Wegen schlechter Studienbedingungen

Studenten besetzen Braunschweiger Kunsthochschule

Braunschweig - An Niedersachsens einziger Kunsthochschule rumort es: Studenten protestieren gegen schlechte Studienbedingungen und werfen der Leitung der HBK fehlende Diskussionsbereitschaft vor.

Mehr als 80 Studenten haben Atelierräume an der Hochschule für bildende Künste (HBK) Braunschweig besetzt. Dies sei ein Protest gegen die schlechten Studienbedingungen dort, teilte die Gruppe der Studierenden mit. Ein Polizeisprecher sagte am Mittwoch, die Lage sei friedlich.

Hauptgrund für die Besetzung sind verkürzte Öffnungszeiten der Ateliers, was die Arbeit der Studenten erheblich einschränkt, hieß es in einer Mitteilung der Studenten. "Die Leitung hat niemals versucht, eine gemeinsame Lösung zu finden", sagte der Sprecher der Gruppe, Malte-Levin Behrens, der Deutschen Presse-Agentur.

Verhandlungen mit der Hochschulleitung 

Die Hochschulleitung verhandelte mit den Studenten, wollte aber bis Mittwochnachmittag keine Stellungnahme abgeben. Behrens kündigte an, die Räume noch mindestens bis zum Abend besetzt halten zu wollen. In den vergangenen Jahren hätten sich autoritäre Strukturen gebildet, meinte der Sprecher. "Lehrende, Studierende und Mitarbeiter werden wie kleine Kinder behandelt."

Die HBK ist die einzige Hochschule in Niedersachsen mit dem Studiengang Freie Kunst. Sie zählt zu den größten Kunsthochschulen in Europa. 2013 gab der Präsident Hubertus von Amelunxen seinen Posten auf. Er nannte die "erhebliche Erblast der finanziellen Defizite der Hochschule und die Überlast der rein verwaltenden Tätigkeit" als Grund für den Rückzug. Darauf hatte zunächst Nicolas Lange die Hochschule kommissarisch geleitet, seit diesem Jahr ist Vanessa Ohlraun Präsidentin.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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