde. Demnach sicherte der Bund den Ländern auch zu, den Ausbau der Ganztagsbetreuung mit insgesamt 3,5 Milliarden Euro zu unterstützen und laufende Kosten mitzutragen.

Ganztagsbetreuung: Es fehlen bis zu 600.000 Plätze für Grundschüler

Die neuen Anforderungen könnten viele Schulen in Niedersachsen vor weitere Probleme stellen. Schon jetzt bemängeln zahlreiche Schulleiter zu wenig Personal und zu viel Bürokratie*. Zuletzt sorgte die Debatte um eine Fortführung der Maskenpflicht für Schüler nach den Herbstferien für Diskussionen. Experten und Lehrerverbände lieferten verschiedene Argumente für oder gegen die Maßnahmen.

Niedersachsen steht aber nicht als einziges Bundesland vor einer großen Herausforderung: Während in den ostdeutschen Flächenländern und Hamburg nur noch ein kleiner Teil der Plätze fehlt, schwächeln die westdeutschen Flächenländer. Im Schnitt fehlen noch 30 bis 40 Prozent der Plätze. Insgesamt müssen in Deutschland in den kommenden Jahren etwa 600.000 zusätzliche Ganztagsplätze für Grundschüler geschaffen werden. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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