Finanzen

601 Steuersünder in Niedersachsen zeigen sich selbst an

Hannover - In Niedersachsen haben sich 601 Steuersünder im ersten Halbjahr selber angezeigt. Dadurch sicherten sie sich Straffreiheit. "Wir nähern uns damit wieder dem langjährigen Schnitt an", sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Finanzministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Nach der Ankündigung gesetzlicher Verschärfungen hatten sich seit 2013 zusammen mehr als 10 000 Menschen bei den Finanzbehörden in Niedersachsen angezeigt. Seit die neuen Gesetze Anfang 2015 dann in Kraft traten, sank die Zahl der Selbstanzeigen aber wieder stetig und lag im ersten Halbjahr 2016 nur noch bei 626.

Fast vollständig ausgewertet sind inzwischen die von Niedersachsen angekauften CD-Dateien zu Kapitalanlagen und Stiftungen in der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg.

274,5 Millionen Euro an Strafen in die Kassen gespült 

Bis Ende Juni dieses Jahres waren die Daten zu Anlagen in der Schweiz zu 98 Prozent ausgewertet - sie spülten dem Land insgesamt 274,5 Millionen Euro an Strafen, Hinterziehungszinsen und Geldauflagen in die Kasse.

Die Liechtenstein-Akten sind bisher zu 94 Prozent ausgewertet, dadurch kamen 47 Millionen Euro zusammen. Die Dateien der Luxemburger Anlagen, die zu 93 Prozent abgearbeitet wurden, brachten dem Staat bisher 42 Millionen Euro an Einnahmen.

Anfang des Jahres hatte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) erklärt, dass dank verstärkter Möglichkeiten für den Datenaustausch mit dem Ausland weitere CD-Ankäufe künftig nicht mehr nötig seien.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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