Ende der Abgabefrist naht

Steuererklärung 2020: Wie rechne ich mein Corona-Homeoffice ab?

Es ist die erste Steuererklärung, die die Zeit der Coronavirus-Pandemie beinhaltet. Die Homeoffice-Zeit kann abgesetzt werden – doch dabei muss aufgepasst werden.

Hannover/Hamburg – Die Zeit läuft. Noch ist sie da, doch sie wird knapper. Bald schon muss die Steuererklärung für 2020 abgegeben werden. Das Ende der Frist naht – dieses genaue Datum darf nicht vergessen werden. Für die Bürgerinnen und Bürger deutschlandweit – und damit auch zwischen Hamburg, Bremen und Hannover, sprich Niedersachsen – wird es eine ganz besondere Steuererklärung: Sie erfasst das erste Jahr des Coronavirus.

Während der Corona-Pandemie gab es etlich Ausnahmen und Vergünstigungen, die die Bundesregierung unter der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel* (CDU) und dem bisherigen Finanzminister Olaf Scholz* (SPD) genehmigt hat und die die Finanzbehörden umgesetzt haben. Eine der größten Veränderung zu früheren Steuererklärungen: die Homeoffice-Zeit in der Pandemie. Was davon kann wie abgesetzt werden?

Verlangte Erklärung:Steuererklärung
Zuständigkeit:Finanzbehörde (Finanzamt)
Ende der Abgabefrist:31. Oktober 2021 (ohne Steuerberater), 31. März 2022 (mit Steuerberater)

Steuererklärung 2020: Das sind die Voraussetzungen, um Aufwendungen für Homeoffice geltend zu machen

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, war zeitweise mehr als ein Viertel der Beschäftigten während der Coronavirus*-Pandemie zuhause und hat von dort vom Homeoffice aus gearbeitet. Dementsprechend werden mehr Bürgerinnen und Bürger jetzt bei ihrer Steuererklärung 2020 in den Genuss kommen, dass sie zusätzliche Aufwendungen beim Finanzamt geltend machen können. Laut FAZ könne es dabei mit Blick auf die Homeoffice-Tätigkeit um Summen gehen, die durchaus im vierstelligen Bereich anzusiedeln sind.

Das Ende der Abgabefrist für die Steuererklärung 2020 naht und mit ihr die Frage, wie das Corona-Homeoffice genau abgerechnet werden kann.

Wichtig dabei: Es gibt Unterschiede. Wer während der Coronavirus-Pandemie sein Homeoffice in seinem Wohn -oder Schlafzimmer hatte, der erfüllt zwar nicht die Bedingungen für ein eigenes Arbeitszimmer. Leer gehen diese Personen allerdings auch nicht aus: Sie können fünf Euro pro Tag geltend machen. Maximal eine Summe von 600 Euro. Ebenfalls von der Steuer in der Steuererklärung 2020 absetzbar: Ausgaben für Geräte wie Laptop, Drucker und Bildschirm.

Steuererklärung: Ein Viertel der Beschäftigten während Corona im Homeoffice – das ist alles absetzbar

Auch Möbel wie Schreibtisch, Stuhl und Regal sind in der Steuererklärung 2020, der ersten nach Einsetzen der Corona-Pandemie und dem Wechsel ins Homeoffice, absetzbar. Gleiches gilt zudem auch für die Kosten für Papier, Telefon und Internetzugang. Wer 2020 ein echtes, separates Zimmer als Arbeitszimmer im Homeoffice hatte, das er oder sie nur beruflich genutzt hat, kann in seiner Steuererklärung noch mehr absetzen. Dieses Zimmer muss allerdings abschließbar sein und darf kein Durchgangszimmer sein.

Wenn unser Risikomanagement-System anspringt, bitten wir, wenn notwendig, um weitere Aufklärung und fordern eventuell Belege an.

Birgit Wänke, Referatsleiterin Einkommensteuer und Lohnsteuer Oberfinanzdirektion Karlsruhe

Bei der Steuererklärung für 2020 ist in Sachen Homeoffice Vorsicht geboten. Wie die FAZ berichtet, will man der Pfiffigkeit der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler möglichst einen Riegel vorschieben. Einige Oberfinanzdirektionen (OFD), die die Prüfschwerpunkte für die Finanzämter vorgeben, haben für die Steuererklärungen für 2020 und 2021 das Arbeitszimmer für verstärkte Überprüfungen ausgewählt. Dies gilt laut des FAZ-Berichts zum Beispiel in Baden-Württemberg und auch in Nordrhein-Westfalen

Homeoffice in der Corona-Pandemie: Darauf achten die Finanzämter bei der Steuererklärung 2020

Nach FAZ-Informationen liefert ein Schreiben der OFD, worauf die Finanzämter bei der Steuererklärung in Bezug auf das Homeoffice genauer schauen werden: unter anderem auf das Verhältnis von abgerechneten Homeoffice-Tagen sowie auf Fahrten von der Wohnung zur Arbeit. Zudem kann die Software zur Prüfung der Steuererklärung auch feststellen, wenn deutlich mehr abgesetzt wurde als im Jahr davor. Im Falle eines Falles gebe es dann einen zusätzlichen Fragebogen, der beantwortet werden muss.

„Wenn unser Risikomanagement-System anspringt, bitten wir, wenn notwendig, um weitere Aufklärung und fordern eventuell Belege an“, sagt Birgit Wänke, Referatsleiterin Einkommensteuer und Lohnsteuer bei der OFD Karlsruhe der FAZ. Die Software wird entsprechend an die Corona-Lage angepasst. Auch die grundlegende Eignung als Arbeitszimmer wird überprüft. Das kann durch einen Grundriss beleget werden.

Als Zeitraum für die Pandemie wird übrigens der 1. März 2020 bis 31. Dezember 2021 akzeptiert. * 24hamburg.de und deichstube.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © MIS/Imago

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