Statistik für 2014: Mehr Geld, Ehen und Kinder

Niedersachsens Bevölkerung erneut gewachsen

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66.000 Babys wurden in Niedersachsen im Vorjahr geboren - 3.500 mehr als 2013.

Hannover - Gehälter, Hochzeiten und Einwohner - der Niedersachsen-Monitor zeigt jedes Jahr wie es um die Bevölkerung und Wirtschaft des Landes steht. Das Zahlenwerk hat im diesen Jahr fast nur gute Nachrichten für das Land.

Entgegen bisheriger Prognosen wächst die Bevölkerung Niedersachsens. Als Folge der Zuwanderung sei die Zahl der Einwohner auch 2014 wieder angestiegen, sagte der Präsident des Statistischen Landesamtes am Freitag bei der Vorstellung des Niedersachsen-Monitors in Hannover. Ohne die Zuwanderung wäre die Bevölkerung nach Angaben der Statistiker um rund 18.000 Menschen geschrumpft. Und das Land hat nicht nur bei den Einwohnern zugelegt.

Mehr Einwohner: 2014 haben im Land rund 36.000 Menschen mehr gelebt als im Vorjahr. Auch zwischen den Jahren 2012 und 2013 hatte es einen Bevölkerungsanstieg gegeben. Der Hauptgrund dafür sei die Zuwanderung aus dem Ausland, erklärte der Präsident des Landesamtes für Statistik, Thomas Senftleben. Die meisten Zugezogenen kamen aus Polen, Rumänien und Syrien. Senftleben betonte, dass sich die Zahlen auf das Jahr 2014 beziehen: „Sie bilden noch nicht die aktuellen Entwicklungen ab.“ Er erwartet, dass sich die Zahl für 2015 wegen der Flüchtlingszuwanderung nochmals deutlich verändern wird.

Mehr Ehen und Kinder: Rund 38.000 Paare haben sich 2014 standesamtlich trauen lassen - gut 1.400 mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig ging die Zahl der Scheidungen zurück. 16.000 Ehen wurden im vergangenen Jahr beendet, etwa drei Prozent weniger als im Vorjahr. Statistiker Lothar Eichhorn sieht eine Erklärung dafür im Heiratsalter: „Das hat sich nach oben verschoben. Wer heute heiratet, ist nicht erst ein paar Monate zusammen.“ Im vergangenen Jahr wurden rund 3.500 Kinder mehr geboren als 2013. Insgesamt erblickten 66.000 Babys das Licht der Welt - gestorben sind jedoch etwa 87.000 Menschen.

Mehr Geld: Die niedersächsische Wirtschaft entwickelte sich 2014 besser als im Vorjahr. 2014 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Gesamtwert aller in Niedersachsen hergestellten Waren und Dienstleistungen gut 250 Milliarden Euro. Je Erwerbstätigen lag das BIP damit in Niedersachsen bei 65.000 Euro. Als negative Entwicklung führte Statistiker Eichhorn die auseinandergehende Entwicklung der Gehälter von Frauen und Männern auf. Frauen verdienten im vergangenen Jahr pro Stunde durchschnittlich 14,60 Euro und Männer 18,75 Euro.

dpa

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