Prognose: -6 Prozent

Starker Rückgang der Arbeitslosenzahlen erwartet

Hannover - Niedersachsens Arbeitsmarkt setzt nach einer neuen Studie seinen Rekordkurs im laufenden Jahr fort.

Die Arbeitslosenzahl dürfte nach einer Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Jahresmittel bei durchschnittlich 237.500 Menschen liegen - 6,0 Prozent weniger als im Vorjahr.

Politische Ungwägbarkeiten wirken derzeit nicht negativ auf den Arbeitsmarkt

„Das wäre der stärkste Rückgang der Arbeitslosenzahlen seit 2011; Niedersachsen wird damit im westdeutschen Vergleich eine wirklich gute Entwicklung vorausgesagt“, sagte die Landeschefin der Arbeitsagentur, Bärbel Höltzen-Schoh.

Bundesweit dürfte 2017 die Arbeitslosenzahl um 5,8 Prozent auf 2,53 Millionen Menschen sinken. Auch durch den geplanten britischen EU-Austritt oder Unwägbarkeiten rund um den Wirtschaftskurs der USA sieht Höltzen-Schoh den langfristigen Trend nicht beeinträchtigt. „Die weltwirtschaftliche Entwicklung ist positiv und bietet damit neben der anhaltenden Binnennachfrage in Deutschland gute Rahmenbedingungen für die niedersächsischen Unternehmen“, sagte die Landeschefin für Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit. 

Niedersachsen stark im Aufbau vollwertiger Arbeitsplätze

Die starke Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen dürfte auch die zusätzlichen Arbeitslos-Meldungen von Flüchtlingen kompensieren. Kaum ein anderes Bundesland ist 2017 derart stark beim Aufbau von vollwertigen Arbeitsplätzen wie Niedersachsen, schreiben die Autoren der Studie - nur Berlin dürfte mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent besser abschneiden. Niedersachsen kommt mit Schleswig-Holstein auf 2,9 Prozent und liegt auch hier über dem bundesweiten Trend (2,4 Prozent).

Regional schneiden die Agentur-Bezirke der Region Hannover mit einem Aufbau von 14.200 zusätzlichen Stellen, Oldenburg-Wilhelmshaven (plus 7800 Beschäftigte) und der Bezirk Nordhorn (6660) in absoluten Zahlen am besten ab. Im vergangenen Monat waren in Niedersachsen 253.474 Menschen ohne Job - und damit 3,8 Prozent weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,0 Prozent - nach 6,2 Prozent im Februar.

dpa

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