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Stromfresser: So sparen Sie 2022 richtig Energie im Haushalt

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Von: Johannes Nuß

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 Ein Stromzähler zeigt in einem Mietshaus die verbrauchten Kilowattstunden an.
Ist die Stromrechnung zu hoch? Wir geben Ihnen Tipps zum Energiesparen und verraten, was die größten Stromfresser im Haushalt sind. (Symbolbild) ©  Sina Schuldt/dpa

Stromrechnung zu hoch? Stromfresser im Haus?kreiszeitung.de zeigt Ihnen, was die größten Stromfresser sind und wie und wo Energie im Haushalt gespart werden kann.

Hannover – Ist die Stromrechnung zu hoch, ist die Laune schnell im Keller. Die derzeit immer höher werdenden Energiepreise in Deutschland sind vor allen Dingen ein Ärgernis für Verbraucherinnen und Verbraucher. Um bis zu 300 Prozent wurden die Preise für Gas und Strom bereits erhöht, berichtet merkur.de*. Damit die Rechnung am Ende des Tages aber nicht zu hoch wird, können sowohl Mieter als auch Immobilienbesitzer einiges tun. Wir zeigen Ihnen, was die größten Stromfresser im Haushalt sind und natürlich, wie sich bei Energie bares Geld sparen lässt.

Die Energiepreise schießen weltweit seit Monaten in die Höhe. So sehr, dass in Kasachstan die Menschen bereits gewaltvoll auf die Straße gehen*. In Deutschland ist es noch ruhig, obwohl der Strom hierzulande so teuer ist wie in kaum einem anderen Land. Im Schnitt zahlen Verbraucher in Deutschland derzeit 31,80 Cent pro Kilowattstunde, berichtet das Vergleichsportal verivox.de. Schaut man sich in den Nachbarländern um, könnte man glatt neidisch werden. Die Niederländer beispielsweise, zahlen gerade einmal 16,5 Cent pro Kilowattstunde – also fast die Hälfte weniger als die Deutschen.

Stromfresser im Haushalt: So sparen Verbraucher 2022 trotz hoher Kosten Geld beim Energieverbrauch

Eine Möglichkeit, um Geld beim Strom zu sparen, ist die, zu einem anderen Stromanbieter zu wechseln. Vor allen Dingen Versorger mit vergleichsweise günstigen Tarifen sind dabei besonders beliebt, obwohl so natürlich nicht wirklich Strom beziehungsweise Energie gespart wird, aber immerhin Geld. Wer damit liebäugelt, den Stromanbieter zu wechseln, der sollte unbedingt vergleichen. Dazu bieten sich Verbrauchsportale im Internet an. Ein weiterer Hoffnungsblick: Die FPD will die EEG-Umlage schneller als anvisiert abschaffen. Das wird dem Verbraucher bares Geld sparen. Doch Vorsicht: Immer mehr Stromanbieter gehen pleite.

Doch wer nicht nur Geld, sondern auch tatsächlich an der Energie sparen möchte, sollte sich über seinen eigenen Verbrauch klar werden. Denn nicht selten findet sich dabei enormes Einsparpotenzial. Zum einen berechnet sich der Stromverbrauch aus der Anzahl der Haushaltsmitglieder. Je mehr Personen in einem Haushalt untergebracht sind, desto mehr Energie wird benötigt. Aber auch so manches Elektrogerät kann sich schnell als echter Stromfresser entpuppen und die Stromrechnung explodieren lassen.

Fast ein Drittel des Stromverbrauchs in einem Haushalt entfällt allein auf die Bereiche Kommunikation und Unterhaltung, wie die Verbraucherzentralen in Deutschland jüngst bekannt gaben. Besonders jetzt in der Corona-Pandemie, während der etliche Arbeitnehmer zu Hause bleiben oder im Homeoffice arbeiten, wird mehr Strom verbraucht*. Es lohnt sich also, zu kontrollieren, wie viel der Fernseher, Computer oder die Spielkonsole des Nachwuchses verbraucht. Ein besonderer Tipp: Vermeiden Sie es, die Geräte in den Standby-Modus zu versetzen. Denn auch in diesem Modus verbraucht ein Gerät Strom.

