Weil: Mehr als 100 Millionen Euro nach Südniedersachsen

Nörten-Hardenberg - Durch das Südniedersachsen-Programm werden weit mehr als die zunächst prognostizierten 100 Millionen Euro in die Region fließen.

Damit rechnet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Ein Jahr nach dem Start des Förderplanes für die strukturschwache Region seien bereits Infrastrukturprojekte für etwa 70 Millionen Euro auf dem Weg, sagte Weil am Freitag in Nörten-Hardenberg (Kreis Northeim). Durch den Förderplan soll die vom demografischen Wandel besonders betroffene Region bis 2020 wirtschaftlich an andere Landesteile herangeführt werden. „Der Motor ist angesprungen“, sagte Weil.

Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) zeigte sich optimistisch, dass die Fördersumme am Ende bis zu 250 Millionen Euro betragen könnte. Dies werde entscheidend von der Qualität der beantragten Infrastruktur-Projekte abhängen, sagte Weil. Unter den bisherigen Projekten seien der Ausbau des schnellen Internets und das geplante Sekundär-Rohstoffzentrum bei Goslar hervorzuheben. Dort sollen Rückstände des Harzer Bergbaus aufbereitet werden, um wertvolle metallene Rohstoffe zu gewinnen. Der Abraum werde sich als „wahre Schatzkammer“ erweisen, sagte Weil. Beispielhaft sei auch der Innovations-Campus zum Wissenstransfer.

Die Landtags-CDU erneuerte ihre Kritik an dem Förderprogramm. Der Abgeordnete Uwe Schünemann (Holzminden) sprach von einer „Fata Morgana“. Ein besonderer Südniedersachsen-Bezug sei bei den meisten Projekten nicht erkennbar. Das einzig Zählbare seien bislang die hohen zusätzlichen Personalkosten.

dpa

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