Kurzschlusshandlung nicht ausgeschlossen

Straftäter während des Ausgangs in Osnabrück geflüchtet

Hannover/Osnabrück  - Ein psychisch kranker Straftäter hat im Zentrum von Osnabrück einen Ausgang zur Flucht genutzt. Nach Angaben des zuständigen Sozialministeriums war der 1986 geborene Mann in Begleitung von drei weiteren Patienten zum Einkaufen unterwegs. In einem Schnellimbiss habe er sich dann am späten Donnerstagvormittag abgesetzt, als der begleitende Aufpasser auf die Toilette ging.

Der wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung verurteilte Mann hatte Drogenprobleme und befand sich seit zwei Jahren in der Psychiatrie des Klinikums Osnabrück, so eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Hannover. 

"Dieser Patient war bisher unauffällig", sagte die Sprecherin, die eine Kurzschlusshandlung des Mannes nicht ausschloss. Vorwürfe des CDU-Fraktionsvizes im niedersächsischen Landtag, Reinhold Hilbers, über eine nur ungenügende Information wies sie zurück. Der Landtag sei umgehend informiert worden, so die Sprecherin. 

Hintergrund: Wenn psychisch Kranke oder Süchtige Straftaten begehen, kann die Unterbringung in einer Klinik in Frage kommen. Ziel ist die Heilung der Menschen. Viele Patienten dürfen den sogenannten Maßregelvollzug jedoch zeitweise ohne Begleitung verlassen. 

Verstöße kommen nach Ministeriumsangaben eher selten vor. In den meisten Fällen davon kehrten Patienten nicht in die Einrichtung zurück, verstießen gegen Meldeauflagen oder Aufenthaltsbeschränkungen. Bis Ende Mai waren 1280 Patienten in Niedersachsen im Maßregelvollzug.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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