Stromfresser Kühlschrank: Energie und Kosten mit neuen Geräten mit besserer Energieeffizienzklasse sparen

Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten im Haushalt Energie zu sparen. Wer zum Beispiel noch einen alten Kühlschrank in der Küche oder die alte Waschmaschine von Oma im Keller stehen hat, sollte den Verbrauch dringend kontrollieren. Denn alte Großgeräte sind im Haushalt richtige Stromfresser. Ein Wechsel auf ein neueres Gerät mit einer besseren Energieeffizienzklasse kann sich durchaus lohnen.

Doch nicht nur bei der Energieeffizienzklasse verschiedener Elektrogeräte lässt sich enorm viel Geld sparen. Auch der Ort, an dem ein Gerät steht, kann beeinflussen, ob es mehr oder weniger Strom frisst. Einen Kühlschrank beispielsweise, sollte man etwa nicht neben den Herd stellen, denn dort kann es zu warm werden, sodass der Kühlschrank mehr Energie zum Kühlen benötigt. Auch die Einstellung eines Kühlschranks kann den Energieverbrauch beeinflussen. So empfehlen Experten acht Grad als perfekte Kühlschranktemperatur. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass der Kühlschrank gefüllt ist und so nicht unnötig die Luft, sondern die Produkte gekühlt werden. Bei einem Gefrierschrank gilt, dass man ihn regelmäßig abtauen sollte.

80 Prozent Einsparpotenzial: alte Heizungspumpen sind echte Stromfresser im Haushalt

Auch im Bereich der Heizung kann eine Menge Strom eingespart werden, zählen doch beispielsweise alte Heizungspumpen mit zu den Stromfressern Nummer 1. Wer sich hier für ein neues Modell entscheidet, kann laut haus.de bis zu 80 Prozent Energie einsparen. Bei den aktuellen Preisen kann sich so schon ein Jahresurlaub für eine Kleinfamilie ergeben. Ebenfalls sollte hierbei auch auf die Energieeffizienzklasse geachtet werden.

In der Küche lässt sich sogar beim Kochen Strom sparen, denn Elektroherde verbrauchen ordentlich Strom. Deshalb sollte auch bei einem Herd auf die Energieeffizienzklasse geachtet werden. Zusätzlich lässt sich noch Strom sparen, wenn man beim Kochen einen Deckel benutzt oder Wasser zuvor im Wasserkocher erhitzt. Oft kann man sich auch das Vorheizen des Backofens sparen. Dies gilt besonders für Produkte wie Kuchen, Brot oder Tiefkühlware. Bei Umluft muss der Ofen in der Regel sogar auf eine 20 bis 30 Grad niedrigere Temperatur zum Backen eingestellt werden.

Stromfresser im Haushalt: Sparen bei der Beleuchtung und beim Waschen

Was ebenfalls viel Strom im Haushalt 2022 fressen kann, ist die Beleuchtung. Wer noch Halogenlampen oder normale Glühbirnen benutzt, sollte diese schleunigst gegen LEDs oder Energiesparlampen austauschen. Hier ist bis zu 90 Prozent Stromersparnis drin. Viel verbrauchen auch Tisch- und Stehlampen – besonders die mit einem Netzteil. Denn diese ziehen auch Strom, wenn sie aus sind. Einfacher Tipp der Verbraucherzentrale: Stecker ziehen oder einen Mehrfachstecker mit Abschaltfunktion benutzen.

Und auch in der Waschküche liegt das Geld quasi nur so auf dem Fußboden. Laut haus.de verbraucht beim Waschen ein normaler Haushalt in Deutschland rund 325 Kilowattstunden jährlich. Mit einem Umschwenken auf ein Gerät mit einer niedrigeren Energieeffizienzklasse lässt sich da einiges sparen. Extratipp: Trocknen Sie ihre Wäsche im Frühling und Sommer draußen, denn Wäschetrockner sind die Stromfresser überhaupt. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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