Baustellen auf Autobahnen

Stau: Dieses Wochenende wird das schlimmste

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Kilometerlange Staus und viel Stop-and-Go-Verkehr erwartet der ADAC am ersten Schulferienwochenende in Niedersachsen und Bremen.

Hannover / Bremen - Von Vera Jansen. Es ist jedes Jahr das gleiche Szenario: Endlich Sommerferien in Niedersachsen und Bremen, aber auf dem Weg in den Urlaub sorgen Autobahnbaustellen für Staus und Stress. Der ADAC warnt: Dieses Wochenende wird das schlimmste.

Kilometerlange Schlangen, Stop-and-Go-Verkehr bis zum totalen Stillstand - ein Ärgernis für jeden Autofahrer. In dieser Woche beginnen in Niedersachsen und Bremen die Sommerferien und auf den Autobahnen im Norden soll es am Wochenende richtig heftig werden, denn dann haben bis auf Bayern und Baden-Württemberg alle Bundesländer Ferien. Der ADAC erwartet deswegen zum Wochenende das stärkste Verkehrsaufkommen in diesem Sommer. „Auf fast allen Nord-Ost- und Süd-West-Strecken gibt es Baustellen“, sagt die Sprecherin des ADAC in Niedersachsen, Christine Rettig. „Allein dadurch kann es schon zu Beeinträchtigungen kommen.“

Bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Niedersachsen ist das Problem mit den Baustellen auf den Autobahnen während der Reisezeit nicht neu. „Dies ist leider unvermeidbar“, sagt Behördensprecher Jens-Thilo Schulze. Gerade bei größeren Baumaßnahmen wie dem sechsspurigen Ausbau der A7 zwischen Seesen und Bockenem oder der Grunderneuerung der A39 zwischen Maschen und Winsen-West müsse weitergearbeitet werden.

Das Ferienzeitfenster für alle Bundesländer ist in diesem Jahr vom 29. Juni bis 14. September. „Wollte man in dieser Zeit die Autobahnen baustellenfrei halten, würde uns wertvolle Zeit verloren gehen, die die Baumaßnahmen erheblich verzögern und verteuern würden“, sagt Schulze.

Auch das Räumen von Baustellen in den Ferien sei ein nicht zu vertretender Aufwand. „Allein das Entfernen der Betongleitwände zur Trennung des Gegenverkehrs würde rund eine Woche dauern, der Wiederaufbau später ebenso lange.“ Grundsätzlich würden alle Baumaßnahmen miteinander abgestimmt, damit es nicht zu unnötigen Behinderungen komme. „Aber auch in der Ferienzeit muss leider gebaut werden.“

Der ADAC rechnet vor allem in den Ballungsräumen um Hannover, Hamburg, Osnabrück, Braunschweig und Bremen sowie am Autobahnkreuz von A2 und A7 mit hohem Verkehrsaufkommen und Staugefahr. „Der Raum von Bremen und Hamburg egal aus welcher Richtung wird problematisch“, warnt Rettig. Autofahrer sollen längere Reisezeiten als gewöhnlich einplanen.

Doch vielen Urlaubern bleibt gar keine Wahl für ihren Reisetag. In den Touristenhochburgen an der Küste ist nach wie vor der zumeist Samstag der Bettenwechseltag. Allerdings sei die Zimmervergabe in den vergangenen Jahren schon flexibler geworden, sagte Katja Benke vom Tourismusverband Nordsee GmbH. „Aber irgendwie ist es immer noch der Samstag.“

dpa

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