Corona in Niedersachsen

Weil über Weihnachtsruhe: „Müssen Deich erhöhen, bevor Wasser da ist“

Ministerpräsident Stephan Weil betont erneut die Notwendigkeit der geplanten Weihnachtsruhe. Seine Gesundheitsministerin pflichtet ihm bei und warnt vor Omikron.

Bremen/Hannover – Hohe Infektionszahlen und volle Intensivstationen: Mit Blick auf die nahenden Feiertage hat sich die Landesregierung von Niedersachsen in einer neuen Corona-Verordnung dazu entschieden, ab Weihnachten bis ins neue Jahr landesweit eine Weihnachtsruhe auszurufen, inklusive strengeren Kontaktbeschränkungen.

Ministerpräsident von Niedersachsen:Stephan Weil
Geboren:15. Dezember 1958 (Alter 62 Jahre), Hamburg
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Ausbildung: Georg-August-Universität Göttingen (1978–1983)

Zudem sollen Diskotheken schließen und ein Verbot von Tanzveranstaltungen gelten. Harte Regeln in Niedersachsen also, die dazu führen könnten, dass Bürger über die Feiertage in andere Bundesländer ausweichen könnten. Für Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eine unbegründete Sorge. Er rechnet wegen der Weihnachtsruhe nicht mit einem möglichen Party-Tourismus.

Weihnachtsruhe in Niedersachsen: Weil erklärt Notwendigkeit von Kontaktbeschränkungen

Attraktive Ziele für die Niedersachsen seien jeher die Stadtstaaten Bremen und Hamburg. Beide Städte seien zwar wichtige Oberzentren, so Weil. „Ich bin aber auch sicher, dass die Verantwortlichen in unseren Nachbarländern das Notwendige tun werden, um auch dort Risiken zu vermeiden“, sagte er der Bremer Tageszeitung Weser Kurier. „Wir müssen den Deich erhöhen, bevor das Wasser da ist“, begründete der SPD-Politiker die geplanten Regelverschärfungen. Während in Niedersachsen mit der Weihnachtsruhe das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie koordiniert wird, können sich manche Arbeitnehmer über einen Corona-Bonus freuen – allerdings gehen auch manche leer aus.

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen und SPD-Politiker, fordert eine Corona-Impfpflicht. (Archivfoto)

Auch wenn Niedersachsen im bundesweiten Vergleich bezüglich der Infektionszahlen noch relativ gut dasteht, bedroht unter anderem die neuartige Omikron-Variante des Coronavirus derzeit das öffentliche Leben. „Anfang des nächsten Jahres wird man sich Gedanken machen müssen, welches die richtige Strategie ist, um der bis hierhin vielleicht größten Herausforderung zu begegnen“, sagte Weil dem Weser Kurier über die Mutante. Während Deutschland derzeit versucht, gut durch den Corona-Winter zu kommen, wächst die Hoffnung auf den Corona-Totimpfstoff Novavax.

Warnstufe 3 in Niedersachsen: Gesundheitsministerin warnt vor Omikron

Während in Niedersachsen in knapp der Hälfte der Landkreise inzwischen Warnstufe 3 gilt und die Weihnachtsruhe naht, warnt die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) vor der Omikron-Variante. „Wir gehen davon aus (...), dass wir im Grunde Ende Januar, Anfang Februar Omikron schon als vorherrschende Variante in Deutschland haben werden“, so die Politikerin am Dienstag. Die neue Virusvariante wurde sich derzeit „rasend schnell“ ausbreiten. Derweil wurde 2G bei Friseuren in Niedersachsen gekippt.

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Wie schon Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) betonte Behrens, dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe auch gegen Omikron wirkten würden. Derzeit unklar: Aufgrund fehlender Studienbreite kann noch nicht gesagt werden, ob die Intensität von zwei Impfungen für eine ausreichend schützende Immunantwort ausreichen wird oder eine Booster-Impfung notwendig ist. Ähnlich wie Stephan Weil sah die Ministerin in der geplanten Winterruhe in Niedersachsen ein notwendiges Mittel, das insbesondere zur Eindämmung der Omikron-Virusvariante gedacht sei. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © imago

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