Stephan Weil: Energiewende nutzen

Niedersachsen soll „Energieland Nummer eins“ werden

Oldenburg - Die Energiewende bringt nach Einschätzung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) enormes Wachstumspotenzial für Wirtschaft und Forschung im Nordwesten.

„Es ist eine Riesenchance für uns in Niedersachsen. Wir werden wahrscheinlich das Energieland Nummer eins werden“, sagte der Regierungschef am Donnerstag beim Besuch des Instituts für Vernetzte Energiesysteme in Oldenburg mit Blick auf die zahlreichen Windräder im niedersächsischen Flachland.

Die rund 150 Mitarbeiter am Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschäftigen sich vor allem mit der Frage, wie Strom aus erneuerbaren Energien effektiv genutzt und gespeichert werden kann. Die Mitarbeiter entwickeln unter anderem Technologien, um Strom, Mobilität und Wärme miteinander zu verbinden. Es gehe vor allem darum, Energiegewinnung, die anders als früher abhängig vom Wetter sei, verlässlich und bezahlbar zu machen, sagte Instituts-Direktor Carsten Agert.

Der Standort Oldenburg wurde vor einigen Monaten als eines von sieben neuen DLR-Instituten eröffnet. Geforscht wird in Oldenburg an Fragen zur Energieversorgung aber schon seit einigen Jahren. Das Institut ist aus dem EWE-Forschungszentrum Next Energy hervorgegangen, nachdem der Bundestag Ende 2016 rund 42 Millionen Euro für den Aufbau neuer DLR-Institute bewilligt hatte.

Im Beisein von Regierungschef Weil, der von Mittwoch bis Freitag auf Sommereise in Niedersachsen unterwegs ist, wurde die Einrichtung als neuen DLR-Institut am Donnerstag nun ganz offiziell eröffnet.

dpa

Rubriklistenbild: © Ehlers

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