„Gute Nachrichten für Fahrgäste“

Studie: Bus- und Bahnfahren birgt kein erhöhtes Corona-Risiko

Das Fahren mit Bus und Bahn birgt kein erhöhtes Risiko einer Corona-Infektion. Zu diesem Ergebnis kommt eine einzigartige Studie der Charité.

Ende vergangenen Jahres hatten die Bundesländer gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) entschieden, diese Studie bei der Charité Research Organisation (CRO) zu beauftragen. Die Untersuchung kostete 2 Millionen Euro.

BundeslandNiedersachsen
Bevölkerung7,982 Millionen (2019)
Gründung1. November 1946
HauptstadtHannover

An der Finanzierung beteiligten sich neben Niedersachsen mit 177.000 Euro auch die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Federführung liegt beim Land Baden-Württemberg. Die Studie sollte das konkrete Corona-Ansteckungsrisiko von Fahrgästen in Bussen und Bahnen mit dem von Pendlerinnen und Pendlern vergleichen. Ergebnis: Die regelmäßige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel birgt kein erhöhtes Risiko einer Corona-Infektion. 

Corona-Risiko in Bus und Bahn: „Gute Nachrichten für die Fahrgäste und die ÖPNV-Branche“

Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann zeigt sich erleichtert: „Das sind gute Nachrichten für die Fahrgäste und die ÖPNV-Branche. Wir wissen, dass nach wie vor viel Unsicherheit bei Fahrgästen und -personal im ÖPNV besteht. Niedersachsen hatte sich deshalb sehr stark dafür gemacht, das tatsächliche Infektionsrisiko erstmals gezielt wissenschaftlich untersuchen zu lassen..“

Im ÖPNV müssen die Fahrgäste einen Mund-Nase-Schutz tragen. (Symbolfoto)

Corona-Studie begleitet Teilnehmerinnen und Teilnehmer im ÖPNV

Für die Studie hat die CRO seit Februar 2021 über fünf Wochen lang insgesamt 681 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 16 bis 65 Jahren im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) begleitet, die für einen Zeitraum von vier Wochen werktags entweder mit dem ÖPNV oder mit dem Individualverkehr (Auto / Fahrrad) zur Arbeit, Schule oder Ausbildung pendelten und dabei einen Fahrtweg von 15 bis 30 Minuten (einfache Fahrt) im öffentlichen Nahverkehr hatten.

Regelmäßige Nutzung von Bussen und Bahnen birgt keine höhere Corona-Ansteckungsgefahr

Die CRO hat dabei keinen Unterschied im Hinblick auf ein mögliches erhöhtes Infektionsrisiko bei der ÖPNV-Nutzung im Vergleich mit dem Individualverkehr festgestellt. Die regelmäßige Nutzung von Bussen und Bahnen führte laut Studie nicht zu einer höheren Ansteckungsgefahr. Auch im Vergleich verschiedener ÖPNV-Verkehrsmittel (Busse, Straßenbahnen oder U- und S-Bahnen) wurden keine Unterschiede festgestellt, heißt es auf der Website des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Die zum Zeitpunkt der Untersuchung Corona-Schutzmaßnahmen, also die FFP2-Maskenpflicht, ausreichende Abstände und gute Durchlüftung der Fahrzeuge im ÖPNV, waren auf Basis der Studienergebnisse wirksam. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg / dpa

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